Allogene GBR-Technik

DOI: 10.3238/ZZI.2020.0030-0037

In Kombination mit Peroxyessigsäure-sterilisierten Spongiosagranulaten hohe Ergebnisqualität bei kleineren und mittleren Kieferkammdefekten

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Schlüsselwörter: Allograft GBR-Techniken Kollagenmembranen Peroxyessigsäure-sterilisierte Spongiosagranulate Rekonstruktion von Kieferkammdefekten allogener Knochenersatz prozessierte allogene Knochenzubereitungen

Zusammenfassung: Nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) prozessierte allogene Knochenzubereitungen können als infek­tionssicher gelten. Sie sind jedoch wie alle biologischen Matrixprodukte mit einem aufklärungspflichtigen hypothetischen antigenen Restrisiko behaftet. Allogene GBR-Techniken (Guided Bone Regeneration) unter Verwendung von granulären Aufbereitungen werden bislang seltener als allogener Blocktransfer oder allogene Schalentechniken verwendet, weisen jedoch aufgrund von Literaturdaten und der vorgelegten retrospektiven Fallserie unter Beachtung des Indikationsspektrums ein durchaus vielversprechendes Potenzial auf. Die technisch einfache Adaptation an die Defektgeometrie sowie die unlimitierte Verfügbarkeit ohne Sekundärmorbidität sind als besonders vorteilhaft anzusehen. Bei der Wahl der Kollagenmembran sollte ein Produkt mit einer zumindest mittleren Standzeit bzw. hinreichender Resistenz gegenüber einer oralen Exposition gewählt werden. Die Kurzzeitergebnisse mit Peroxyessigsäure-sterilisierten Spongiosagranulaten (Deutsches Institut für Zell-und Gewebeersatz gGmbH, Berlin) weisen auf eine vergleichsweise schnelle Vaskularisation und auf eine regelhafte Spontanheilung bei Dehiszenz bzw. Materialexpositionen ohne wesentliche Volumenverluste hin. Allogene GBR-Techniken eignen sich daher zur Rekonstruktion von kleineren und mittleren Alveolarfortsatzdefekten und sind dabei nicht ausschließlich auf horizontale Defizite limitiert.

Schlüsselwörter: Allograft; prozessierte allogene Knochenzubereitungen; Peroxyessigsäure-sterilisierte Spongiosagranulate; allogener Knochenersatz; GBR-Techniken; Rekonstruktion von Kieferkammdefekten; Kollagenmembranen

Zitierweise: Esser E, Hümmeke S: Allogene GBR-Technik. Z Zahnärztl Implantol 2020; 36: 30–37.

DOI.org/10.3238/ZZI.2020.0030–0037

Einleitung

Aktuelle Übersichtsarbeiten über allogene Rekonstruktionen von Kieferkammdefekten in Zusammenhang mit implantologischen Therapiekonzepten beziehen sich vornehmlich auf Blocktransfertechniken [4, 6, 26, 31] und belegen mit autologen Verfahren vergleichbare Ergebnisse [2, 4]. Daneben finden sich in der Literatur auch Fallserien über unterschiedliche allogene Schalentechniken mit guten klinischen Ergebnissen [6, 11, 16, 35]. Allogene GBR-Membrantechniken werden dagegen trotz verfahrenstechnischer Vorteile nur vereinzelt beschrieben [5, 6, 20, 21].

Allogene Knochen­zubereitungen

Allogene Knochenzubereitungen werden zumindest in Deutschland im Gegensatz zu den lediglich dem Medizinproduktegesetz (MPG) unterliegenden tierischen Zubereitungen noch kontrovers bewertet. Zwischenzeitlich hat sich allerdings die emotionale Ablehnung dahin gehend versachlicht, dass lediglich prozessierte Knochenzubereitungen mit einem Sicherheitskonzept nach Kriterien des Arzneimittelgesetzes (AMG) zur Diskussion stehen, während in den USA und anderen europäischen Ländern weiterhin nichtprozessierte Produkte als frischgefrorene (FFBA) oder kryokonservierte (CBA) Zubereitungen trotz eines deutlich höheren Risikopotenzials (Infektiosität, Antigenität) verwendet werden [12].

Die in Deutschland als Arzneimittel zugelassenen Produkte (Tab. 1) unterscheiden sich in ihren verfahrenstechnischen Abläufen. Selbstverständlich mindern Oxydation, Lyophilisation und Gamma­bestrahlung die biologische Wertigkeit im Vergleich zu nativem Knochenmaterial. Die finale Gammabestrahlung induziert eine mögliche Radikalenbildung und in gewissem Umfang eine Sklerosierung. Zudem muss auf Berichte über differente Purifikationsgrade zugelassener Knochenzubereitungen in Blockform hingewiesen werden [14, 15, 17, 23], die zwangsläufig Fragen der Sicherheit der verwendeten Aufbereitungsverfahren und der Lösungsmittelpenetration aufwerfen. Entsprechende Untersuchungen für Granulate mit einem höheren Perfusionsgrad liegen nicht vor. Selbstverständlich besteht wie auch bei der Eigenspende bei allogenen Knochenzubereitungen eine gewisse Abhängigkeit von der Qualität der Knochenspende bzw. der Entnahmeregion.

Hersteller

Produkt

Spende

Processing

Vertrieb

C TBA Bank Austria gGmbH

A-Krems

maxgraft® Humanes Knochenallograft lyophilisiert

maxgraft® bonebuilder Humanes Knochen­allograft patienten­individuell, lyophilisiert

Lebendspende*

Leichenspende

Diethylether/Ethanol

Oxidativ (H2O2)

-> Niedrig ɣγ-Sterilisation

botiss medical AG

Berlin

Charité Universitätsmedizin

Berlin

Demineralisierte Human-Knochen-Matrix, gefriergetrocknet

Human-Corticalis gefriergetrocknet

Human-Spongiosa gefriergetrocknet

Lebendspende*

Leichenspende

Peroxyessigsäure/Ethanol

(Oxidativ)

Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz DIZG gGmbH

Berlin

Demineralisierte Human-Knochen-Matrix, gefriergetrocknet (Cortiflex®) DIZG Human-Corticalis gefriergetrocknet,

DIZG Human-Spongiosa gefriergetrocknet

Leichenspende

Peroxyessigsäure/Ethanol

(Oxidativ)

Argon Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Bingen

TBF Génie

Tissulaire

F-Mions

Phoenix humanes Knochenallograft korti­kospongiöse und spongiöse Formen, Lamellen, Pulver

Lebendspende*

γ-Sterilisation

direkt

Tutogen Medical GmbH

Neunkirchen am Brand

Puros® Allograft

Tutoplast Spongiosa

Lebendspende*

Lebendspende*:

Hüftkopf/

Multiorganspende

Tutoplastverfahren:

Oxidativ (H2O2),

NAOH, Aceton

-> Niedrig ɣγ-Sterilisation

Zimmer Dental GmbH

Freiburg

Tab. 1: Übersicht zu den in Deutschland zugelassenen Herstellern von allogenen Knochenzubereitungen

Für alle biologischen Matrixprodukte muss ein hypothetisches Restrisiko unterstellt werden. Seit Einführung der NAT-Tests (Nucleic Acid Amplification Testing) und validierter Prozessing-Verfahren gemäß Good Manufacturing Practice (GMP) sind keine Infektionsübertragungen durch allogene Knochenzubereitungen bekannt [18]. Aufgrund des Nachweises von Zell- und DNA-Resten in zugelassenen Knochenblockzubereitungen [14, 15, 17, 23] wird unabhängig von deren fraglicher biologischer Wertigkeit die potenzielle Antigenität diskutiert. Allerdings ist bislang im klinischen Anwendungsbereich keine Allosensibilisierung beschrieben [18]. Für eine Antikörperbildung gegen HLA-Antigene durch eine allogene Bluttransfusion wird als Grenzwert eine vergleichsweise hohe Zellzahl 5×106 Leukozyten (entsprechend 1 ml Vollblut) unterstellt [24]. Eine Antigenität von kleinvolumigen prozessierten granulären Knochenzubereitungen kann demnach trotz des Nachweises von geringem organischem Material und DNA-Resten in allogen Blöcken [14, 15] weitgehend ausgeschlossen werden. Eine theoretisch mögliche HLA-Sensibilisierung hätte nach derzeitigem Kenntnistand lediglich eine potenzielle Bedeutung für Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz in Erwartung einer Nierentransplantation aufgrund der Minderung der Auswahlmöglichkeit und eines höheren Aufwands wegen Plasmapherese [29].

Material und Methode

Seit dem 01.03.2011 wurden bei 65 teilbezahnten Patienten (35 Männer, 30 Frauen, Durchschnittsalter 56,1 Jahre) 82 Kieferkammdefekte in Zusammenhang mit implantologisch intendierten Eingriffen durch eine allogene GBR-Technik rekonstruiert. Bei 11 Patienten wurden aufgrund eines simultanen oder konsekutiven Vorgehens 2–3 Areale operiert. Dabei wurden als „Areal“ die jeweiligen Frontzahnbereiche von Eckzahn zu Eckzahn sowie die Seitenzahnbereiche definiert. Innerhalb der fortlaufenden retrospektiven Fallserie war das Risiko durch Nikotinabusus in 8 Fällen und durch Diabetes mellitus in 2 Fällen erhöht. Ausschlusskriterien waren Medikationen mit Antiresorptiva, Antirheumatika und Immunsuppressiva, radiogene Belastung mit Tumordosis und ASA-Klassifikation > 2 sowie patientenseitige Vorbehalte gegenüber Allotransfer. Als Indikation für eine allogene GBR-Technik galten zunächst horizontal geminderte zahnbegrenzte Kieferkammbereiche ≤ 3 mm und einer Länge von 1–3 Zahnbreiten. Größere Defekte wurden zunächst mit einer allogenen Schalentechnik [11] behandelt. Erst mit zunehmender Erfahrung ergab sich die erweiterte Indikationsstellung für größere und großvolumigere Defekte und verkürzte Zahnreihen.

Es wurden ausschließlich Spongiosagranulate (Korngröße 0,5–2 mm) des Deutschen Instituts für Zell- und Gewebeersatz (DIZG gemeinnützige GmbH, Berlin) verwendet. Die Peroxyessigsäure-sterilisierte und gefriergetrocknete Knochenzubereitung (FDBA) entspricht in ihrem Sicherheitskonzept den AMG-Vorgaben mit einem hohen Purifikationsgrad [15, 17]. Nach einer kurzen Rehydration mit Kochsalzlösung gewinnt das Material eine gewisse gelartige Stabilität mit der Möglichkeit einer augmentierenden Konturierung in horizontaler und vertikaler Dimension in der Größenordnung von 3–5 mm ohne zusätzliche Stabilisierungsverfahren.

Für die GBR-Technik wurden native, nicht vernetzte Kollagenmembranen porcinen oder equinen Ursprungs (Resodont-Resorba Medical GmbH, Nürnberg, Bone-Protect-Dentegris Deutschland GmbH, Duisburg, Creos-Nobel Biocare Deutschland GmbH, Köln) und eine ribosevernetzte Kollagenmembran porcinen Ursprungs (Ossix Plus-Regedent GmbH, Dettelsbach) verwendet. Unterstützende oder stabilisierende Maßnahmen wie mit Zeltstangentechnik, Platelet-Rich-Fibrin- Membranen (PRF) oder Hyaluronsäure wurden nicht angewendet. Implantiert wurde ausschließlich die NobelActive Produktlinie (Nobel Biocare Deutschland GmbH, Köln) mit den Durchmessern 4,3 und 3,5 mm sowie den Längen 10–13 mm. In 72 % der Fälle erfolgten Implantation und Augmentation simultan. Im posterioren Oberkiefer wurde die allogene GBR-Technik in 32 % der Fälle mit einer externen Sinusbodenelevation gleichfalls unter Verwendung des allogenen Spongiosagranulats kombiniert. Nur bei fehlenden Voraussetzungen für eine primärstabile Implantatfixation bzw. einer vertikalen Dimension < 2 mm wurde ein zweizeitiges Verfahren gewählt.

Das operative Vorgehen bestand regelhaft in der Exposition des OP-Areals via leichtgradig oralwärts versetzter krestaler Schnittführung mit Bildung eines trapezförmigen Mukoperiostlappens, Implantatinsertion, Granulatanlagerung, Membranabdeckung und spannungsfreiem Verschluss mit vorangehender Periostmobilisation (Abb. 1a–c). Der OP-Situs wurde zur Darstellung des Ausgangsbefunds und des augmentativen Vectors fotodokumentiert. Daraus ergibt sich für die metrischen Angaben zum erzielten Augmentationseffekt aufgrund der fototechnischen und der ausschließlichen 2D-bildgebenden Dokumentation lediglich eine einschränkend orientierende Bewertungsmöglichkeit. Eine unmittelbare metrische Bewertung des Volumens bzw. seiner Konstanz sowie die Gewinnung eines Knochenzylinders für eine histologische Untersuchung waren nur in den Fällen mit einem zweizeitigen Vorgehen möglich. Eine routinemäßige präoperative 3D-Bestimmung der Defektregion mittels DVT erfolgte nicht. Im Fall eines einzeitigen Vorgehens folgte die Implantatfreilegung nach einem meist viermonatigen Intervall. Dazu wurde eine einfache Verdrängungstechnik ausgehend von der zuvor gewählten oralwärts versetzten Inzisionslinie ohne zusätzliche plastische Weichteiltechniken gewählt. Bei zweizeitigem Vorgehen erfolgte die Implantateingliederung nach einem 4- bis 5-monatigen Intervall. Zur perioperativen Kurzzeitprophylaxe (PAP) wurde regelhaft Amoxicillin 1 g bzw. bei Unverträglichkeit Clindamycin 600 mg verordnet. Die mittlere Verlaufsbeobachtung betrug 34,7 Monate (8–94 Monate): Die vorliegenden Ergebnisse beziehen sich auf die Auswertung aller im genannten Zeitraum nach dem dargestellten Konzept behandelten Patienten im Sinne einer retrospektiven Fallserie.

Ergebnisse

Die Ergebnisse von 82 Augmentationsregionen überwiegend im Oberkieferbereich (80,5 %) sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Die durchschnittlich erzielten Augmentationshöhen unterschieden sich in den jeweiligen topografischen Regionen nicht wesentlich. Aufgrund der Defektgeometrie (Dehiszenz- und/oder Fenestrationsdefekt) war der augmentative Vektor in der Regel vornehmlich horizontalausgerichtet, umfasste aber auch relativ häufig zusätzlich eine vertikale Komponente geringeren Ausmaßes (Abb. 1a–d).

Augmentationsregion

GBR-Technik

Ø Augmentation Horizontal/Vertikal

Implantatzahl gesamt (Sekundär)

Dehiszenz

Komplikations­management

Implantatverlust

OK-anterior

32

3,6 mm/1,56 mm

53 (21)

4 (12,5 %)

Mat. Exposition: 1

Nikotinabusus: 2

Spontane Abheilung

--

OK-posterior

(in Kombination mit SE)

34

−11

3,2 mm/1,22 mm

65 (9)

3 (8,8 %)

Übernähung: 1

Spontane Abheilung: 2

2

Frühverlust ohne Dehiszenz

UK-postforaminär

15

2,9 mm/1,0 mm

22 (7)

2 (13,3 %)

Mat. Exposition: 1

Nikotinabusus: 1

Spontane Abheilung

1

Frühverlust ohne Dehiszenz

UK-interforaminär

1

2,8 mm/3,0 mm

2 (2)

1 (100 %)

Multiple Voroperationen

Spontane Abheilung

--

Gesamt

82

3,26 mm/1,19 mm

142 (39)

10 (12,2 %)

Kein Debridement/keine sekundäre Augmentation

3 (2,1 %)

Tab. 2: Ergebnisse der GBR-Technik mit allogenem Spongiosagranulat (DIZG) an 65 Patienten mit 82 Kieferkammdefekten mit mittlerer Verlaufskontrolle nach 34,7 Monaten

Die Rate an Dehiszenzen (fehlende geschlossene Epithelbedeckung im Inzi­sions- bzw. Nahtbereich nach 7–10 Tagen) betrug 12,2 %. Damit war allerdings regelhaft keine schwerwiegende Wundheilungsstörung mit Exposition des Augmentats und dem Erfordernis einer Revision oder eines Debridements verbunden (Abb. 2a–f). Nur bei einem Patienten mit Nikotinabusus erfolgte eine sekundäre Übernähung, die ohne weitere Maßnahmen eine vollständige Abheilung mit erhaltenem Augmentationsvolumen erzielen konnte. Die Dehiszenzen heilten in der Regel oberhalb einer intakten Kollagenmembran spontan ab. Eine Abhängigkeit der Dehiszenzrate von den 4 verwendeten Kollagenmembranen unterschiedlicher Hersteller war nicht nachweisbar. Allerdings wiesen die Membranen bei dehiszenzbedingter Exposition eine differente Standfestigkeit auf. Dabei erwies sich die Ribose-quervernetze Ossix-Plus-Membran als deutlich resistenter. Diese war bei der Freilegungsoperation stets noch in Resten nachweisbar und teilweise mit einer knochenähnlichen, die Implantatschulter bedeckenden Hartsubstanz unterlegt. Die Freilegung war daher regelhaft mit dem Erfordernis einer partiellen Knochenabtragung verbunden. Sekundäre Augmentationen waren weder beim ein- noch beim zweizeitigen Vorgehen erforderlich. Bei einer Patientin zeigte sich eine Abszessbildung im Bereich des posterioren Unterkiefers, die nach Inzision und oraler Antibiose mit Amoxicillin ohne Dehiszenz oder klinisch auffälligen Volumenverlust abheilte.

In 2 Fällen war infolge einer Membrandislokation nach 5–6 Tagen eine frühe Exposition des Spongiosagranulats nachweisbar. Dabei zeigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt nach klinischen Kriterien eine weitgehende Vaskularisation mit vereinzelter Exposition von Granula in der Umgebung eines stabilen und reizfreien Augmentats. Nach deren schonender Entfernung resultierte eine spontane Epithelisation ohne weiteres Debridement oder klinisch auffälligen Volumenverlust (Abb. 2a–f). In beiden Fällen konnte nach 4 Monaten ein Implantat ohne sekundäre Augmentation eingegliedert und im weiteren Verlauf erfolgreich belastet werden.

Mit zunehmender Erfahrung wurde die GBR-Technik auch auf größere und vertikal ausgerichtete Defekte (Abb. 3a–f) ausgeweitet. In diesen Fällen wurde in der Regel ein zweizeitiges Vorgehen gewählt. Bei der sekundären Implantation nach 4–5 Monaten zeigte sich stets eine stabile Konturierung des Augmentats ohne klinisch relevanten Volumenverlust mit hinreichend dichter Knochenqualität. Sämt­liche NobelActive-Implantate wurden mit einem Eindrehwiderstand > 20 Ncm eingegliedert.

Die 3 Implantatverluste (2,1 %) resultierten aus einer fehlenden Osseointegration, die jeweils bei der Freilegung bzw. den vorbereitenden Maßnahmen für eine funktionelle Belastung auffällig wurden. In allen Fällen bestand kein Zusammenhang mit einer vorangehenden Dehiszenz. Die nachfolgende Sekudärimplantation erzielte ohne zusätzliche augmentative Maßnahmen eine ungestörte Implantatfunktionalität.

Diskussion

Die klinische Überlegenheit einer Verfahrenstechnik oder verwendeter Materialien (autolog, allogen, xenogen, alloplastisch) kann für die Augmentation von Kieferkammdefekten nicht belegt werden. Metaanalysen und systematische Übersichtsarbeiten [1, 3, 9, 10] weisen diesbezüglich auf eine fehlende Signifikanz. Die Verwendung von Eigenknochen ist häufig mit einem zusätzlichen Spenderareal, Volumenlimitierung oder potenzieller Komorbidität verbunden. Allogene oder xenogene Knochenersatzmaterialien sind als biologische Matrixprodukte im Gegensatz zu alloplastischen (synthetischen) Materialien mit einem hypothetischen Restrisiko (Infektiosität, Antigenität) behaftet.

Bei der Einheilung von Knochenersatzmaterialien werden deren Resorption und deren möglichst rascher und vollständiger Umbau in vitalen Knochen (ossäre Organisation) über einen osteokonduktiven Leitschieneneffekt angestrebt. Granuläre Aufbereitungen sind durch eine raschere Vaskularisation gekennzeichnet, benötigen jedoch zusätzliche „Stabilisatoren“ (Titangitter, Schalen, Membranen) und sind insbesondere in der vertikalen Dimension limitiert. Bei großvolumigen und/oder mehrdimensionalen Defekten sowie bei vertikaler Vektorrichtung wird daher häufig ein Blocktransfer favorisiert. Dieser ist mit dem größeren Aufwand der geometrischen Anpassung durch manuelle oder CAD/CAM-Frästechnik, einer verzögerten Substitution und einem Volumenverlust im Fall einer Dehiszenz verbunden.

GBR-Membrantechniken gelten wegen der komplikationsloseren Adaptation als technisch einfacher. Dabei kommen Membranen in erster Linie protektive und konturierende Eigenschaften (Containereffekt) zu. Derzeit wird für Ribose-quervernetzte Kollagenmembranen sogar eine aktive Unterstützung der Knochenregeneration durch Periostin diskutiert [30]. Membranen ermöglichen die Proliferation von osteogenen Progenitorzellen in den resultierenden Hohlraum. Dabei sind jedoch die zellulären und molekularen Mechanismen der Knochenneubildung und Differenzierung nicht geklärt [28.]. Die erste nichtresorbierbare Membrangeneration, in der Regel aus expandiertem Polytetrafluorethylen (ePTFE), war mit dem Erfordernis einer Zweizeitigkeit (Membranentfernung), einer relativ hohen Expositionsrate mit konsekutiver Kontamination und eingeschränkt kalkulierbarem Komplika­tionsmanagement verbunden. ePTFE-Membranen gelten als zellokklusiv. Unter den resorbierbaren Membranen haben sich inzwischen Kollagenmembranen unter klinischen Aspekten als praktikabel und effizient erwiesen. Sie wirken auch zellokklusiv und werden sehr gut biologisch integriert. Als nachteilig für natür­liche Kollagene gilt trotz hervorragender Bioaktivität (Gewebeintegration, Vaskularisation) die schnelle Biodegradation. Quervernetzte Kollagenmembranen weisen eine verlängerte Biodegradation, aber auch eine geminderte Gewebeintegration und Vaskularisation auf [32]. Für Ribose-quervernetze Kollagenmembranen wird im Vergleich zu natürlichen Kollagenen eine höhere Resistenz gegenüber einer Biodegradation bei gleichwertiger Biokompatibilät unterstellt [ 27, 28, 34]. Diese Eigenschaften können aufgrund unserer Fallserie durchaus bestätigt werden.

Auch GBR-Techniken mit resorbierbaren Membranen sind neben einer gewissen technischen Komplexität durch eine Dehiszenz bzw. Wundheilungsstörung im Bereich der Inzisionslinie gekennzeichnet. Im Gegensatz zu nichtresorbierbaren Membranen ist jedoch eine Dehiszenz nicht zwangsläufig mit einer erhöhten Infektionsgefahr verbunden. Es besteht offensichtlich das Potenzial einer spontanen Epithelisation [33]. Für GBR-Techniken mit resorbierbaren Kollagenmembranen werden Dehiszenzraten von 4–15 % beschrieben. Diese betreffen bevorzugt vertikal ausgerichtete Augmentationen im Bereich des postforaminären Unterkiefers [5]. In diesem Zusammenhang muss einschränkend darauf verwiesen werden, dass sich die vorgelegten Ergebnisse überwiegend auf Anwendungen im Oberkieferbereich beziehen. Zur Mundflora exponierte Membrananteile unterliegen einer deutlich beschleunigten Degradation. Die vorzeitige Membranexposition gilt daher als negativer Faktor für die Knochenneubildung [5, 32]. Im Fall einer frühzeitigen Membrandegradation bzw. einer Exposition des Augmentats ist dessen Prognose fast ausschließlich vom Grad der vaskulären Erschließung abhängig. In diesem Zusammenhang erscheint uns das günstige klinische Verhalten des DIZG-Spongiosagranulats als sehr bemerkenswert. Im Gegensatz zu unseren Erfahrungen mit autologen oder xenogenen Granulaten fanden wir stets nach einem vergleichsweise kurzen Intervall von 5–6 Tagen eine vaskuläre Erschließung des Augmentats mit hoher Resistenz gegenüber Volumenverlusten und regelhafter Tendenz zur spontanen Epithelisation, sodass abgesehen von der schonenden Entfernung oberflächlich exponierter Granula auf ein Debridement verzichtet werden konnte. Wir beziehen dieses günstige klinische Verhalten weniger auf die Materialdifferenz autolog vs. allogen, sondern vielmehr auf die relative Stabilität des nach Hydratisierung gelartigen allogenen Granulats und dessen „Reinheit“ ohne Bindegewebsanteile und orale Verunreinigungen wie bei Eigenknochengewinnung durch Safescraper, Knochenfilter oder Partikulation durch eine Knochenmühle.

Die Ergebnisse stehen insbesondere unter dem Aspekt der standardisierten Umsetzung und der klinischen Ergebnisqualität in weitgehender Übereinstimmung mit denen anderer Autoren [5, 20. 21]. Bei grundsätzlich mit anderen GBR-Techniken vergleichbaren Erfolgsdaten ermöglicht das allogene DIZG-Spongiosagranulat einen hinreichenden Ausgleich der Defektgeometrie sowie im Regelfall bei kleinen und mittleren Defekten die simultane Augmentation und Implantation. Vertikal betonte oder komplexe Defekte versorgen wir allogen entweder mit einem manuell oder CAD/CAM-gefrästen Blocktransfer oder einer Schalentechnik. Wir verfügen über keine Erfahrungen mit einer allogenen „Zeltstangentechnik“ [5]. Wir waren anfänglich irritiert von der vergleichsweise hohen Dehiszensrate der Kollagenmembranen, sahen aber im Regelfall eine spontane Abheilung ohne zusätzliche Maßnahmen. Wir verwenden daher derzeit in Einzelfällen unter Vermeidung von vertikalen Entlastungsinzisionen und Verlagerung der mukogingivalen Grenze eine krestal offene Einheilung mit gezielter Exposition der Kollagenmembran. Beeindruckt hat uns die regelhafte und vergleichsweise rasche Vaskularisa­tion des DIZG-Materials mit unmittelbar nachfolgender Epithelisation, sodass trotz Exposition eine spontane Konsolidierung ohne klinisch relevanten Volumenverlust resultierte. Diese Erfahrung konnten wir bislang mit keinem anderen Material einschließlich autologer Knochenspäne oder Granulate wiederholen. Wir beziehen diese Beobachtung nicht auf die Überlegenheit der allogenen Matrix, sondern auf den Reinigungsgrad aufgrund der vorangehenden Prozessierung und die standardisierte Feinkörnung mit einer relativ großen Anlagerungsstabilität aufgrund der gelartigen Konsistenz nach Hydratisierung.

Interessenkonflikt: Im Zusammenhang mit diesem Beitrag geben die Autoren an, dass keinerlei industrierelevantes Konfliktpotenzial oder Abhängigkeiten bestehen. Darüber hinaus geben die Autoren Folgendes an: Prof. Dr. Dr. Elmar Esser hat mehrfach im Auftrag der Fa. Argon Dental Vertriebs GmbH & Co KG, Bingen (Vertrieb für allogene Knochenzubereitungen des Deutschen Institutes für Zell- und Gewebeersatz DIZG gGmbH, Berlin) sowie für die Fa. Nobel Biocare Deutschland GmbH, Köln, auf Honorarbasis wissenschaftliche Vorträge gehalten. Dr. Stefan Hümmeke war mehrfach auf Honorarbasis als Referent für die Fa. Nobel Biocare Deutschland GmbH, Köln, tätig. ■

Fazit Für Praktiker

  • Mit Peroxyessigsäure-sterilisierte allogene Spongiosagranulate sind nach unserer Einschätzung für GBR-Techniken bei kleineren bis mittleren Kieferkammdefekten geeignet und durch eine große Praktikabilität, eine hohe Ergebnisqualität sowie ein ausgesprochen günstiges Komplikationsmanagement im Fall einer Dehiszenz gekennzeichnet.
  • Das DIZG-Processing in Granulatform sichert eine hohe Reinheit der Transplantate [17] und reduziert die potenzielle Infektiosität und Antigenität auf ein hypothetisches aufklärungspflichtiges Restrisiko.
  • Als Alternative für die vergleichbare Indikationsstellung sehen wir insbesondere bei patientenseitigen Vorbehalten gegenüber einem Allotransfer die Verwendung einer modifizierten titanverstärkten ePTFE-­Membran und planen daher eine kli­ni­sche Vergleichsstudie.

 

prof. dr. dr. elmar esser

OCOS Oral-Chirurgie Osnabrück

e.esser42@googlemail.com

 

dr. stefan hümmeke

OCOS Oral-Chirurgie Osnabrück

s.huemmeke@gmx.de

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(Stand: 04.03.2020)

Die beiden Ausgaben der Kongresszeitung SPECTATOR CONGRESS zur DGI-Jahrestagung 2019 bietet einen umfassenden Ausblick auf das Implantologie-Event in Hamburg.

1. Ausgabe (September 2019)
2. Ausgabe (November 2019)

Aktuelle Ausgabe 1/2020

Im Fokus

  • Periimplantäres Weichgewebe
  • Implantate bei Behandlung mit Knochenantiresorptiva
  • Forcierte Extrusion bei Längsfraktur

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

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