Piezochirurgie in der Zahnmedizin

T. Vercellotti, Quintessenz Verlag, Berlin 2011, ISBN 978–3–86867–042–4, Hardcover, 136 Seiten, 350 Abb., 98,00 €

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T. Vercellotti, Quintessenz Verlag, Berlin 2011, ISBN 978–3–86867–042–4, Hardcover,
136 Seiten, 350 Abb., 98,00 €

Vor zirka 10 Jahren erschienen wichtige Publikationen von
Tomaso Vercellotti, in denen er die in den Grundlagen der Methode bereits beschriebene Technik der Knochenpräparation mittels hochfrequenten Ultraschalls modifizierte und für den klinischen Einsatz beschrieb. Das von ihm (mit-)entwickelte Gerät nannte er „Piezosurgery“. In der Folge dieser und anderer Publikationen hat sich in den letzten Jahren eine spürbare Ausweitung des operativen Einsatzes sowohl bezogen auf die Indikationen, als auch bezüglich des Verbreitungsgrades in Praxen, Zentren und Kliniken entwickelt.

Aus der Feder desselben Autors stammt ein Handbuch, das in 4 Abschnitten einen Überblick über den derzeitigen Stand und zukünftige
Perspektiven der Piezochirurgie darlegt. In der Einleitung (Abschnitt 1) werden in zwei Kapiteln, gestützt auf eine allgemeine Literaturrecherche zum Thema Ultraschallchirurgie des Knochens, im Schwerpunkt die Geschichte der Geräte-Entwicklung des Autors und die methodischen Eigenschaften des Mectron-Piezosurgery dargelegt. Der zweite Abschnitt (Technologie und Chirurgie) vermittelt die allgemeinen Besonderheiten der Piezochirurgie gegenüber konventioneller Knochenpräparation und legt die Grundlagen piezochirurgischer OP-Protokolle dar.

Im dritten Abschnitt beschreibt der Autor an 5 typischen und wichtigen Indikationen (Zahnextraktion, Kronenverlängerung, Alveolarkammexpansion, Sinusbodenaugmentation, Knochentransplantation), unterstützt durch instruktive Schemazeichnungen und viele klinische, intraoperative Bilder, das piezochirurgische Vorgehen und die Vorteile gegenüber konventioneller Präparation. Text und Bebilderung vermitteln Step-by-step im Sinne einer Operationslehre die Anwendung der Methode. Tabellarisch wird begleitend Unterschied und Vorteil der Piezochirurgie vermittelt.

Der vierte Abschnitt (Neue Konzepte und neue piezoelektische Operationsverfahren) widmet sich in seinem ersten Kapitel einer Modifikation bestehender Klassifikationen von Knochenqualitäten (unter Einbezug sowohl der Spongiosadichte, als auch der Kortikalis-
dicke), die als Voraussetzung für spezielle piezochirurgische Techniken angesehen wird.

Als neue Operationsverfahren stellt der Autor in den beiden letzten Kapiteln des Buches einerseits die Implantatbettaufbereitung, andererseits eine kieferorthopädische Mikrochirurgie, jeweils unter Anwendung des Mectron-Piezosurgery dar. Erneut werden durch Schemazeichnungen und viele intraoperative Bilder, sowie tabellarische Gegenüberstellung konventioneller und piezochirurgischer Technik die Besonderheiten und Vorteile der Methode verdeutlicht und gleichzeitig dem Leser als Operationsanleitung nahe gebracht.

Das Handbuch stellt keinen Vergleich des Mectron Piezosurgery mit anderen Anbietern am ultraschallchirurgischen Markt her. Dies war ganz offensichtlich auch nicht Ziel des Handbuches. Vielmehr konzentriert es sich auf die Gegenüberstellung des Mectron-Piezosurgery zur konventionellen Chirurgie in wichtigen und innovativen Indikationen. Die Abschnitte sind didaktisch gut gegliedert und sehr gut durch reichhaltige und qualitativ hochwertige Abbildungen illustriert. Für jeden Chirurgen, der sich für die Anwendung der Ultraschallchirurgie bei dentoalveolären, oralchirurgischen, implantologischen u. a. Eingriffen interessiert, stellt das Handbuch eine Bereicherung dar. Für spezielle Eingriffe kann es im Sinne einer OP-Lehre direkt zur Vorbereitung dienlich sein. Das Handbuch ist deshalb für den Kreis der Interessierten nachdrücklich zu empfehlen.

Knut A. Grötz, Wiesbaden


(Stand: 21.03.2012)

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