Parodontale Diagnostik

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Trotz regelmäßiger Zahnarztbesuche wird eine Parodontitis häufig erst (zu) spät erkannt. Da eine frühe Diagnosestellung und daraus resultierender Therapie entscheidend für den Behandlungserfolg ist, kommt der parodontalen Diagnostik eine besondere Bedeutung zu.

In dem Buch „Parodontale Diagnostik“ fassen namhafte Autoren alle diesbezüglichen praxisrelevanten Aspekte zusammen. Auch wenn die Kapitel von unterschiedlichen Autoren verfasst sind, ist deren Struktur größtenteils einheitlich. Lediglich einzelne Kapitel sind abweichend in Form einer wissenschaftlichen Mitteilung oder einer klinischen Studie geschrieben.

Zu Beginn werden ausführlich die allgemeine und spezielle parodontologische Anamnese beschrieben. Hierbei wird ein Schwerpunkt auf die Wechselwirkungen von Parodontitis mit allgemeinmedizinischen Erkrankungen sowie der Konsequenz neuer oraler Antikoagulanzien in der zahnärztlichen Praxis gesetzt.

Im Folgenden werden die aktuellen Möglichkeiten der parodontalen Dokumentation beispielhaft vorgestellt mit Fokus auf der digital unterstützten Befunderhebung. Da gerade dieser Markt sich aktuell immer weiterentwickelt, sollte der Leser sich selbst bezüglich neuerer Entwicklungen beispielsweise sprachgesteuerter Software zur Befunderhebung informieren. Das Buch liefert aber das Instrumentarium, um anhand der allgemein diskutierten Vor- und Nachteile Neuerungen kritisch beurteilen zu können. Sehr anschaulich anhand klinischer Bilder wird das Vorgehen bei der Fotodokumentation und die Anforderungen an die hierfür erforderliche Ausrüstung erläutert.

Die klinische Befunderhebung gliedert sich in die Diagnostik regelmäßig auftretender Mundschleimhautveränderungen, der Erläuterung von praxisrelevanten Vor- und Nachteilen gängiger Plaque- und Gingivitisindizes und der Erhebung von Sondierungstiefen. Hier wird klar unterschieden zwischen einem schnellen Screening zur Erkennung parodontaler Erkrankungen – dieses wird doppelt jedoch einstimmig in 2 Kapiteln erörtert – und der ausführlichen parodontalen Diagnostik zur Verlaufskontrolle während einer Parodontitistherapie und deren Nachsorge. Neben der ausführlichen Beschreibung und Bebilderung der Befunderhebung wird auch deren klinische Konsequenz diskutiert. Zudem wird ein konkretes Modell zum Vorgehen für eine Screening-Diagnostik bei Patienten mit Parodontitis und Verdacht auf Diabetes mellitus erarbeitet. Im Anschluss folgen die verschiedenen Techniken der Röntgendiagnostik sowie eine fokussierte Betrachtung der erschwerten Diagnostik im Oberkieferseitenzahnbereich und kurz deren therapeutische Konsequenz.

In Zusammenhang mit der Labordiagnostik wird zum einen die mikrobiologische Diagnostik, aber auch die Bedeutung von MMP-8 Testverfahren anhand einer wissenschaftlichen Mitteilung und einer klinischen Studie diskutiert. Am Ende des Buches erfolgt eine kurze Übersicht periimplantärer Infektionen, wobei hier nicht nur die Diagnostik, sondern auch Epidemiologie, Ätiologie, Prävention und Therapie erläutert werden.

Das Buch vermittelt dem Leser zu allen aktuellen Aspekten der parodontalen Diagnostik eine strukturierte und anschauliche Übersicht und ist somit für jeden parodontologisch interessierten Zahnarzt, aber auch für Studierende zu empfehlen. Auch für eine bereits parodontologisch ausgerichtete Praxis lassen sich aus diesem Buch neue Impulse entnehmen.


(Stand: 10.03.2017)

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