Funktionsstörungen erkennen und behandeln

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In dem im Spitta-Verlag erschienenen Buch „Funktionsstörungen erkennen und behandeln“ gibt der Autor Siegfried Lederer einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie der craniomandibulären Dysfunktion. Er beschreibt zunächst die allgemeinen Grundlagen der CMD, wobei er die Anatomie und Pathologie klar und ohne unnötige Ausschweifungen erklärt. In dem Kapitel Diagnostik wird die Durchführung der klinischen Funktionsanalyse Schritt für Schritt und durch eine gute Bebilderung unterstützt erläutert. Zusätzlich wird für das psychosoziale Screening ein Fragebogen zu chronischen Schmerzen beschrieben. Außerdem werden verschiedene Frage- und Dokumentationsbögen zur Intensivierung der Schmerzdiagnostik vorgestellt. Im Anschluss werden die instrumentelle Funktionsanalyse und die Möglichkeiten zur bildgebenden Diagnostik erklärt. In dem umfangreichen Kapitel zur Therapie erklärt der Autor zunächst Therapieansätze wie Entspannungsübungen und Biofeedback, aber auch Physiotherapie, TENS und die medikamentöse Therapie. Im Anschluss daran wird die klassische Schienentherapie dargestellt. Dabei erfolgt eine Besprechung der verschiedenen Arten der Aufbissschienen mit ihrem zugehörigen Indikationsbereich. Zudem werden typische Fragen zur Schienentherapie praxisorientiert beantwortet. Im Anschluss daran werden interdisziplinäre Therapieansätze angesprochen. Das Buch wendet sich zudem in einem eigenen Kapitel dem Thema Bruxismus zu. Abschließend werden Tipps für besondere Behandlungssituationen gegeben.

Das Buch zeichnet sich durch eine klare Gliederung sowie eine übersichtliche Darstellung des besprochenen Sachverhaltes aus. Dabei werden wichtige Hinweise oder Zusammenfassungen durch blaue Boxen besonders hervorgehoben. Das Buch verdient eine klare Empfehlung für all diejenigen Zahnärzte, die sich mit dem Thema der Diagnostik und Therapie der craniomandibulären Dysfunktion beschäftigen oder sich in dieses Thema einarbeiten wollen. Die Thematik ist insbesondere vor dem Hintergrund relevant, dass eine CMD-Basisdiagnostik vor jeder prothetisch rekonstruktiven Therapie unerlässlich ist.


(Stand: 10.03.2017)

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