Untersuchungen zur Prirnärstabilitaft von Dentalimplantaten

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ZZI 01/2000, 33-9

Untersuchungen zur Prirnärstabilitaft von Dentalimplantaten

H. Bade, Y. Günes, J. Koebke

Zusammenfassung:
Von besonderer Bedeutung ist für die Integration von Unterkieferimplantaten der Primärkontakt zwischen Implantatoberfläche and Alveolarknochen, der sowohl von der Oberflächenbeschaffenheit des Implantates als auch von den topographischen and morphologischen Besonderheiten des Implantatbettes beeinflusst wird. Es ist allgemein bekannt, dass hinsichtlich der Verteilung von kompaktem und spongiösem Knochen deutlich differenzierte Regionen der Maxilla and der Mandibula existieren, die unter Berücksichtigung der wirkenden Kaukräfte unterschiedliche Belastungen der enossalen Implantate hervorrufen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die morphologischen Grundlagen einer möglichst frühzeitigen Belastung des Implantates für die Einheilung von Dentalimplantaten zu beleuchten. Im Vordergrund der Untersuchung steht dabei das Kontaktverhalten zwischen Implantatoberfläche and Knochen.

Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse zeigen, dass ein großer Teil der hier untersuchten Implantate einen Knochenkontakt von mehr als 50% ihrer Gewindeoberfläche aufweist. Dabei werden die interindividuellen Unterschiede hinsichtlich der gewindespezifischen Kontaktflächen vor allem durch die individuelle Ausprägung des mandibulären Implantatlagers beeinflusst. Die Auffassung, dass eine sofortige funktionelle Belastung des Implantates generell zu Mikrobewegungen führt, die eine Bindegewebseinscheidung nach sich ziehen können, kann daher nicht übernommen werden.

Studies on the primary stability of dental implants.

Summary:
The primary contact between implant surface and alveolar bone, influenced as much by the implant surface properties as the topographical and morphological specifics of the implant bed, is of major importance,for the integration of implants in the mandible. It is commonly understood that the mandible and the maxilla exhibit regions of differential compact and cancellous bone distribution. Considering the various _ forces of mastication this results in different load distributions on endosseous implants. The objective of this study was to illuminate the morphological basis of an earliest possible implant loading,for the healing of dental implants. The study, focussed on assessing the implant surface/ bone contact area. The results show that a large part of the implants studied have bone contact to more than 50% of the screw thread surface area. Interindividual .differences between the thread specific contact areas are.found to depend mainly on the specific condition of the bony implant bed in the mandible. The general view that immediate functional loading of the implants invariably generates micromobility, which in turn may result in softtissue encapsulation of the implant, cannot be shared.


(Stand: 01.01.2000)

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