Morphologie der Gewebereaktion nach Verlust von 63 enossalen Implantaten

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ZZI 01/1995, 19-27

Morphologie der Gewebereaktion nach Verlust von 63 enossalen Implantaten

Müller N, Stoß H, Kraft J, Pröschel P, Behneke A

Zusammenfassung:
Nach Entfernung von 63 enossalen Implantaten wurde das umgebende Gewebe auf den Einfluß allgemeiner und zahnärztlicher Faktoren morphologisch untersucht, und die klinischen und röntgenologischen Befunde wurden mit den histo-logischen Ergebnissen verglichen und statistisch ausgewertet.

Explantationsursachen waren in den ersten beiden Jahren vermehrt eine Periimplantitis — nach zwei Jahren die knöcherne Atrophie. Alter, Geschlecht, Zahnersatz und Topographie der Implantate spielten keine Rolle. Auffällig war der erhöhte Entzündungsgrad bei Hohlzylindern. Eine Periimplantitis war klinisch mit erhöhtem Sulkusfluid, Druckdolenz und Perkussionsempfindlichkeit, histo-logisch mit der Vermehrung von Granulations-, Narben- und Bindegewebe korreliert. Diese Befunde waren bei der Verlustursache Knochenatrophie seltener.



 

Summary:
The tissues surrounding 63 retrieved endosseous implants was examined and the influence of general factors and dental parameters was investigated. In addition, clinical and radiographic findings were compared with the histological findings and were then statistically analysed.

The cause of implant failure during the first two years was mainly periimplantitis, and bone loss after two years. There was no relation between patient age, gender, the type of restoration, implant localization and the causes of implant failure. Hollow cylinder implants were associated -with higher degrees of inflammation. Periimplantitis was clinically related to an increased amount of crevicular fluid flow, pain on pressure and pain on percussion. Histologically, there was a higher amount of granulation tissue, scar tissue and connective tissue. With bone atrophy, the clinical and pathohistologi-cal findings were less frequent.



(Stand: 01.01.1995)

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