In der Implantologie sicher unterwegs: Leitlinien im FokusLeitlinien als Leitplanken in der Implantologie – präsentiert und diskutiert beim 2. DGI-Sommersymposium in Kassel, 25. Juni 2016

DGI-Sommersymposium in Kassel

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Leitlinien sind – trotz aller Kritik – in der modernen Medizin unverzichtbar: Es sind nützliche Leitplanken für die Praxis. Sie beschreiben jene etwas andere „therapeutische Breite“, in der Zahnärzte sich sicher bewegen können. Die DGI gehört zu den Initiatoren mehrerer Leitlinien für die Implantologie. Diese – und ihre Bedeutung für die tägliche Praxis – stehen im Mittelpunkt des zweiten DGI-Sommersymposiums am 25. Juni 2016 in Kassel.

Leitlinien nehmen Ärzte und Zahnärzte weder an die Kandare, noch legen sie ihre Therapiefreiheit an die Kette oder zwängen das Behandlungsspektrum in ein theoretisch konstruiertes Korsett – davon ist Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel, fest überzeugt. „Wenn wir, d.h. die Experten selbst, Leitlinien erstellen, definieren wir nicht nur einen Korridor für die Wahl unserer Therapie, sondern schützen uns auch gegen Ansprüche und Angriffe von außen“, betont der DGI-Präsident a.D. Schließlich komme es zunehmend vor, dass Kostenträger die Kostenübernahme für sinnvolle Maßnahmen ablehnen oder der Einsatz bestimmter Verfahren in Bereichen propagiert wird, in denen diese vielleicht weniger sinnvoll sind. „Leitlinien können helfen“, so Terheyden, „diese Fremdbestimmung zurückzuweisen“.

Darum initiierte der Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Rote Kreuz Krankenhaus Kassel bereits während seiner Präsidentschaft im Jahr 2010 die erste Leitlinienkonferenz der DGI unter der Schirmherrschaft von DGZMK und AWMF zusammen mit 15 zahnärztlichen Fachgesellschaften und Organisationen. Im Jahr 2015 verabschiedete er sich aus dem Amt des DGI-Pastpräsidenten mit einer zweiten Leitlinienkonferenz mit 19 Fachgesellschaften und den bewährten Schirmherren.

Im Rahmen des zweiten DGI-Sommersymposiums am 25. Juni 2016 in Kassel werden nun erstmals im Rahmen einer Tagung nicht nur die bisher entstandenen oder in Vorbereitung befindlichen Leitlinien in der Implantologie vollständig und kompakt präsentiert. Beleuchtet werden auch jene Prozesse, wie Leitlinien entstehen. Denn bei diesen wirkt – entgegen einer häufigen Annahme – nicht nur die Wissenschaft mit Daten und Statistiken mit. Vielmehr sollen Leitlinien auch die Erfahrungen und das Wissen aus der Praxis und nicht zuletzt die Wünsche und Vorstellungen der Patienten widerspiegeln. Das macht die Leitlinienproduktion nicht immer einfach, aber es lohnt sich. Ein zentraler Beitrag des Symposiums beschreibt, wie Leitlinien im zahnärztlichen Praxisalltag sinnvoll genutzt werden können.

Versorgung des zahnlosen Oberkiefers

Implantologische Indikationen von Knochenersatzmaterialien

Indikationen zur implantologischen 3D-Röntgendiagnostik und navigationsgestützte Implantologie

Zahnimplantate bei Diabetes mellitus

Zahnimplantate bei medikamentöser Behandlung mit Knochenantiresorptiva

Zahnimplantate bei Patienten mit Zahnnichtanlagen

Behandlung von periimplantären Entzündungen an Zahnimplantaten

Leitlinien in der Implantologie: Nützliche Leitplanken für die Praxis

Kassel Hotel Grand La Strada

Raiffeisenstraße 10, 34121 Kassel

Informationen und Anmeldung: www.dginet.de/event/kassel


(Stand: 10.03.2016)

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