Mit Optimismus in die Zukunft

Neuer DGI-Vorstand

PDF

Seit dem 30. November 2012 hat die Deutsche Gesellschaft für Implantologie einen neuen Vorstand. Geführt wird die mit 7.800 Mitgliedern größte wissenschaftliche implantologische Fachgesellschaft
Europas nun für die nächsten drei Jahre von dem Oralchirurgen Dr. Gerhard Iglhaut aus Memmingen. Nach der Wahl blickt der neue DGI-Präsident optimistisch in die Zukunft. „Forschung schafft Wissen – Wissen schafft Zukunft“ lautet das Credo von Dr. Iglhaut für seine dreijährige Amtszeit.

 

Der neue Präsident der DGI, der Memminger Oralchirurg Dr. Gerhard M. Iglhaut, stand bei der Mitgliederversammlung am 30. November 2012 in Bern bereits fest. Das Amt des Vizepräsidenten, das Dr. Iglhaut bislang innehatte, ist bei der DGI, wie bei vielen wissenschaftlichen Fachgesellschaften, die Position des „President elect“, also des designierten Präsidenten.

Zum Vizepräsidenten wählte die Mitgliederversammung im Rahmen der 6. Gemeinschaftstagung der drei deutschsprachigen implantologischen Fachgesellschaften (DGI, ÖGI und SGI) den bisherigen Schriftführer Prof. Dr. Frank Schwarz von der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie an der Universität Düsseldorf. Er wird damit ab Ende 2015 das Amt des Präsidenten von Dr. Iglhaut übernehmen.

Neu im Vorstand ist Prof. Axel Zöllner aus Witten, der auf das Amt des Schriftführers berufen wurde. Im Amt des Schatzmeisters bestätigt wurde
Dr. Karl-Ludwig Ackermann aus Filder-
stadt.

Der erweiterte Vorstand der DGI besteht aus dem Past-Präsidenten, dem Fortbildungsreferenten und dem Pressesprecher. Der bisherige Präsident, Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, wird dem erweiterten Vorstand als Past-Präsident angehören. Prof. Dr. Günter Dhom, Ludwigshafen, wurde zum Fortbildungsreferenten der Gesellschaft gewählt. Im Amt bestätigt wurde der Pressereferent Prof. Dr. Germán Gómez-Román von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Zentrum für ZMK-Heilkunde der Universität Tübingen.

In der „Champions League der Implantologie“

Wie Dr. Iglhaut betonte, baut die DGI auf drei erfolgreichen Jahren unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel, auf. „Hier ist in erster Linie die Leitlinienarbeit zu nennen, die mein Vorgänger initiiert und mit
15 Fachgesellschaften und Verbänden sowie in Zusammenarbeit mit der DGZMK und der AWMF umgesetzt hat“, sagt Dr. Iglhaut. Damit habe Prof. Hendrik Terheyden die DGI international in der „Champions League der Implantologie“ fest etabliert.

„Als große Gemeinschaft und größte wissenschaftliche Gesellschaft Europas auf ihrem Gebiet ist die DGI in der Lage, durch die Zusammenarbeit von Forschern und Praktikern Wissen zu schaffen und Expertise verfügbar zu machen“, erklärt der neue DGI-Präsident. „Davon profitieren unsere Mitglieder, indem sie den Fortschritt in der Implantologie mit gestalten und mit tragen, und unsere Patienten, weil sie bei diesen Kolleginnen und Kollegen in guten Händen sind.“

Darum wird die DGI die Entwicklungen in der Implantologie auch weiterhin vorantreiben. Schließlich gehört die Implantologie als Querschnitts- und Methodenfach zu den innovativen Bereichen der modernen Zahnheilkunde. „Wir erwarten Implantatsysteme mit speziellen Oberflächen, die die Einheilung und Integration in das Weichgewebe verbessern und Entzündungen vorbeugen“, sagt Dr. Iglhaut. Die Digitalisierung werde ebenfalls voranschreiten und einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung der Behandlung leisten.

Die Vielzahl neuer Ansätze wird die Therapie zwar einerseits erleichtern, andererseits werden neue Verfahren und Methoden die Komplexität der Eingriffe weiterhin wachsen lassen, wird sich das Spektrum der Behandlungsformen kontinuierlich differenzieren.

Die Zukunftsarbeit der DGI wird daher drei Schwerpunkte haben. An erster Stelle steht die Förderung des Nachwuchses an den Hochschulen und in der Praxis. „Wir wollen, dass junge Kolleginnen und Kollegen die Zukunft der DGI aktiv mitgestalten“, betont Dr. Iglhaut. Das neue Projekt „Die nexte generation“ wird diese Idee konkret umsetzen.

„Die Aus- und Fortbildung wird digital“

In der Fortbildung der DGI wird die digitale Zukunft einziehen: „Wir setzen auf E-Learning, das unseren Mitgliedern neue Möglichkeiten eröffnet.“ Der Teilnehmer selbst bestimmt, wie viel Zeit er in einem Modul verbringt, in dem 3D-Animationen, Texte, Bilder, Videos von Eingriffen und Statements und Erläuterungen der Referenten kombiniert werden. Auch der Teamansatz wird in den Fortbildungsangeboten der DGI verstärkt seinen Niederschlag finden.

Starke Netzwerke innerhalb und außerhalb der Gesellschaft sind das dritte Ziel des neuen DGI-Präsidenten. „Wir brauchen einerseits lokale und regionale Strukturen, die unsere Gesellschaft vor Ort erlebbar machen“, umreißt Dr. Iglhaut seine Vorstellungen. Regionale Qualitätszirkel und die Landesverbände haben hier eine wichtige Funktion. Ein internationales starkes Netzwerk andererseits soll den nötigen Blick über den nationalen Tellerrand liefern und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern unterstützen. So plant die DGI beispielsweise mit der japanischen Schwestergesellschaft (JSOI), der größten implantologischen Fachgesellschaft der Welt, ein gemeinsames Journal.

Neue Strukturen

Um diese Ziele zu erreichen, werden auch die internen Strukturen der DGI weiterentwickelt und verstärkt: Beratende Strukturen, beispielsweise Beiräte, und Arbeitsgruppen für die Projektarbeit werden als neues Element der Organisation geschaffen. Die Mitgliederversammlung stimmte mit großer Mehrheit den erforderlichen Satzungsänderungen zu. „Wir haben viele hoch motivierte Mitglieder, die bereit sind, sich stärker in unsere Arbeit einzubringen. Diesen Mitgliedern wollen wir eine klare Perspektive für ihr ehrenamtliches Engagement zeigen“, sagt Dr. Iglhaut. „Denn DGI steht nicht nur für Deutsche Gesellschaft für Implantologie, sondern auch für ,Dynamik, Gestaltung und Innovation‘.“

B. Ritzert, Pöcking


(Stand: 05.03.2013)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2020

Im Fokus

  • Kippkonus-Abutment
  • Statine und Bisphosphonate
  • Teleskopierende Hypridbrücke

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen