Sinuselevation durch Osteoneogenese mittels eines osteoinduktiven Proteinkomplexes

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ZZI 01/1996, 9-13

Sinuselevation durch Osteoneogenese mittels eines osteoinduktiven Proteinkomplexes

Arzt T, Maschtowski J, Merten HA, Wimmer F, Schmidt KH

Zusammenfassung:
In Fällen extremer Alveolarkammatrophie stellt die Sinuselevation oft das einzige therapeutische Mittel dar. Die Augmentationsmaterialien sind Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen. Osteoinduktive Biomaterialien in Form von Knochenwachstum induzierenden Proteinlyophilisaten scheinen einen optimalen Lösungsweg aufzuzeigen. In dieser Studie wurde im Tiermodell (Schwein) mittels einer modifizierten Sinuselevation der subantrale Raum mit BIG (Bone inducing protein complex) aufgefüllt. Nach einer 8wöchigen Einheilzeit wurden die augmentierten Oberkieferabschnitte seziert und histologisch untersucht. Die klinischen, röntgenologischen und histologischen Ergebnisse zeigen eindeutig, daß es möglich ist, auf osteoinduktivem Wege im subantralen Raum ein optimales Implantatlager zu erzeugen. Der histo-logische Aufbau des Augmentats gleicht in allen Fällen genuinem Knochengewebe der Knochendichteklasse D1-D2. Anhand der Ergebnisse läßt sich zweifelsfrei feststellen, daß BIC unter bestimmten Voraussetzungen in der Lage ist, als alleiniges Augmentationsmaterial im Rahmen einer Sinuselevation eine komplette Osteoneogenese zu induzieren.

 

Summary:
In severe atrophy of the maxillary alveolar ridge a sinus elevation procedure is often the only successful therapeutic concept ensuring stable bony fixation of subsequently placed dental implants. The application of osteoinductive biomaterials such as the "bone-inducing protein complex" (BIC) used in this study is a promising approach. It produces substantial quantities of new bone which are then available for implant placement. In this study a porcine experimental model was designed to assess the efficacy of BIC under the condition of a modified sinus elevation technique. Histology of the BIC-generated volume 8 weeks after surgery showed a newly formed mass of lamellar bone in the lower part of the sinus. No side effects of this treatment were observed.


(Stand: 01.01.1996)

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