Zur Reinigung von Titanimplantaten<br> Vergleichende Oberflächenuntersuchung mittels Profilometer und Rasterelektronenmikroskop

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ZZI 02/1994, 77-83

Zur Reinigung von Titanimplantaten
Vergleichende Oberflächenuntersuchung mittels Profilometer und Rasterelektronenmikroskop

Meschenmoser A, d'Hoedt B, Meyle J, Elßner G, Brich M, Hämmerte H, Schulte W

Zusammenfassung:
Durch die Anwendung von für natürliche Zähne geeigneten Reinigungsinstrumentarien an Titanimplantatoberflächen kommt es zu nachteiligen Veränderungen der Implantatoberflächenmorphologie. Um diese Veränderungen sowohl qualitativ als auch quantitativ zu erfassen, wurden 5 Titandistanzhülsen des IMZ-Implantatsystems mit einer Stahl• und einer Kunststoffkürette, einem Prototyp einer Titankürette, einem Salzstrahlgerät (Airflow) und einem Ultraschallgerät bearbeitet. Die Küretten waren mittels individuell angefertigter Kaltpolymerschablonen an einer vertikalen Führungsschiene fixiert, so daß sowohl die vertikale Arbeitsbewegung als auch die Neigung der Küretten konstant und reproduzierbar blieben. Die Anpreßkraft wurde mit einer Federwaage für alle Küretten konstant gehalten. Das Ultraschall- und das Salzstrahlgerät wurden ebenfalls standardisiert und gemäß den Herstellerangaben verwendet. Die Auswertung erfolgte mit einem Rasterelektronenmikroskop und einem Profilometer. Die Stahlkürette und das Ultraschallgerät erwiesen sich als ungeeignet zur Anwendung an Titanoberflächen. Die Titankürette hinterläßt geringe Bearbeitungsspuren, die zwar mit dem Rasterelektronenmikroskop erkennbar waren, sich jedoch in der profilometrischen Auswertung kaum auswirkten. Das Salzstrahlgerät und die Kunststoffkürette stellen die schonendsten Verfahren zur Anwendung an Titanoberflächen dar.

 

Summary:
The use of cleaning instruments on titanium implants may cause undesired surface alterations. In a qualitative and qantitative assessment of these alterations, five titanium abutments of the IMZ implant system were treated with a steel curette, a plastic curette, the prototype of a pure titanium curette, an airflow system, and an ultrasonic system. Custom-made polymer templates were used to fixate the curettes on a vertical guide bar thus ensuring that both the vertical instrument strokes and the angulation of the curettes were constant and reproducible. Instrument pressure was maintained at a constant level for all curettes through the use of a spring scale. Also the ultrasonic and the airflow Systems were standardized and used according to the manufacturer's instructions. Evaluation by SEM and profilometry showed that the steel curette and the ultrasonic system were not suitable for use on titanium surfaces. The titanium curette left minor traces on the surface which although visible by SEM hardly affected the profilometric results. The most sparing methods for cleaning titanium implants were the airflow system and the plastic curette.


(Stand: 01.02.1994)

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