DGI-Kongress: Die Implantologie neu gedacht

Kongress-Bericht

PDF

„Was kommt, was bleibt? Implantologie neu gedacht“– so lautete das Motto des 28. Kongresses der DGI, der am 1. Adventswochenende 2014 das Implantologie-Jahr beendete. Kongress-Präsident Prof. Dr. Frank Schwarz, Düsseldorf, konnte im Kongresszentrum seiner Heimatstadt mehr als 2.000 Teilnehmer begrüßen.

Mehr als 2.000 Besucher des 28. DGI-Kongresses füllten vom 27. bis 29. November die Säle und Räume des Düsseldorfer Kongresszentrums und informierten sich in der begleitenden internationalen Implant Expo über die neuesten Entwicklungen und Produkte der Industrie. Kongresspräsident Prof. Dr. Frank Schwarz war es 2014 schon zum zweiten Mal gelungen, mit einem spannenden Programm und renommierten Referenten viele Teilnehmer in die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen zu locken. Selbst wenn die Räume in dem einen oder anderen Forum bis auf den letzten Platz gefüllt und mitunter sogar überfüllt waren, tat dies der angeregten Stimmung und der guten Atmosphäre keinen Abbruch – ganz im Gegenteil. „Wir haben äußerst positive Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen erhalten“, freute sich DGI-Präsident Dr. Gerhard M. Iglhaut, Memmingen, nach dem Ende der letzten Sitzung.

„Wir müssen viele Dinge anders machen.“ Was in der Implantologie kommt und was bleibt beleuchteten renommierte nationale und internationale Experten in einem breiten, systematisch entwickelten Themen-Spektrum, das alle Bereiche der Implantologie abdeckte. Präsentiert wurden aktuelle Konzepte der Therapie-Planung, verschiedene Versorgungskonzepte, es ging um den besten Implantationszeitpunkt, um indikationsbezogene Einheilzeiten sowie um die Einsatzmöglichkeiten der CAD/CAM-Technik. „Zahnärzte sind Leute, die es mit kleinen komplexen Teilen zu tun haben“, sagte Prof. Dr. Daniel Wismeijer, Amsterdam bei seinem Vortrag zur Standortbestimmung der digitalen Implantologie. „Wir müssen viele Dinge heute unterschiedlich machen, weil sich die Dinge ändern.“ Je digitaler die Implantologie werde, desto größer würde die Abhängigkeit von Soft- und Hardware.

Auch das Komplikationsmanagement kam nicht zu kurz. Es ging aber auch um mehr Kompetenzen durch Kooperation und um neue Techniken, Technologien und Materialien. Ebenso wurden Fragen von Forschung und Lehre diskutiert. Die beliebten Tischdemonstrationen boten Experten zum Anfassen – und waren 2014 ganz auf die Bedürfnisse von Einsteigern ausgerichtet. Für den Nachwuchs engagierte sich vor allem die DGI Nexte Generation. Die jungen Kolleginnen und Kollegen arrangierten einen Hands-on-Kurs „My first Implant by Nexte Generation“ sowie eine Session zum Thema Networking und Karriereplanung.

Neue Konzepte denken. „Wir können in der Implantologie heute Konzepte umsetzen, die früher so nicht möglich schienen oder an die man einfach nicht gedacht hat“, erklärte Kongresspräsident Prof. Schwarz auf der ebenfalls gut besuchten Pressekonferenz. Alle fünf Jahre verdoppele sich das Wissen der Menschheit, dies gelte auch für die Implantologie. Seit Gründung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Jahr 1994, so Prof. Schwarz weiter, habe sich daher das Wissen auf diesem Gebiet rasant erweitert. „Dies bedeutet jedoch nicht nur, dass wir mehr Wissen und neue Konzepte haben, sondern auch, dass viele Methoden, die vor kurzem noch als Standard galten, im Grunde überholt sind“, betonte der Kongresspräsident.

Dazu gehören bestimmte Prinzipien, die bislang eine Implantattherapie zu einer sehr zeitaufwendigen Behandlung machten. „Der richtige Zeitpunkt für eine Implantation ist dafür ein Beispiel“, sagt Prof. Schwarz . „Einen Zahn ziehen und dann ein halbes Jahr bis zur Implantation warten ist obsolet“, so der Experte. Ob ein Implantat sofort nach der Extraktion gesetzt werden kann, hängt zwar von verschiedenen Faktoren ab, etwa dem Ort der Implantation und der Knochenqualität, doch binnen sechs Wochen nach der Extraktion ist die Implantation in den meisten Fällen möglich. Nur wenn Knochen vor einer Implantation aufgebaut wird, beträgt die Wartezeit vier bis sechs Monate.

Eine neue Aufgabe für die gezogene Wurzel. Auch bei der Augmentation zeichnet sich ein neues Konzept ab. „Wir können Zähne, genauer gesagt Zahnwurzeln, unmittelbar nach der Extraktion zum Aufbau des Kieferknochens verwenden“, umreißt Prof. Schwarz neue Forschungsergebnisse seiner Gruppe, die demnächst bei Patienten im Rahmen klinischer Studien erprobt werden. Im Experiment haben Prof. Schwarz und sein Team gezogene Zahnwurzeln mit Mini-Schrauben auf den Kieferknochen aufgeschraubt, um ihn zu verbreitern. Vier Monate später, nachdem die Wurzel eingeheilt ist, kann dann ein Implantat gesetzt werden. „Dies klingt kurios“, schmunzelt Prof. Schwarz, „aber so können wir die Verwendung von Ersatzmaterialien oder aufwendige Eingriffe zur Knochenentnahme für den Kieferaufbau vermeiden. Denkbar ist auch, eine Zahnwurzel weiter hinten im Kiefer unter der Schleimhaut einzupflanzen und bei Bedarf wieder herauszunehmen. „Zahnärzte sind darauf trainiert, gezogene Zähne wegzuwerfen“, sagt Prof. Schwarz . „Hier ist nun ein Umlernen angesagt, da wir die Wurzeln zum Kieferaufbau verwenden können.“

Kurze und dünne Implantate. Auch kürzere und dünnere Implantate machen eine Implantattherapie inzwischen schonender und können größere Eingriffe zum Aufbau des Kiefers vermeiden. „Die Zeit der dicken Implantate mit mehr als fünf Millimeter Durchmesser ist vorbei“, betont Prof. Schwarz. Vier Millimeter Durchmesser und sogar weniger – abhängig vom Ort der Implantation – sind heute die Regel. Auch was die Länge betrifft, haben sich moderne Implantate verändert: Sechs bis zehn Millimeter sind üblich, es gibt inzwischen auch noch kürzere Implantate zwischen vier und sechs Millimeter, die in bestimmten Regionen eingesetzt werden können.

Die Folgen des demographischen Wandels. Zahnärztinnen und Zahnärzte sind nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels zunehmend mit Patienten konfrontiert, die unter chronischen Erkrankungen leiden und/oder regelmäßig verschiedene Medikamente einnehmen müssen. Einige können den Erfolg einer Implantat-Therapie beeinträchtigen. Das Spektrum reicht von
Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis über (unbehandelten) Diabetes bis hin zu Osteoporose und Tumorleiden. „In den vergangenen Jahren haben sich zwar viele Kontraindikationen einer Implantat-Therapie relativiert, doch manche früher eher seltenen Indikationseinschränkungen gewinnen an Bedeutung“, erklärt Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz von den Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden.

Risikofaktor Bisphosphonate. Eine wachsende Zahl von Patientinnen und Patienten wird mit Bisphosphonaten behandelt. Diese Substanzen hemmen zwar den Abbau von Knochengewebe, vermindern aber auch dessen Umbaurate sowie die Neubildung von Knochen.

Während oder nach einer Bisphos-phonat-Behandlung können in seltenen Fällen Nekrosen des Kieferknochens auftreten. Dosis und Dauer der Bisphosphonat-Therapie, die Applikationsform sowie das jeweilige Medikament beeinflussen das Osteonekrose-Risiko. Doch auch noch andere Faktoren spielen eine Rolle, etwa eine Parodontitis, Druckstellen von Prothesen sowie zahnärztliche oder kieferchirurgische Eingriffe. Geht es um Zahnimplantate, muss darum bei betroffenen Patienten im Einzelfall das Risiko einer Osteonekrose gegen den Nutzen einer Implantattherapie sehr genau abgewogen werden. Denn eine Implantatbehandlung ist zwar ein chirurgischer Eingriff, nach dem sich Knochen- und Weichgewebe regenerieren muss, vermeidet aber andererseits beispielsweise Druckstellen durch Prothesen und kann den Erhalt der verbliebenen Zähne unterstützen.

Laufzettel zur Risikoevaluation. „Eine eindimensionale Risikobeurteilung – etwa nach Art der Applikationsform oder ausschließlich nach der Indikation der medikamentösen Behandlung – greift daher zu kurz“, betont Prof. Grötz . Um das individuelle Risiko betroffener Patienten vor einer Versorgung mit Zahnimplantaten besser einschätzen zu können, steht daher seit einiger Zeit ein so genannter „Laufzettel“ zur Verfügung. Erfasst wird mit dessen Hilfe die Erkrankung des Patienten ebenso die Medikation. Der Laufzettel kann im DGINET (www.dgi-ev.de) im Bereich
Publikationen heruntergeladen werden.

Inzwischen steigt auch die Zahl der Patienten, die bereits Implantate tragen und sich einer Bisphosphonat-Behandlung unterziehen müssen. Dann können Entzündungen der Gewebe um ein Implantat herum, auch schon eine Entzündung der Schleimhaut zum Ausgangspunkt einer Kiefernekrose werden. „Darum müssen Entzündungen vor Beginn einer Bisphosphonat-Behandlung unbedingt behandelt werden“, sagt Prof. Grötz. Ebenfalls erforderlich sind engmaschige Kontrolluntersuchungen. Kann eine Entzündung nicht eingedämmt werden, kann eine Explantation der künstlichen Zahnwurzel erforderlich werden.

Die natürlichen Zähne bleiben bei einer steigenden Zahl von Menschen bis ins hohe Alter erhalten. „Da gleichzeitig die Lebenserwartung steigt, wächst die Zahl der Patienten, die erst im höheren oder hohen Alter mit Zahnersatz versorgt werden müssen“, erklärt Prof. Dr. Frauke Müller von der Abteilung für Gerodontologie und Prothetik der Universität Genf. Dabei spielt neben der Wiederherstellung der Funktion auch die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität eine Rolle, zu der natürlich soziale Faktoren gehören.

Zeig’ mir Deine Zähne ... Wie Menschen Sozialstatus und Bildungsgrad eines anderen beurteilen hängt auch vom Zustand der Zähne ab. Das Team um Prof. Müller von der Abteilung für Gerodontologie und Prothetik der Universität Genf untersuchte, wie Versuchspersonen verschiedener Altersgruppen ältere Menschen (Mann und Frau) beurteilten, auf deren Foto die Forscher mittels Bildbearbeitung die Zahnsituation verändert hatten. Getestet wurde dabei der Einfluss beschädigter, altersgemäßer und idealer Zähne. In allen Altersgruppen beeinflusste der Zustand des Gebisses das Urteil. Je regelmäßiger die Zähne, desto höher wurde der soziale Status der abgebildeten Personen bewertet. Nur das Urteil von über 80-jährigen Testpersonen wurde vom Zustand der Zähne weniger beeinflusst.

Implantate verbessern die Kaueffizienz. „Kauen hat auf den Körper dieselben positiven Effekte wie Sport; die Herzfrequenz steigt, die Muskulatur wird trainiert, Kognition und Konzentration werden günstig beeinflusst“, erklärte Prof. Müller. Darum ist der Erhalt der Kaufunktion von großer Bedeutung. „Alte Leute sollten so lange wie es geht feste Nahrung zu sich nehmen und nicht, wie es in vielen Pflegeheimen üblich ist, einfach auf pürierte Nahrung gesetzt werden“, betonte die Expertin. Mit dem Zahnverlust gehe auch oft eine unbemerkte Umstellung der Nahrungsauswahl einher – verzehrt würde vorzugsweise, was einfach zu kauen ist. Darum nehmen implantatprothetische Versorgungen im hohen und auch sehr hohen Alter inzwischen einen unumstrittenen Platz im Behandlungsspektrum für zahnlose Patienten ein.

Flexible Versorgungen. Da die Menschen älter werden, muss eine Implantatversorgung jedoch anpassungsfähig sein. „Beim Alterungsprozess, ändert sich nicht nur die Physiologie, sondern auch die Anatomie“, erklärt Prof. Müller . Dann kann sich ein Vorteil der Implantate – ihre lange Haltbarkeit – als Nachteil erweisen. Wenn das Seh- und Tastvermögen sowie die Geschicklichkeit schwinden, fällt die Mundhygiene zunehmend schwerer. Wenn Implantatträger zu Pflegefällen werden, sind die Pflegekräfte ebenfalls oft mit der Mundhygiene überfordert. Dann droht eine Periimplantitis. Eine Pflegeanweisung des Zahnarztes an das Heim kann dem Personal bei der individuellen Mundhygiene wichtige Informationen geben.

„Wir brauchen aus all diesen Gründen in der Implantologie reversible Lösungen“, betont die Expertin. „Wenn Patienten eine implantatgetragene Prothese nicht mehr tragen wollen oder können, dann muss das, was wir eingesetzt haben, herausschraubbar sein, dann müssen wir die Implantate ,schlafen legen’“.

Alte Menschen sollten am Fortschritt teilhaben. „Viele Ältere könnten eine bessere orale Lebensqualität haben, sie werden aber nicht informiert und oft sogar nicht untersucht“, kritisiert Prof. Müller . Schon zwei Implantate können beispielsweise im zahnlosen Unterkiefer einer Prothese festen Halt geben. Ob auch ein Implantat ausreichend sein könnte, sei indes noch unklar, weil Langzeitergebnisse fehlen.

Die negative Einstellung älterer Menschen gegenüber einer Implantatversorgung hat vor allem mit Informationsdefiziten zu tun. Viele ältere Menschen lehnen besonders den chirurgischen Eingriff ab. In solchen Fällen setzt Prof. Müller auf gute Information: „Wenn wir die Patienten über die modernen minimalinvasiven Techniken und über kürzere und schmalere Implantate aufklären, gehen die Vorbehalte zurück.“

Die bewährte Struktur mit verschiedenen Foren machte den Kongress zu einer Plattform für das ganze Team. Das Forum Implantatprothetik und Zahntechnik bot aktuelle Themen von der Planung, über Techniken, Technologien und Materialien bis hin zur Frage „zementieren oder verschrauben?“ Im ganztägigen Forum für Assistentinnen ging es um Prophylaxe und Erfolgsfaktoren einer Praxis aber auch um ein Thema, das nicht nur für Assistentinnen wichtig ist: Was Zahnärzte, Zahnärztinnen und ihre Teams über Psychiatrie wissen sollten erläuterte Chefarzt Dr. med. Martin Gunga von der LWL-Klinik in Lippstadt.

„Da ist viel Seele rund um Mund und Zähne“, sagte Dr. Gunga. Der Mund sei die erste Kontaktregion im Säuglingsalter und keine andere Region sei so eng mit weg- und zuführenden Nerven versorgt. Darum würden Schmerzen im Mundbereich sehr intensiv erlebt.

Nicht zuletzt ist der Mund von herausragender Bedeutung für die Kontaktaufnahme mit der Außenwelt. „Über die Gesichtszüge werden anderen Menschen emotionale Grundbefindlichkeiten z.B. mit strahlendem Lächeln, bedrohlichem Zähnezeigen oder hängenden Mundwinkeln mitgeteilt. Funktionsstörungen im Mundbereich werden als sehr belastend erlebt und führen häufig zu sozialem Rückzug“, erklärte der Experte.

Befund und Befinden passen nicht zusammen. Patienten und Patientinnen mit psychosomatischen Erkrankungen schildern als Folge der zentralen Bedeutung des Mundbereiches Beschwerden oft als besonders intensiv. Für den Zahnarzt passen dann Befinden und Befund zumeist nicht zusammen. „Die Zahnärzte sehen sich dann ungewöhnlichen Schmerzangaben und Behandlungswünschen gegenüber, hören Klagen über fehlerhafte Vorbehandlungen, sehen sich mit Forderungen nach immer neuer Korrektur von Brücken, Prothesen oder Implantaten konfrontiert“, sagte Dr. Gunga.

Typische Krankheitsbilder im zahnärztlich-psychosomatischen Feld, die in ihrer Symptomatik eine große Nähe zu psychiatrischen Erkrankungen aufweisen bzw. parallel zu diesen auftreten, sind beispielsweise das „Orofaziale Schmerz-Dysfunktions-Syndrom“ mit anhaltenden, oft attackenartig verstärkten Schmerzen im Gesicht. Eine Myoarthropathie geht mit starken Schmerzen im Kiefergelenksbereich, insbesondere beim Kauen einher. Als „Burning-Mouth-Syndrom“ wird intensives Brennen in der Mundhöhle bezeichnet.

Begleiter von psychiatrischen Erkrankungen. Auch in psychiatrischen Kliniken und Ambulanzen klagen Patienten häufig über Beschwerden im Mundbereich. Das Thema „Zähne“ taucht beispielsweise bei depressiven Erkrankungen auf. „Nicht selten ist eine aus Sicht des Patienten fehlgeschlagene zahnärztliche Behandlungsserie im Rahmen einer ,larvierten’ (= verdeckten) Depression der Grund für suizidale Handlungen“, sagt Dr. Gunga.

Somatoforme Schmerzstörungen im Mund- und Gesichtsbereich treten gehäuft im mittleren Lebensalter auf. Typisch sind vielfältige und in ihrer Intensität wechselnde Beschwerden. „Wir erleben oft hartnäckige Forderungen der betroffenen Patienten nach immer eingreifenderer Diagnostik und Therapie trotz vielfach negativer Vor-Untersuchungen“, erklärt der Experte. „Gleichzeitig widersetzen sich diese Betroffenen jeglicher Diskussion über mögliche psychische Ursachen.“ So kommt ein unheilvoller Kreislauf in Gang. Die Patienten konsultieren immer wieder neue Ärzte („Doctor hopping“), am Ende der Entwicklung stehen nicht selten schwere Schmerzsyndrome.

Interdisziplinäre Therapie. Auf der Basis eines bio-psycho-sozialen Konzeptes müssen bei der Behandlung betroffener Patienten verschiedene Fachärzte zusammenarbeiten. Zahnärzte und Psychiater bzw. Psychotherapeuten können nur gemeinsam – und in Verbindung mit Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Orthopäden und Neurologen – den oftmals sehr komplexen Ursachen für Missempfindungen und psychologischen Zusammenhängen bei Beschwerden im Mundbereich auf die Spur kommen. „Das ist entscheidend wichtig, damit nach zutreffender Diagnosestellung eine klare, fachübergreifende Therapie eingeleitet werden kann“, betont Dr. Gunga.

Rauschende Geburtstagsfeier. Ausgebucht war der Festabend des Kongresses im so genannten Ständehaus. Dieser war gleichzeitig auch die offizielle Geburtstagsfeier der DGI, die mit 20 Jahren im besten Partyalter ist. „Viel ist in diesen Jahren passiert“, sagte DGI-Präsident Dr. Gerhard Iglhaut, Memmingen. Denn nicht nur die Implantologie habe sich rasant entwickelt, sondern mit ihr auch die DGI und ihre Mitgliederzahl. Diese ist von 1.100 im Jahr 1994 auf über 8.000 gewachsen. „Ich habe also allen Grund, mich bei unseren Mitgliedern zu bedanken, die in der DGI ihre fachliche Heimat sehen und sie zur größten europäischen Gesellschaft auf ihrem Gebiet und – nach unserer japanischen Schwestergesellschaft JSOI – zur zweitgrößten implantologischen Gesellschaft weltweit gemacht haben.“

Engagierte Mitglieder. „Es ist das Engagement unserer Mitglieder“, sagte Dr. Iglhaut auf der Mitgliederversammlung, „das die DGI in die Lage versetzt, als treibende Kraft national und auch international die Implantologie voranzubringen.“ Zehn Landesverbände sind seit vielen Jahren enorm aktiv, organisieren sehr erfolgreich Frühjahrstagungen und andere Veranstaltungen. Dieses Engagement wird auch in den regionalen Strukturen der DGI deutlich: In den letzten Jahren sind in der ganzen Republik mehr als 80 Qualitätszirkel entstanden.

Barbara Ritzert, Pöcking


(Stand: 02.03.2015)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2020

Im Fokus

  • Kippkonus-Abutment
  • Statine und Bisphosphonate
  • Teleskopierende Hypridbrücke

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen