Orale Rehabilitation von Patienten nach Oberkieferteilresektion mit dentalen Implantaten und Obturatorprothesen*

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ZZI 01/1996, 43-9

Orale Rehabilitation von Patienten nach Oberkieferteilresektion mit dentalen Implantaten und Obturatorprothesen*

Wächter R, Stoll R, Seh Ull W

Zusammenfassung:
Nach tumorbedingter Resektion im Bereich des Oberkiefers sollte zur Verbesserung der Kau-, Schluck- und Sprachfunktion möglichst rasch nach der Operation eine funktionelle Rehabilitation angestrebt werden. Die Obturatorprothese stellt hierbei eine altbewährte Methode dar. Durch Retention an den Restzähnen und/oder osseointegrierten Implantaten kann diese sicher verankert werden. Erfolgte die Insertion der Implantate simultan mit der Tumorresektion, kann eine frühe orale Rehabilitation erzielt werden. Bei diesen oft multimorbiden Patienten sind aufwendigere gefäßgestielte Rekonstruktionen sehr kritisch abzuwägen. Ein Tumorrezidiv kann durch die einfache Entfernung der Obturatorprothese sehr früh entdeckt werden. Auch bei Verwendung von Implantaten kann das Tumorlager—falls erforderlich— nachbestrahlt werden. In der postoperativen Phase ist sehr sorgfältig auf eine ausreichende Mundöffnung zu achten. Die beschriebenen Beobachtungen stützen sich auf Erfahrungen bei 9prospektiv im Durchschnitt über 2 fahre verfolgten Patienten mit einer implantat-retinierten Obturatorprothese.

 

Summary:
Functional rehabilitation with dental implants after tumor resection in the maxilla should be initiated as soon as possible to improve the patients' quality of life, especially chewing, swallowing, and speech. This may be particularly beneficial for patients with a poor prognosis. The insertion of an obturator prosthesis is a well-established method for this purpose, however, long-term anchorage of the prosthesis often becomes a problem. Secure retention can be accomplished on the remaining teeth and/or osseointegrated implants. If tumor resection and implant insertion are performed in the same procedure, early oral rehabilitation can be achieved. The use of elaborate microsurgical transplants should be considered rather cautiously. The health conditions in many patients do not favour these sophisticated and time-consuming surgical techniques. Tumor-recurrence can be controlled easily, when the obturator prosthesis is removed. If necessary, the tumor bed can still be irradiated. Postoperatively, it is important to maintain a sufficiently wide mouth opening which allows insertion of the prosthesis without difficulties. The presentation is based on a prospective evaluation in 9 patients wearing an implant-retained obturator prosthesis. On an average, the follow-up period was about 2 years.


(Stand: 01.01.1996)

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