Steigende ästhetische Ansprüche als Motor für Innovationen und Forschung

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Zahnlose oder teilbezahnte Patienten konsultieren den Implantologen oft mit dem Wunsch nach einer Verbesserung des Prothesenhaltes oder nach Ersatz des herausnehmbaren durch einen festsitzenden Zahnersatz. Nach Einzelzahnverlust besteht oft der Wunsch nach einer implantatgetragenen, minimalinvasiven, restgebissschonenden Versorgungsvariante. Der ständig steigende Anspruch unserer Patienten an „Life Quality“ und „Life Style“ führte in den vergangenen Jahren zu einem rasanten Anstieg der Nachfrage nach implantologischen Leistungen in der Zahnarztpraxis.

Diese gestiegene Nachfrage nach Implantaten gab starke Impulse für die Industrie, die auch auf der diesjährigen IDS im März zu verzeichnen waren. Im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung im März 2009 konnte nach Angaben des Schlussberichtes der Kölnmesse GmbH eine Steigerung der Besucherzahlen um neun Prozent, der Ausstellerzahlen um sieben Prozent und der belegten Fläche um fünf Prozent erreicht werden. Aus implantologischer Sicht gab es mehrere interessante Neuerungen insbesondere in den Bereichen „Ästhetik“, „Implantatdesign und -oberflächen“ sowie „Vermeidung von Implantatfehlpositionierungen durch 3D-Planung und OP-Navigation“.

Wesentlichstes Qualitätskriterium aller industriellen Innovationen sollte jedoch grundsätzlich eine ausführliche Dokumentation der klinischen Eignung sowohl an Hand von prospektiven Studien als auch an Hand von Kasuistiken erfahrener Praktiker sein. In der aktuellen Ausgabe der ZZI (2/2011) werden die Kernpunkte der diesjährigen IDS noch einmal von wissenschaftlicher Seite her aufgegriffen und aus einem anderen Blickwinkel bearbeitet. Kann Ästhetik überhaupt durch eine Veränderung des Implantatdesigns erreicht werden, wenn sie doch einen subjektiv von der eigenen Betrachtungsweise abhängigen und zusätzlich multifaktoriell beeinflussten Parameter darstellt? Im Beitrag von Müller et al. wird mit Hilfe eines objektiven Ästhetikscores multivariat untersucht, welche prätherapeutischen Faktoren die Ästhetik beeinflussen. Kann durch zusätzliche Beschichtung von Implantatoberflächen eine weitere Verbesserung der Osseointegration erreicht werden? Diese Fragestellung wird im Modell des Kaninchens im Beitrag von Karl et al. am Beispiel einer alkalisierten Implantatoberfläche untersucht. Welche Optionen hat der Behandler nach Osseointegration eines fehlpositionierten Implantates? Der Beitrag Suhr et al. diskutiert die Implantatrepositionierungsosteotomie als Therapieoption im Falle einer Fehlpositionierung.

Beim Lesen der vorliegenden ZZI Ausgabe wünsche ich Ihnen viel Freude und interessante Implikationen für die eigene Tätigkeit.

 

Ihr

 

Univ.-Prof. Dr. Dr. Stefan Schultze-Mosgau


(Stand: 03.06.2011)

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