Die vertikale Osteodistraktion -eine Methode der Regeneration des Alveolarkammes*

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ZZI 01/2001, 42-6

Die vertikale Osteodistraktion -eine Methode der Regeneration des Alveolarkammes*

K. Langowsky, U. Eckelt, M. Walter

Zusammenfassung:
Eine neue effektive Therapie zur Erhöhung des Alveolarfortsatzes ist die vertikale Osteodistraktion. Mit ihr ist es möglich, zwischen den distrahierten Segmenten neuen Knochen zu gewinnen. In unseren Untersuchungen kamen submuköse extraossäre Distraktoren im Mini- und Mikroplattendesign der Fa. Martin Medizintechnik GmbH, entwickelt von der Kölner Arbeitsgruppe, zur Anwendung. Die vertikale Distraktion wurde bisher bei 7 weiblichen Patienten mit einem Durchschnittsalter von 55,3 Jahren im Unterkiefer aufgrund von Alveolarfortsatzatrophie und nach Rekonstruktion eines tumorbedingten Defektes mit einem freien Beckenkammtransplantat durchgeführt. Dabei ist es bei 6 Patienten zur erwarteten Knochenneubildung im Distraktionsspalt gekommen. In einem Fall war ein Verlust des osteotomierten Knochens aufgrund von Wundheilungsstörungen bei Diabetes mellitus zu verzeichnen. Wesentliche Vorteile der vertikalen Distraktion gegenüber der freien Knochentransplantation sind, dass keine Knochenentnahme notwendig und somit die Gesamtmorbidität geringer ist. Daneben kommt es zu einem deutlichen Weichgewebsgewinn von Alveolarfortsatz- und Vestibulumschleimhaut.

Vertical osteodistraction - a method of regeneration of the alveolar ridge

Summary:
A new effective therapy for the elevation of the alveolar process is vertical osteodistraction. It allows the formation of new bone material between the distracted segments. Submucosal extraosseous distractors of the mini and microplate type made by Martin Medizintechnik GmbH which were developed by the Cologne working group were used in our studies. Vertical distraction has been performed in 7 female patients with an average age of 55,3 years. It was performed in the mandible due to an atrophy of the alveolar process and after reconstruction of a tumour-induced defect using a free iliac crest transplant. The expected bone regeneration in the distraction gap was found in 6 patients. In 1 case, a loss of the osteotomized bone due to impaired wound healing caused by diabetes mellitus was seen. A fundamental advantage of the vertical distraction over the free bone transplantation is that bone havesting is not required, resulting in a lower overall morbidity. In addition, there is a marked formation of the mucosa of the alveolar process and vestibulum.


(Stand: 01.01.2001)

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