Titanfolien zur Behandlung periimplantärer Knochendefekte

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ZZI 01/2000, 17-23

Titanfolien zur Behandlung periimplantärer Knochendefekte

A. Gaggl, G. Schultes

Zusammenfassung:
Resorbierbare Membranen bieten häufig keine ausreichende Stabilität zum vollständigen Ausgleich periimplantärer Defekte im Rahmen von membrangeführten Knochenregenerationstechniken. In dieser Studie wurde der Einsatz von Titanfolien zur Behandlung periimplantärer Knochendefekte untersucht. Weiterhin werden die Vor und Nachteile der titanfoliengeführten Knochenregeneration diskutiert. Bei 42 periimplantären Defekten an Schraubenimplantaten wurde eine Rekonstruktion defizitärer Alveolarfortsatzanteile unter Verwendung von Titanfolien and einem Gemisch ans autologem Knochen mit einem gefriergetrockneten allogenen Knochenersatzmaterial durchgeführt. Es erfolgte eine klinische and radiologische Verlaufskontrolle nach 3, 6 and 12 Monaten. Die Freilegung and anschließende prothetische Versorgung der lmplantate erfolgte 6Monate postoperativ.

5 von 42 Folien mussten frühzeitig entfernt werden. In Gesamtheit konnte ein durchschnittlicher vertikaler Knochengewinn von 4,2 mm erzielt werden. In 37 Fällen konnte der Knochengewinn von 96% der optimalen Augmentationshöhe erreicht werden. Mit Ausnahme eines Patienten zeigten alle Patienten mit Erhalt der Folie reizlose periimplantäre Verhältnisse 12 Monate postoperativ. Durch die titanfoliengeführte Knochenregeneration konnte in ca. 90% der Fälle ein sehrgutes augmentatives Ergebnis erzielt werden. Wie bei anderen stabilen Folien führt auch bei Titanfolien das sekundäre Freiliegen der Folie zu einer Gefährdung des Behandlungserfolgs.



The use of titanium barriers in the treatment of periimplant bone defects.

Summary:
Resorbable membranes frequently lack the stability required for complete repair of deep periimplant bone defects. Ibis paper describes the use of titanium barriers fbr the augmentation of deficient alveolar ridge bone around dental implants and discusses the benefits and limitations of the titanium guided bone regeneration technique.

Forty five patients with deep intrabony defects around implants were treated with titanium barrier guided bone regeneration. A mix of autogenous bone and freeze dried allograft was .used.för augmentation. Clinical and radiographic controls were performed at 3, 6 and 12 months of surgery.

Five barriers had to be removed prematurely. In the other 37 patients a mean gain of 4.2 mm in bone height was achieved at 12 months postoperatively. The loss of augmented bone height as compared to the immediatelypostoperative situation was only 4%0. All these patients showed bealthy gingival and periimplant soft tissues.

In conclusion, the titanium barrier guided bone regeneration technique resulted in very good augmentation in 88% of thepatients. The main problem observed with the titanium barriers was exposure and infection at 6 weeks of surgery.



(Stand: 01.01.2000)

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