Zur Morphologie teil- und unbezahnter Oberkiefer. Eine computertomographische Analyse

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ZZI 01/1998, 35-9

Zur Morphologie teil- und unbezahnter Oberkiefer
Eine computertomographische Analyse

Tetsch J, Tetsch P, Koestner S, Pfannenstiel W

Zusammenfassung:
Bei 100 Patienten mit reduzierter Oberkieferbezahnung und der Frage nach implantologischer Versorgung wurden Computertomogramnie angefertigt und im PC ausgewertet. Die Untersuchung erfolgte im SIM/Plant-Programm und umfaßte die Analyse des quantitativen und qualitativen Knochenangebotes sowie die Beurteilung der Kieferhöhlen. Folgende Ergebnisse wurden ermittelt: 1. Das transversale Knochenangebot im Oberkieferseitenzahngebiet ist in der Regel für eine Implantation - auch für die Verwendung großvolumiger Implantate - ausreichend. 2. Nur in den seltensten Fällen ist das vertikale Knochenangebot hinreichend vorhanden. ,3. Die Knochenqualität in Form der Knochendichte ist im Seitenzahnbereich wesentlich ungünstiger als in der Front, so daß eine Primärstabilität der Implantate oftmals fraglich ist - besonders dann, wenn gleichzeitig nur ein geringes vertikales Knochenangebot vorliegt. 4. Die hohe Anzahl pathologischer Kieferhöhlenveränderungen kann Probleme hei der intakten Elevation der Kieferhöhlenschleimhaut mit sich bringen. Dies gilt auch für anatomische Varianten in Form von Septierungen der Kieferhöhle, die beim operativen Vorsehen berücksichtigt werden müssen.
 

 

 

Summary:
In this study of 100 patients with partially or completely edentulous upper jaws, who were referred to us as potential candidates for implant treatment, CT scans were obtained and computeranalyzed. The analysis was carried out using the SIM/Plant software program and included an assessment of the bone volume and quality as well as of the maxillary sinuses.

The following results were found:

1. In the posterior maxilla the horizontal bone volume is usually large enough to accommodate implants, including wide ones. 2. It is only in most rare cases that the vertical hone volume is adequate.

3. Bone quality in terms of bone density is considerably less favorable in the posterior than in the anterior upper jaw, and thus the primary stability of implants placed there is often doubtful. This is particularly true when there is also a reduced vertical bone volume.

4. The great number of pathologically involved sinuses may create problems when attempts are made to elevate the sinus mucosa without perforating it. This equally applies to the presence of a septum in the sinus that has to be taken into account during surgery.

 

 


(Stand: 01.01.1998)

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