Neue Mitglieder im Nachwuchskomitee der DGI

Komitee Nexte Generation

PDF

Der 30. Kongress der DGI war auch für die Nexte Generation der DGI ein ganz besonderes Ereignis. Erstmals organisierte das Nachwuchskomitee der DGI ein Forum zusammen mit der Osteology Foundation und zeichnete für den Festabend verantwortlich. Auch die Zusammensetzung des Komitees hat sich in Hamburg geändert.

Der Saal war gut gefüllt, die Themen waren spannend, die Referenten hochkarätig: Die Nexte Generation der DGI kann auf ein erfolgreiches Forum mit der Osteology Foundation im Rahmen des 30. Kongresses der DGI in Hamburg zurückblicken. „Das Forum war gut besucht und geprägt vom Dialog zwischen jungen und erfahrenen Kollegen“, sagt Dr. Kathrin Becker, Düsseldorf. „Dies ist sehr wichtig. Darum sollte dieses Format in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.“

Prof. Dr. Frank Schwarz beleuchtete zum Auftakt des Forums das erstmalige Joint Venture von DGI und Osteology Foundation. Für eine unabhängige wissenschaftliche Fachgesellschaft wie die DGI sei eine solche Zusammenarbeit eine sensible Angelegenheit. Die Osteology Foundation sei darum ein hervorragender Partner und die gegenseitige Unterstützung ein Gewinn für Wissenschaftler und Praktiker. Die Globalisierung verpflichte auch in der Zahnmedizin zu einer internationalen Vernetzung. Hier biete die Osteology Foundation mit ihrer „Box“ ein vielfältiges Angebot.

In der Tat kam „die Box“ beim Forum gut an. Es ist eine App, mit deren Hilfe die Teilnehmer schon vor dem Kongress sowie während der Session live Fragen an die Referenten stellen konnten. „Dies ermöglichte es den Referenten, auf die Bedürfnisse der Hörer einzugehen, was auf große Zustimmung traf“, erinnert sich Dr. Iljia Mihatovic, Düsseldorf.

Natürlich trugen auch die renommierten Referenten zu diesem Erfolg bei. Prof. Dr. Reinhard Gruber, Wien, gab Einblicke in den Knochenmetabolismus. „Er schaffte es, eine komplexe Thematik verständlich und mit Bezug auf die Klinik zu präsentieren, und sein Humor hat das Auditorium belebt“, “, so das Urteil eines Zuhörers. „Prof. Buser war wie immer gut“, so eine andere Stimme, und Prof. Dr. Bilal Al-Nawas überzeugte mit einem „spannenden und perfekt strukturierten Vortrag“.

Der Festabend unter dem Motto „never stand still“ sorgte für Bewegung: Ohne Platzordnung und mit Buffet mussten die Gäste nie lange sitzen. Auch dafür erhielt das Komitee viele positive Rückmeldungen.

Vor allem aber präsentierten sich auf dem Kongress die Bewerber für das Komitee. Es hatten sich auf eine Ausschreibung 16 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. „Die Gespräche waren sehr spannend, die Stimmung anregend, und uns ist die Auswahl sehr schwer gefallen“, sagt Dr. Becker. Tatkraft, Kreativität, Expertise und großes Engagement von drei Aspiranten überzeugten letztlich besonders: Dr. Tabea Flügge, Freiburg, und Dr. Samir Abou-Ayash, Bern, sind zusammen mit PD Dr. Jan Frederik Güth, München, die neuen Köpfe im DGI-Komitee Nexte Generation. Das Komitee beschloss schon bei seiner Gründung, sich in größeren Abständen zu erneuern. Die erfahrenen Mitglieder wie Gründungsmitglied Dr. Kathrin Becker, Düsseldorf, Dr. Vladimir Golubovic, Düsseldorf, Dr. Philip L. Keeve, Olsberg, Dr. Iljia Mihatovic, Düsseldorf, und Dr. Narja Sahm, Duisburg, unterstützen die „Neuen“ und beziehen sie in die Zusammenarbeit mit dem DGI-Vorstand mit ein.

Tabea Flügge: Ich habe mich für die Nexte Generation beworben, da mich die Zusammenarbeit eines jungen Teams reizt, dass sich aus Zahnärztinnen und Zahnärzten zusammensetzt, die in der Praxis und in Universitäten tätig sind und in ihrer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit unterschiedliche Schwerpunkte haben. Ich wünsche mir für die Zusammenarbeit, dass wir ein Forum für die junge Generation der Implantologen bilden, das diese unabhängig unterstützt und deren Interessen aufgreift. Das Mitwirken bei der Ausbildung junger Zahnärzte im Rahmen von Kongressen und Jahrestagungen und die abgestimmte Weiterbildung von Assistenten in der eigenen Klinik sind eine spannende Aufgabe, die ich gerne mit meinen Kollegen in der Nexte Generation angehen würde.

Samir Abou-Ayash: Durch meine Lehrtätigkeit hatte ich immer Kontakt zur Studenten und jungen Kollegen und dabei auch immer Spaß. Die Belange und Probleme des zahnärztlichen Nachwuchses sind überall gleich. Alle fragen sich, welchen Weg sie nach dem Studium einschlagen sollen. Viele arbeiten einfach nur dort, wo es eine Stelle für sie gibt, weil sie die Vielzahl an Möglichkeiten nicht überblicken können. Die Nexte Generation hat die Möglichkeit, der jungen Generation verschiedene Wege aufzuzeigen. Da möchte ich dabei sein.

Als junger Zahnarzt kommt man sich in der größten implantologischen Fachgesellschaft Europas schnell verloren vor. Dies kann abschrecken, sich zu engagieren. Hier sehe ich die Hauptaufgabe der Nexte Generation: den implantologisch interessierten Nachwuchs zu binden und aufzuzeigen, wie man sich engagieren kann. Dabei schweben mir unterschiedliche Projekte, auch schon auf studentischer Ebene, vor. Ich bin sehr gespannt, was sich davon realisieren lässt.

Jan Frederik Güth: Ich bin sicher, dass wir uns als zukünftige Generation von Zahnärzten sowohl aus prothetischer, chirurgischer, als auch parodontologischer Sicht stark weiterentwickeln können – ja müssen. Bei allem Enthusiasmus für neue Entwicklungen, Behandlungsstrategien und Technologien bin ich jedoch auch der Meinung, dass neue Technologien und Verfahrenswege sowohl klinisch als auch wissenschaftlich fundiert evaluiert und bewertet werden müssen. Gleichzeitig müssen die Forschungsergebnisse sowie die klinischen Erfahrungswerte der Experten zeitnah an die Kollegenschaft weitergegeben werden, um eine starke Basis für möglichst optimale Behandlungsergebnisse zu bieten. Vor diesem Hintergrund ist die Nexte Generation eine optimale Plattform, um meine Ideen einzubringen, in Kontakt mit Mitstreitern zu treten, kontroverse Diskussionen im Kreise der Kollegenschaft zu führen und entsprechende Kooperationen zu finden, um die Zahnmedizin der Zukunft insbesondere in der Implantologie zu gestalten.


(Stand: 10.03.2017)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2020

Im Fokus

  • Kippkonus-Abutment
  • Statine und Bisphosphonate
  • Teleskopierende Hypridbrücke

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen