Zum Titangehalt von Geweben nach Laser-assistierter Implantatdekontamination

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ZZI 01/2001, 22-9

Zum Titangehalt von Geweben nach Laser-assistierter Implantatdekontamination

H. Deppe, H. H. Horch, H. Greim, T. Hiermer, J. Henke, S. Wagenpfeil, K. Donath

Zusammenfassung:
In der vorliegenden Studie wurde der Titangehalt verschiedener Organe nach C02-Lasergestützter Therapie periimplantärer Defekte untersucht. Hierzu wurden 6 Beagle-Hunden je Unterkieferhälfte 5 Frialit 2-Implantate inseriert. An den 3 Monate später osseointegrierten Implantaten wurde mit Seidenligaturen eine Periimplantitis induziert. Nach Bildung von Mukoperiostlappen wurden 4 Kieferseiten (20 Implantate) konventionell mit einem Pulver-Wasserstrahl-Gerät behandelt, während bei weiteren 4 Kieferseiten (20 Implantate) eine rein Laser-assistierte Dekontamination erfolgte. Die restlichen 4 Kieferseiten (20 Implantate) erhielten eine Kombination aus konventioneller Dekontamination und Laserbestrahlung. Bei allen Tieren ergab sich 4 Monate später der höchste Titangehalt im Milzgewebe, gefolgt von Leber, Maulschleimhaut, regionären Lymphknoten, Lunge und Niere. Wurde auf beiden Kieferseiten eine Laserbestrahlung durchgeführt, so resultierten in den parenchymatösen Organen keine höheren Werte als bei nur einseitiger Bestrahlung. Die gemessenen Titangehalte lagen unter den aus der Literatur bekannten Werten. Nach Laser-assistierter Implantatdekontamination ist dementsprechend keine erhöhte Organbelastung mit Titan zu ermitteln.

Titanium deposition in tissues after CO2 laser-assisted pedimplant case

Summary:
. The aim of the present study in 6 beagle dogs was to assess the titanium concentrations in various tissues after a laser-assisted periimplant care with the C02 laser. The dogs received on both sides 5 plasma coated implants. After osseointe gration and second stage surgery, a pedimplantitis was induced by ligatures for 12 weeks. Full-thickness flaps were raised and the following treatment modalities were assigned: Conventional decontamination (Group 1, 20 implants), laser-assisted decontamination (Group 2, 20 implants), combination of conventional decontamination and laser-therapy (Group 3, 20 implants). Four months later, lungs, liver, kidney, spleen, oral mucosa and cervical lymph nodes were evaluated by histological and chemical means. The quantitative results indicated that titanium is accumulated especially in spleen and liver, followed by oral mucosa, cervical lymph nodes, lung and kidney. Comparing the literature, the measured concentrations did not exceed the known data. Therefore, the laser assisted therapy of ailing implants seems to have no adverse effects on the titanium concentrations of tissues.


(Stand: 01.01.2001)

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