„Update digitale Implantologie“ in Kassel

DGI-Symposium

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Die faszinierenden neuen Möglichkeiten der digitalen Implantologie stehen im Zentrum eines DGI-Symposiums, das am 23. Juni 2012 in Kassel stattfinden wird. Tagungsleiter ist DGI-Präsident Professor Dr. Dr. Hendrik Terheyden.

„Wie in vielen anderen Branchen, haben auch in der Zahnmedizin die digitalen Verfahren in den letzten Jahren Einzug gehalten und eröffnen Zahnärzten und Zahntechnikern faszinierende neue Möglichkeiten“, erklärt DGI-Präsident Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel. Doch welchen Stellenwert haben sie? Angesichts der stürmischen Entwicklung gilt es die neuen Verfahren zu prüfen und auf ihre Tauglichkeit hin zu bewerten. Sind sie bereits ein „Must-have“ oder doch nur ein „Nice-to-have“? Wie lassen sie sich in den Praxisalltag integrieren? Welche Auswirkungen haben sie beispielsweise auf die Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker? Wird vom Leben bald bestraft, wer nicht jetzt schon einsteigt und in die neuen Verfahren investiert?

Antworten auf diese wichtigen Fragen geben sechs renommierte Experten auf einem Symposium der DGI, das am 23. Juni 2012 von 8.30 bis 17 Uhr im Kongress Palais Kassel stattfindet: „Update digitale Implantologie“.

„Es ist Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme, um Orientierung zu geben“, betont Professor Terheyden, der das Symposium leiten wird. Die Referenten analysieren entlang des implantologischen Workflows die Bedeutung der verschiedenen digitalen Verfahren in der implantologischen Diagnostik und Therapie.

Dabei steht die Evaluation bereits weitgehend etablierter digitaler Verfahren ebenso im Zentrum wie die Bewertung von Methoden, die gerade Einzug in die Praxis halten. Und nicht zuletzt präsentieren die Experten auch zukünftige Entwicklungen und Möglichkeiten.

Während etwa die Digitale Volumentomographie bereits seit einigen Jahren eingesetzt wird und daher entsprechende Erfahrungen vorliegen, hält die digitale Bissnahme, die eine höhere Präzision verspricht, zurzeit Einzug in die Praxis. „Hier sind wir gerade Zeugen des Wandels“, sagt der DGI-Präsident. Und zu den Verfahren aus der Zukunft gehört beispielsweise der Gesichtsscanner.

Der Blick in die Zukunft steht am Beginn der Veranstaltung. Geboten werden Einblicke in die derzeit modernste Zahnklinik der Welt. Diese steht in Amsterdam: das „Academisch Centrum Tandheelkunde Amsterdam“ (ACTA) ist eine eigenständige zahnmedizinische Fakultät, getragen von der Universität Amsterdam und der VU Universität Amsterdam. Prof. Dr. Daniel Wismeijer ist an diesem Zentrum Professor für Orale Implantologie und Zahnprothetik und wird die Klinik und ihre Möglichkeiten in Kassel vorstellen.

Danach geht es um die digitale Prozesskette. Was heute möglich ist zwischen Setup und Recall, wird Dr. Elmar Frank aus Besigheim präsentieren. Auf dem letzten Symposium der DGI im Jahr 2009 in Mannheim trug eine Präsentation von Dr. Frank den Titel: „Muss es wirklich 3D sein?” Man darf gespannt sein, ob der Referent diese Frage 2012 anders beantworten wird als 2009.

Die digitale Prothetik steht im Mittelpunkt des Vortrags von PD Dr. Florian Beuer, München. „Die intraorale digitale Erfassung wird die Zahnmedizin stärker beeinflussen, als es die Digitalisierung im zahntechnischen Labor getan hat“, prophezeit Dr. Beuer.

PD Dr. Ronald E. Jung, Zürich, beleuchtet die Möglichkeiten der computerassistierten Implantologie von der Diagnostik über die Implantation bis zur Prothetik und PD Dr. Ralf Schulze, Mainz, referiert zum Thema Digitale Volumentomographie (DVT). Zum Abschluss des Symposiums präsentiert Prof. Dr. Joachim Zöller, Köln, unter dem Titel „Update Gesichtsästhetik und Implantologie“ einen weiteren Ausblick in die Zukunft: Es geht um die Möglichkeiten des Gesichtsscanners. Dieser liefert Datensätze, mit deren Hilfe etwa die Auswirkungen der Zahnstellung auf Weichteile und Gesichtsästhetik simuliert werden können.

Begleitet wird das DGI-Symposium von einem Themenpark der Industrie, der ganz im Zeichen der digitalen Implantologie steht.

Die Eröffnungsveranstaltung zum Symposium findet am Freitag, 22. Juni, ab 19.30 Uhr im Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe statt.

Die Veranstaltung ist mit 8 DGI-DGZMK-BZÄK-Fortbildungspunkten bewertet.

Weitere Informationen und eine schnelle und bequeme Online-Anmeldung sind unter der Internetadresse www.dgi-ev.de verfügbar.

B. Ritzert, Pöcking


(Stand: 22.06.2012)

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