Zahntrauma

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Therapieoptionen für die Praxis

Die drei Herausgeber, die den meisten, die sich mit der dentalen Traumatologie befassen, bekannt sein dürften, haben mit einem Team von weiteren 22 Autoren bei Quintessenz Ende 2020 ein Buch zu dieser Thematik verfasst. Das Buch besitzt knapp DIN-A4-Größe und zeigt 282 Abbildungen auf insgesamt 176 Seiten in 21 Kapiteln: (1) Unfallbedingte Zahnverletzungen – Klassifikation, Terminologie und Risikofaktoren, (2) Verhalten am Unfallort nach Zahntrauma, (3) Primärversorgung nach Zahntrauma: Muss – Soll – Kann, (4) Vitalerhaltung der Pulpa nach Trauma, (5) Restauration von Kronenfrakturen, (6) Therapieoptionen nach Kronen-Wurzel-Fraktur, (7) Wurzelfrakturen, (8) Langfristiger Erhalt oberer Schneidezähne mit zervikaler Wurzelfraktur in Kombination mit einer aggressiven Parodontitis, (9) Therapie des akut traumatisierten Parodonts, (10) Dislokationsverletzungen bleibender Zähne, (11) Avulsion und Replantation, (12) Diagnose und Therapie von Knochen- und Weichgewebsverletzungen im dentoalveolären Bereich, (13) Schienung nach Zahntrauma, (14) Schienenentfernung nach Trauma, (15) Endodontische Spätfolgen nach Zahntrauma, (16) Die digitale Volumentomografie nach Zahntrauma, (17) Milchzahntrauma, (18) Guided Endodontics nach Zahntrauma, (19) Bleaching nach Trauma, (20) Dekoronation als präimplantologische Maßnahme, (21) Prothetischer Lückenschluss nach Frontzahnverlust.

Wie man der Zahl der Kapitel entnehmen kann, sind diese in aller Regel nur wenige Seiten lang und durch die reichhaltige Bebilderung bleibt nicht viel Platz für Text, sodass man auch im Praxisalltag bei einem entsprechenden Fall sehr schnell die relevanten Kapitel studieren kann.

Die einzelnen Kapitel haben dann nochmals Zwischenüberschriften, sodass man hier schnell die jeweils relevanten Passagen auffinden kann.

Vereinzelt gibt es Hinweise auf das Internet, wo weitere hilfreiche Dokumente für den persönlichen Gebrauch heruntergeladen werden können, z.B. eine Klassifikation der Zahntraumatologie. Im zahnärztlichen Notdienst befindlich könnte dieses ausgedruckt werden und die Involvierung aller beteiligten Systeme dokumentiert werden, sodass auch in der Folge die Therapie optimal angepasst werden kann.

Im Kapitel (3) wird mit einem Ampelsystem gearbeitet. So wird übersichtlich dargestellt, welche diagnostischen und therapeutischen Schritte bereits initial zwingend notwendig sind, welche wünschenswert und welche auch noch angestellt werden können, ohne dass sich die Prognose hierdurch verschlechtert.

Die Autoren geben auch an, mit welchen Materialien und aus welchem Grund sie mit diesen arbeiten, sodass dieses Buch wirklich sehr praxisorientiert ausgelegt ist. Durch die themenverwandten Kapitel gibt es sicherlich einige Redundanzen, dies spart aber das Suchen der notwendigen Informationen in anderen Kapiteln, wenn man sich schnell eines Themas annehmen möchte. Für denjenigen, der dann tiefer einsteigen möchte, gibt es zahlreiche Querverweise auf andere Kapitel.

Die Aufnahme eines Sachverzeichnisses würde ich begrüßen, dieses fehlt. Es gibt Punkte, die man ggf. nochmals schnell nachlesen möchte, z.B. das Regime der antiresorptiven, regenerationsfördernden Therapie. Hier muss man dann doch nochmals einige Kapitel durchblättern, bis man die Antwort findet.

Insgesamt behandelt das Buch ein wichtiges Thema, und in der Materie hat sich in den letzten gut 20 Jahren viel getan. Dies wird übersichtlich im vorliegenden Buch bearbeitet und ist daher definitiv eine Anschaffung wert.

Gabriel Krastl, Roland Weiger, Andreas Filippi (Hrsg.); 1. Auflage 2020, Quintessence Publishing Deutschland; Hardcover, 176 Seiten, 282 Abbildungen; ISBN 978-3-86867-501-6; 78 Euro


(Stand: 02.03.2021)

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