Das Zygorna-Implantat - Indikationen und erste klinische Erfahrungen

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ZZI 02/1999, 65-70

Das Zygorna-Implantat - Indikationen und erste klinische Erfahrungen

T. E. Reichert, M. Kunkel, U. Wahlmann, W. Wagner

Zusammenfassung:
Zygoma-Implantate werden zusätzlich zur Alveolarkammverankerung in den Knochen des Processus zygomaticus der Maxilla und in den basalen Anteil des Os zygomaticum eingeschraubt und stützen sich mechanisch im Jochbeinmassiv ab. Damit wird ein bisher implantologisch nicht genutzter Knochen als stabiles Implantatlager verwendet. Der vorliegende Bericht basiert auf den Erfahrungen des Einsetzens von 18 Zygoma-Implantaten bei 12 Patienten. Dabei wird besonders die Indikationsstellung, für die Verwendung dieses Implantattyps diskutiert. Unsere Erfahrungen lassen den Schluß zu, daß das Zygoma-Implantat gerade bei Problempatienten wie Tumorpatienten mit einem Oberkieferresektionsdefekt sowie Patienten mit einer extremen Oberkieferatrophie als letzte Möglichkeit einer stabilen Prothesenverankerung eingesetzt werden kann. Dies gilt besonders dann, wenn augmentative Verfahren aussichtslos wären oder nicht zum Ziel geführt haben. Das Zygoma-Implantat kann aber auch sehr sinnvoll zur Vermeidung einer Oberkiefer-Augmentation, zur Entlastung eines im Oberkiefer augmentierten Knochens und als Alternative zur Sinusbodenelevation verwendet werden.

 

Summary:
Zygomatic fixtures are inserted from the crest of the alveolar process along the lateral wall of the maxillary sinus into the zygomatic bone. With this technique an additional region of bone is used for anchorage of dental implants. This paper is based on the results of the insertion of 18 zygomatic fixtures in 12 patients. Indications for the use of this type of implant are discussed. Our initial experience supports the use of zygoma implants especially in patients with maxillary defects resulting from tumor resection or in patients with severe bone resorption of the maxillary alveolar process. In these cases or in patients where a bone graft has failed, the fixture extending to the zygomatic bone may be the only way to achieve stable retention of a prosthesis. In addition, zygomatic implants can be usefully applied in patients who do not accept a major osteoplastic augmentation procedure. They might further be helpful in patients after maxillary bone augmentation to protect the graft and regular implants from overloading during the healing period, or as an alternative treatment to the conventional sinus augmentation approach.


(Stand: 01.02.1999)

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