Mikrotitannetze bei Knochentransplantationen im Rahmen von ein- und zwei zeitigen Einzelzahnimplantationen*

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ZZI 02/1998, 65-73

Mikrotitannetze bei Knochentransplantationen im Rahmen von ein- und zwei zeitigen Einzelzahnimplantationen*

Stimmelmayr MC, Paulus GW

Zusammenfassung:
Wegen regionaler Defekte am Alveolarfortsatz mußte bei Implantatinsertionen in Einzelzahnschaltlücken das Implantatlager mit Knochentransplantaten verbessert werden. Dabei wurden in insgesamt 26 Fällen die verwendeten Knochentransplantate mit Mikrotitannetzen .fixiert. Während 17 mal die Knochenaugmentation gleichzeitig mit der Implantatinsertion erfolgte, wurde in neun Fällen zuerst Knochen an- oder aufgelagert bevor in einem zweiten Schritt die Implantate gesetzt werden konnten. In 78 Fällen kam es zu einer unkomplizierten Einheilung von Knochen, Mikrotitannetzen und Implantaten. Im Verlauf der Wundheilung wurden bei acht Patienten Weichteildehiszenzen über den Titan netzen .festgestellt; in zwei Fällen mußten die Titannetze frühzeitig entfernt werden. Weichteildehiszenzen wurden vermehrt bei Augmentationen am Unterkiefer beobachtet; ein unterschiedliches Einheilen bei ein- oder zweizeitigem Vorgehen war nicht zu beobachten. 4 mal kam es während der Einheilung zu partiellen, 2 mal .zu totalen Knochentransplantatverlusten, wobei einmal eine Implantatsetzung nicht möglich war und ein Implantatverlust verzeichnet werden mußte.

 

Summary:
Due to regional defects of the alveolar ridge in single-tooth cases, implant insertion had to be combined with bone grafts. In 26 cases bone grafts were inserted together with a microtitanium mesh. In 17 of these cases the bone augmentation was performed simultaneously with implant insertion, while in 9 cases the bone grafts were placed first, before an implant was inserted in a second procedure. In 18 cases there were no complications during the healing process. During the course of wound healing 8 patients were found to have soft tissue dehiscences over the micromesh, while in 2 cases the micromeshs had to be prematurely removed. Soft tissue dehiscences were more frequently observed in the lower jaw. No differences were observed in healing after one or two stage procedures. In 4 cases there was a partial and in 2 cases a complete loss of the bone graft, and so one implant could not he placed at all and another one had to be removed.


(Stand: 01.02.1998)

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