Die Vitalität von gefilterten Knochenspänen zum präimplantologischen Knochenaufbau- Histochemische Untersuchungen und klinische Erfahrungen

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ZZI 02/2002, 93-100

Die Vitalität von gefilterten Knochenspänen zum präimplantologischen Knochenaufbau- Histochemische Untersuchungen und klinische Erfahrungen

L. A. Eicker, P. Tomakidi, D. Haessler, J. Neugebauer, J. E Zöller

Zusammenfassung:
Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, eine mögliche vitale Potenz von gefilterten Knochenspänen zur autologen Knochentransplantation zu überprüfen. Zu diesem Zweck wurden bei Implantatinsertionen Knochenspäne gesammelt und in vitro als Explantatkultur angelegt. Nach fünf bis sieben Tagen konnte ein Wachstum von primären Zellen aus den Explantatstücken beobachtet werden. Konfluente Kulturen exprimieren charakteristische Marker des osteoblastären Phänotyps, das heißt, sie waren positiv für alkalische Phosphatase, den Nachweis mineralisierter Matrix und für Osteokalzin. Durch die oben vorgestellten Versuche konnte die vitale Potenz der gefilterten Knochenspäne bewiesen werden. Ebenfalls war es möglich, festzustellen, dass aus den Spänen ausgewachsene Zellen in der Lage sind, in Richtung eines osteoblastären Phänotyps zu differenzieren. Aufgrund der Vitalität und der Differenzierung liegt es nahe, dass die Knochenspäne neben der osteokonduktiven auch eine osteoinduktive Eigenschaft besitzen. Die immunologische Unbedenklichkeit der Knochenspäne sowie ihre Kombinationsmöglichkeit mit anderen Augmentationsmaterialien macht bei Verwendung des Bone Collectors in vielen Fällen die Verwendung anderer Materialien überflüssig.

The vital potential of filtered bone particles used for bone augmentation - histochemical investigations and clinical experiences

Summary:
The aim of this study was to assess the vital potential of filtered bone particles used for augmentation purposes during implantsurgery. The particles were collected during the process of implantation and then explanted as an in-vitro cell culture. After five to seven days primary cells occurred growing around the collected bone particles. Having reached the confluent state of growing, these cells were used for further histochemical studies in order to determine markers of the assumed osteoblastic phenotype. At the end a vital potential of collected bone particles was positively recognized. It was possible for the cells growing out of the particles to differentiate to an osteoblastic phenotype. This and the vitality of the particles lead us to the conclusion that the collected bone particles should have an osteoconductive and an osteoinductive potential. Bone particles are successfully used for augmentation purposes. Because they are easy to use and to harvest during the surgery procedure and because they can be combined with other augmentation materials, we suggest the use of the Friadent bone-collector as a standard procedure for the augmentation of the alveolar bone during implant surgery. By using the bone-collector, other materials for alveolar bone augmentation can be neglected during the procedure of implant surgery.


(Stand: 01.02.2002)

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