Vater und Tochter gemeinsam am Start

DGI-Steinbeis-Masterstudiengang „Orale Implantologie“

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Traditionell mit einer Festveranstaltung endet jeweils der zurückliegende Masterstudiengang – und startet zugleich der neue. Diesmal gab es eine Besonderheit: Ein Zahnarzt und seine Tochter, ebenfalls Zahnärztin, standen gemeinsam auf dem Treppchen und stellten sich als Teilnehmer des nun beginnenden 10. Studiengangs vor.

Zuvor gab es großen Beifall für die erfolgreichen Absolventen des 8. Master-Studiengangs „Orale Implantologie“ der Steinbeis Universität in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) und der Semmelweis Universität, Budapest. 32 Zahnärzte und drei Zahnärztinnen waren im Jahr 2008 in Frankfurt an den Start gegangen, alle haben sowohl die nebenberufliche Ausbildung, die von vielen als anspruchsvoll bezeichnete Master-These und auch die mündliche Prüfung gemeistert. Ein schönes Konzept: Die fertigen Master of Science richten in ihren Dankesworten bei der Zertifikatsübergabe auch gute Wünsche an die nächste Gruppe. Hier wurde deutlich, dass neben allen fachlichen und durchaus auch zeitlichen Anforderungen der Spaß an gemeinsamen Arbeiten und Erlebnissen nicht zu kurz kam. Die Studiengruppe hat enge Verbindungen untereinander geknüpft und beteiligt sich über das Master-Netzwerk auch am Mentoring-Programm für die neuen Teilnehmer. Ihre Empfehlung: „Suchen Sie sich möglichst bald einen Betreuer und vor allem: Fangen Sie gleich an!“ Als besonders spannend gelobt wurde nicht zuletzt das Auslandsmodul, das sehr intensiv und motivierend gewesen sei. Prof. Dr. Günter Dhom, Ludwigshafen, Direktor des Masterstudiengangs: „Wir waren von der Qualität der eingereichten Master-Thesen außerordentlich beeindruckt, und es zeigt sich: Das Niveau steigt von Jahr zu Jahr.“ Ein rundes Bild über die globale Wirtschaftsentwicklung und ihre Auswirkungen auf Deutschland bis zum Blick auf die Zahnarztpraxis vermittelte der Ehrenkurator der Steinbeis-Stiftung, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Johann Löhn: „Man kann nicht aus Studenten gleich ‚Unternehmer’ machen – das muss man lernen.“ Für die fertigen und die beginnenden Studienteilnehmer gleichermaßen interessant waren auch die Grußworte des DGI-Präsidenten Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden: „Der Bedarf kommt aus der Praxis“, sagte er und betonte, dass die DGI gern zur Abschluss- und Startfeier gekommen sei. Als Partner für den Master-of-Science-Studiengang in Kooperation mit der DGI habe sich keine staatliche Hochschule qualifiziert.

Vater und Tochter – und ihre neuen Studienkollegen

Eine spannend gemischte neue Gruppe gehe jetzt in den 10. Studiengang, sagte Prof. Dr. Dhom und ließ die neuen Teilnehmer sich selbst vorstellen. Dabei zeigten sich auch verschiedene familiäre Hintergründe wie Schweiz, Kolumbien und Türkei. Während vielfach das erfolgreich absolvierte DGI-Curriculum Anlass war, noch eine weitere Qualifikationsebene zu erreichen, hatte ein eher junger Teilnehmer seine persönliche Geschichte: „Ich war schon Student bei Professor Yildirim und möchte ihn einfach wieder als Dozent erleben!“ Prof. Dr. Murat Yildirim ist als Fortbildungsreferent der DGI ebenso wie seine Kollegen im DGI-Vorstand sowie eine ausgewählte Gruppe an renommierten Wissenschaftlern und Praktikern im Team der Master-Referenten. Viel Beifall erhielt auch die erfrischende Position eines eher älteren Zahnarztes: „Ich wollte einfach noch mal wieder Student sein und mich jung fühlen!“ Vielleicht hat auch Dr. Rüdiger Blanke, 58, Oyten bei Bremen, so ähnlich gefühlt. Vor acht Jahren hatte er das DGI-Curriculum absolviert und schon einige Zeit darüber nachgedacht, auch den Masterstudiengang zu machen: „Der letzte Kick kam dann von meiner Tochter.“ ZÄ Vivien Blanke, 26, hatte ihrem Vater schon lange beim Implantieren zugeguckt, dann selbst implantiert und, wie sie sagt: „Blut geleckt. Ich wollte das richtig fundiert lernen. Und wenn, dann von den Besten!“ Sie sei beeindruckt, dass bei diesem Studiengang auch ehrlich eigene Misserfolge vorgestellt würden, um gezielt daraus zu lernen. „Ich will eben profund implantieren – und freue mich auf die Tipps und Tricks der großartigen Referenten!“

B. Dohlus, Berlin


(Stand: 19.06.2015)

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