Experimentelle Untersuchungen zur Laser-assistierten Periimplantitistherapie

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ZZI 02/1999, 97-104

Experimentelle Untersuchungen zur Laser-assistierten Periimplantitistherapie

H. Deppe, H.-H. Horch, K. Donath, T. Hiermer, J. Henke

Zusammenfassung:
Ziel der vorliegenden Studie war zu evaluieren, ob mit CO2-Laserstrahlen unter Verwendung eines Scanners (Swiftlase®) periimplantäre Defekte behandelt werden können. Dazu wurden zunächst In-vitro-Studien durchgeführt, um geeignete Laserparameter zu identifizieren. Diese beinhalteten u.a. Temperaturmessungen im Interface, Rasterelektronenmikroskopie und mikrobiologische Tests. In der folgenden tierexperimentellen Studie an 6 Beagle-Hunden mit insgesamt 60 Implantaten wurde untersucht, ob an vormals kontaminierten Implantatoberflächen nach Laserbestrahlung Reosseointegrationen möglich sind. Die Dekontamination erfolgte bei je 20 Implantaten konventionell bzw. mit zwei Laser-assistierten Verfahren. Histologisch zeigten sich insbesondere auf den Laserdekontaminierten Implantaten zungenförmige Knochenneubildungen. Diese Ergebnisse belegen, daß periimplantäre Knochendefekte erfolgreich durch die Laser-assistierte Dekontamination im Hundemodell behandelt werden können. Auf die klinische Relevanz wird Bezug genommen.

 

Summary:
The purpose of this study was to determine whether a CO2 laser scanning system (Swiftlase®) is of value in the treatment of periimplantitis. Therefore, several in vitro studies have been performed including measurements of the interface temperature during the lasing process, scanning electron microscopy and tests of the sterilizating potential of the CO2 laser on plasma-sprayed implant surfaces. The aim of a study in 6 beagle dogs was to determine whether new bone formation can occur on previously contaminated lased dental implants. A total of 60 implants were inserted. Implants and bony defects resulting from gross plaque accumulation were treated either conventionally with an airpowder abrasive, by laser-irradiation or combined conventional and laser-assisted treatment. The histologic examination of sections treatment demonstrated many areas of newly formed lamellar bone in direct contact to previously contaminated and lased implant surfaces. These results support the hypothesis that plaque-induced periimplant defects can successfully be treated by laser-assisted implant decontamination without damaging the surrounding tissues.


(Stand: 01.02.1999)

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