Methodologische Bewertung der Ermittlung des Knochenabbaus bei IMZ-Implantaten*

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ZZI 01/2001, 17-21

Methodologische Bewertung der Ermittlung des Knochenabbaus bei IMZ-Implantaten*

B. Marre, M. Walter, U. Eckelt

Zusammenfassung:
Die Erfolgsbewertung eines Implantates setzt die metrische Erfassung des Knochenabbaus voraus. Die 1995 von Gomez-Roman et al. [9] für die gängigsten Implantatsysteme aufgestellten Messvorschriften beinhalten die Subtraktion konstruktiv als extraossär vorgesehener Implantatabschnitte vom gemessenen Knochenabbau. Der von einem röntgenologisch erkennbaren Referenzpunkt aus gemessene Knochenabbau wird um diesen Betrag verringert. Die in praxi relativ großen Schwankungen der Insertionstiefe werfen die Frage auf, in weichen Größenordnungen dabei Fehlbeurteilungen des tatsächlich abgelaufenen Knochenabbaus auftreten bzw. inwieweit derartige Messvorschriften bei Querschnittsstudien geeignete Instrumente darstellen. Bei 27 im Unterkiefer zahnlosen Patienten mit 2 interforaminalen IMZ Implantaten in der Eckzahnregion und Steggelenk-Prothesen wurde der vertikale Knochenabbau an 54 Orthopantomogrammen zum Zeitpunkt der Freilegung und 2 Jahre danach gemessen. Fünf Auswertungsmodelle wurden erstellt, die den polierten Anteil des Implantates in unterschiedlicher Weise berücksichtigten. Es konnte gezeigt werden, dass bei einer Beobachtungsdauer von zwei Jahren die Auswertungsmethode einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung des Knochenabbaus hat. Maximale Knochenabbauwerte wurden bei reiner Differenzbildung zwischen Ausgangs- und Zweijahreswerten ohne Abzug des konstruktiv extraossären Anteils ermittelt. Diese Methode wird bei longitudinalen Untersuchungen empfohlen. Stehen keine Ausgangswerte zur Verfügung, kann im Rahmen einer Querschnittsauswertung die Methode nach Gomez-Roman et al. [9] angewandt werden, um einen Orientierungswert zu erhalten.

Methodological appraisal of bone loss measurement in IMZ implants

Summary:
. Analyses of implant success or failure must be based on measurements of bone loss. The guidelines developed by Gomez-Roman et al. [9] for measuring bone loss around the most commonly used implant systems require that those surfaces of the implant that are designed to be outside the bone be subtracted from the amount of vertical bone loss measured from a radiographic reference point. Since, in practice, the depth of implant insertion is subject to great variability, the true amount of bone loss may be miscalculated, and thus the value of these guidelines in cross-sectional studies might be questioned. This study included 27 patients each treated with a bar-retained overdenture on 2 interforaminal IMZ implants in the edentulous mandible. Vertical bone loss was measured on a total of 54 OPGs obtained at the time of implant exposure and at 2 years. Five different models were used to calculate bone loss accommodating for the polished implant surfaces to varying degrees. The results showed that the calculation method used had considerable impact on the bone loss values obtained after two years. Maximum bone loss was assessed by calculating the difference between the bone levels measured at implant exposure and at two years, whithout any subtractions made to compensate for the polished implant surfaces. This is the recommended method for longitudinal studies. In the absence of baseline data the method published by Gomez-Roman et al [9] may provide some orientation within a cross-sectional study.


(Stand: 01.01.2001)

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