Teleskopstabilisierter Zahnersatz auf zwei interforaminalen Implantaten – <br> klinische und röntgenologische 10-Jahres-Ergebnisse

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ZZI 02/2004, 100-5

Teleskopstabilisierter Zahnersatz auf zwei interforaminalen Implantaten –

klinische und röntgenologische 10-Jahres-Ergebnisse

Schrott AR, Linke JJ, Graef F, Wichmann MG, Heckmann SM

Zusammenfassung:
Zur Versorgung des zahnlosen Unterkiefers mit Implantaten und Deckprothesen stehen verschiedene Verbindungselemente zur Verfügung. Resilienzteleskope auf zwei interforaminalen Implantaten werden seit 1989 zur Prothesenstabilisierung herangezogen. Ziel dieser Studie ist es, den Zustand der peri-implantären Hart- und Weichgewebe nach einem Zeitraum von über 10 Jahren in Funktion zu untersuchen.

An 46 interforaminalen Implantaten bei 23 Patienten wurden die Sulkus-Fluid-Fließrate (SFFR), Periotest-Werte (PTW), der Abstand zwischen Implantatschulter und erstem krestalen Knochen-Implantat-Kontakt (DIB) und der horizontale Knochenabbau (HBL) gemessen.

Der mittlere SFFR-Wert lag bei 12 und der mittlere Periotest-Wert bei -1,91. Röntgenologisch wurden ein mittlerer DIB-Wert von 3,19 ± 0,95 mm (Bereich 1,30 – 5,16 mm) und ein mittlerer HBL-Wert von 1,60 ± 1,52 mm (Bereich 0,28 – 8,33 mm) ermittelt. Statistisch konnte eine Korrelation zwischen DIB und den Parametern SFFR

(p = 0,060) und besonders PTW (p < 0,01) gefunden werden, weshalb diese Parameter als wertvolle klinische Indikatoren für den peri-implantären Knochenabbau herangezogen werden können.

Die 10-Jahres-Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass zwei mit Resilienzteleskopen versorgte Implantate zur Stabilisierung einer Deckprothese eine langfristig erfolgversprechende Therapiemöglichkeit des stark atrophierten zahnlosen Unterkiefers darstellen. Besonders der Behandlung älterer Patienten kommt dieses Konzept aufgrund einfacher Prothesenhandhabung und guter Hygienefähigkeit zugute.



Telescopic overdenture stabilization using two interforaminal implants: clinical and radiographical 10-year results

Summary:
To stabilize mandibular overdentures in edentulous patients, various connector types placed in the anterior mandible are possible. Treatment using non-rigid telescopic connectors on two interforaminal implants for overdenture stabilization began in 1989. The objective of this study is to investigate soft and hard tissue conditions after a period of 10 years in function.

In twenty three subjects with 46 interforaminal implants the sulcus fluid flow rate (SFFR), Periotest measurements (PTW), the distance between implant shoulder and first crestal bone-implant contact (DIB) and the horizontal bone loss (HBL) were measured.

The mean SFFR was 12 and the mean Periotest value -1.91. Radiographically a mean DIB of 3.19 ± 0.95 mm (range 1.30 – 5.16 mm) and a mean HBL of 1.60 ± 1.52 mm (range 0.28 – 8.33 mm) were investigated. A correlation was found between DIB and the parameters SFFR (p = 0.060) and especially PTW (p < 0.01), leading to the assumption that these clinical parameters may be useful indicators of peri-implant bone loss.

The results of the 10-year follow-up examination show that non-rigid telescopic connectors with two interforaminal implants for overdenture stabilization appear to be an efficient and effective long-term treatment modality in severely resorbed edentulous mandibles. Particularly in geriatric patient treatment this concept may provide advantages in terms of handling and cleaning.



(Stand: 01.02.2004)

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