Die autogene Zahntransplantation retinierter Eckzähne nach Sarkombehandlung

, , , , ,

ZZI 01/2000, 11-6

Die autogene Zahntransplantation retinierter Eckzähne nach Sarkombehandlung

F. Kloss, S. Schultze-Mosgau, J. Wiltfang, P. Kessler, U. Hirschfelder, F.W. Neukam

Zusammenfassung:
Bei ,frühkindlichen Sarkomen des Oberkiefers kommt es nach systemischer Chemo und Strahlentherapie häufig zu einem verkürzten Wurzelwachstum and Zahnretentionen. Nach erfolglosem Versuch einer kieferorthopädischen Einordnung nach chirurgischer Freilegung stellt die autogene Zahntransplantation eine therapeutische Alternative zur Einzelzahnimplantation dar. Die Eignung dieses Verfahrens bei Patienten nach Radio Chemotherapie bei frühkindlichen Sarkomen sollte im Vergleich zu Patienten ohne Tumorerkrankung gezeigt werden. 5 autogene Zahntransplantationen retinierter Eckzähne wurden durchgeführt. Davon waren 2 Zähne palatinal und 3 Zähne vestibulär verlagert.

Ein Zahn mit verkürztem Wurzelwachstum wurde nach 8 Wochen aufgrund von Resorptionen entfernt. Die übrigen 4 Zähne waren nach 6Monaten kaufunktionell belastbar und wiesen eine knöcherne Einheilung auf. Alle Zähne bildeten erneut einen Parodontalspalt aus. Des Weiteren reagierte ein Zahn nach 3 Monaten positiv bei der Vitalitätsprüfung, wobei in diesem Fall eine Radio und Chemotherapie vorausgegangen war. Die chirurgische Einordnung durch eine autogene Zahntransplantation erwies sich auch bei Patienten mit einem verkürzten Wurzelwachstum nach vorausgegangener Radio und Chemotherapie bei geeigneter Indikationsstellung als ein sinnvolles, alternatives Therapiekonzept zur Einzelzahnimplantation.



Autogenous transplantation of impacted cuspids following treatment for sarcoma of the upper jaw as an alternative to single tooth implants.

Summary:
Systemic chemotherapy and irradiation for infantile sarcoma of the upper jaw may result in arrested root development and impaction of teeth. If orthodontic alignment after surgical exposure of such teeth fails, autogenous tooth transplantation represents a therapeutic alternative to single tooth implants. This paper intends to demonstrate the usefulness of this treatment method in patients with a history of irradiation and chemotherapy,for infantile sarcoma as compared to patients without tumor disease.

Five autogenous transplantations of impacted cuspids were performed. Two of these teeth were palatally, one labially displaced. One tooth with incomplete root development had to be removed after 8 weeks due to resorption and loosening. The four remaining teeth could befunctionally loaded after 6months showing bony integration. All teeth exhibited periodontal regeneration. Furthermore, one tooth that had previously been treated with irradiation and chemotherapy showed regeneration of sensory pulp ,function. Carefulpatientselectionprovided, autogenoustooth transplantation was, found to be a useful treatment alternative to single tooth implants inpatients with arrested tooth root growth after irradiation and chemotherapy.



(Stand: 01.01.2000)

DGI Nachrichten aktuell

Implantieren in Zeiten von Corona? 
Der Präsident der DGI, Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz mit einem Statement

zum Statement Prof. Grötz

Aktuelle Ausgabe 2/2020

Im Fokus

  • CMD: Implantatprothetische Therapie
  • Zahnimplantate bei Diabetes mellitus
  • Zirkonoxid in Einzelzahnlücken

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen