DGI-Vizepräsident Prof. Frank Schwarz mit dem Miller-Preis 2012 ausgezeichnet

Lob und Preis

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Im Rahmen des Deutschen Zahnärztetags 2012 verlieh die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) ihren bedeutendsten Preis an DGI-Vizepräsident Prof. Dr. Frank Schwarz. DGZMK-Präsident Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Deutschen Zahnärztetags. Dabei würdigte Prof. Schliephake Prof. Schwarz für seine Schaffenskraft im Bereich wissenschaftlicher Publikationen. Prof. Schwarz erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit „Surgcial therapy of advanced ligature-induced peri-implantitis defects: cone-beam computed tomographic and histological analysis”. Die preisgekrönte Arbeit ist im Journal of Clinical Periodontology 2011 erschienen.

Prof. Schwarz hat in einer präklinischen tierexperimentellen Studie den radiologischen (DVT) und histologischen Knochenlevel sowie die Re-Osseointegration (Knochen-Implantat-Kon-
takt) nach einer chirurgischen Kombinationstherapie (resektiv/regenerativ) fortgeschrittener Periimplantitisdefekte untersucht. Der intraossäre Defekt wurde mit einem bovinen Knochenersatzmaterial, die suprakrestale Komponente mit einem equinen Knochenblock gefüllt oder mittels Implantatplastik behandelt. In einem Split Mouth Design wurden das Knochenersatzmaterial und der Knochenblock entweder mit dem rekombinanten humanen Bone Morphogenetic Protein (rhBMP)-2 oder steriler Kochsalzlösung getränkt.

B. Ritzert, Pöcking

Nachgefragt bei Professor Schwarz:

Welcher Aspekt dieser vielschichtigen Arbeit ist für Sie der wichtigste?

Die histologisch nachweisbare Optimierung der Re-Osseointegration durch die Applikation von rhBMP-2.

 

Was trägt die Arbeit zum gegenwärtigen Wissen zum Thema Therapie der Periimplantitis bei?

Die Validierung der DVT-Analyse zur Darstellung des peri-implantären Knochenlagers erweitert das potenzielle diagnostische Indikationsspektrum in der Praxis.

 

Welche Botschaften von klinischer Relevanz lassen sich aus den Ergebnissen ableiten?

Suprakrestale Defektkomponenten sind derzeit nicht vorhersagbar mit regenerativen Verfahren zu therapieren. Deutlich bessere Ergebnisse sind für die intraossäre Komponente zu beobachten. Die Implantatplastik wäre demnach für die suprakrestale Komponente zu bevorzugen und war histopathologisch mit keinerlei Fremdkörperreaktionen im Gewebe assoziiert.

 

Was sind die nächsten Schritte auf diesem Gebiet nach diesen Untersuchungen?

Das hier untersuchte kombinierte Therapiekonzept (resektiv und regenerativ) wurde in einer klinischen Studie randomisiert und prospektiv validiert. Bisherige Ergebnisse bestätigen die präklinischen Ergebnisse aus dem Tiermodell und eröffnen somit neue Möglichkeiten für die Therapie auch fortgeschrittener periimplantärer Infektionen.


(Stand: 05.03.2013)

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