Evaluation von Frialit-2-Implantaten nach Augmentation mit e-PTFE-Membranen*

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ZZI 01/1999, 19-25

Evaluation von Frialit-2-Implantaten nach Augmentation mit e-PTFE-Membranen*

M. Lorenzoni, C. Pertl, R. Polansky, K. Penkner, W.A. Wegscheider

Zusammenfassung:
Ziel dieser Studie war es, klinische und radiologische Parametervon Frialit-2-Stufenschrauben, welche in Kombination mit nicht-resorbierbaren Augmentationsmembranen aus expandiertem Polytetrafuoräthylen (e-PTFE, Gore-tex) inseriert wurden, zu untersuchen. 46 Implantate wurden mit einer Standard-Gore-tex-Membran behandelt, 45 mit einer titanverstärkten Gore-tex Membran. Als Füllmaterial wurden sowohl autologer Knochen als auch bovine, deproteinisierte Knochenmatrix (Bio-Oss) eingesetzt. Die Ergebnisse zum Zeitpunkt der Eröffnungsoperationdemonstrierten, dass die Membrantechnik zu einem statistisch signifikanten Knochengewinn um freiliegende Implantatoberflächen führen kann. Der mittlere Knochengewinn betrug 84% bei Anwendung der Standard-Membran (GTAM) und 81 % bei Applikation der titanverstärkten Membran (TR-GTANI). Nach 24 Monaten konnten modifizierte parodontale Parameter von 85 der 91 inserierten Implantate bei 59 Patienten erhoben werden. Die mittlere Sondierungstiefe betrug 2,6 mm (± 0,7), 96,5% der untersuchten Stellen waren <- 4 mm tief. In 49% resultierte eine Blutung auf Sondierung (BOP). Die Periotest-Werte nach 6 (Median: -3) und 24 Monaten (Median: -3) wiesen auf stabile knöcherne Verhältnisse hin. Die Evaluation des radiologischen Knochenniveaus nach 6, 12 und 24 Monaten ergab einen koronalen Knochendefekt von 0,93, 1,36 und 1,51 mm mit einem Maximum von 4 mm. Die Daten der vorliegenden Untersuchung zeigen, daß e-PTFE-Membranen zu einer voraussagbaren Defektregeneration um Implantate beitragen und daß die periimplantären Gewebe dieser Implantate nach 24 Monaten dieselbe Stabilität wie diejenigen um Implantate in ausreichendem ortsständigen Knochen aufweisen.



 

Summary:
In this clinical study, augmentation membranes made of expanded polytetrafluoroethylene (e-PTFE, Gore-tex) were tested for their osteopromotive potential. 46 implants were augmented with Goretex membranes, 45 cases with titanium reinforced Gore-tex membranes. The results showed that bone repair is significantly improved by the use of membrane techniques. The average rate of bone regeneration with non-resorbable membranes was 84% (GTAM) and 81% (TR-GTAM) with a mean of 82%. All implants were functioning well 24 months after insertion. Modified periodontal data of 85 implants in 59 patients were recorded at 24 months and indicated no difference to implants placed in sufficient pristine bone. The mean plaque score (mPlI) was 0.29, 74% of the sites showed no plaque. The sulcular probing depth ranged from 1 to 7 mm with a mean of 2.6 mm (SD ± 0.8). 96.5% of the sites were 54 mm deep, in 49% of them probing resulted in bleeding. Periotest values 6 and 24 months (mean: -3.4 and-3.4) after placement revealed stable periimplant conditions and sustained osseointegration. The radiographic evaluation performed 6, 12 and 24 months post insertion yielded a mean bone loss of 0.93, 1.36 and 1.51 mm ranging from 0 and 4 mm. The study showed that barrier membranes represent a valid technique for the treatment of peri-implant defects. The short-term results demonstrated stable periimplant conditions two years after membraneprotected osseous regeneration.


(Stand: 01.01.1999)

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