DGI – SGI – ÖGI: Gemeinsame Aktivitäten, Symbol für Kooperation

PDF

Die Österreichische Gesellschaft für Implantologie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGI) hat Anfang Mai 2011 40 „junge“ Wissenschaftler von Österreichs Kliniken und Praxen zu einer innovativen Tagung zum Thema „Implantologie 2020“ in Saalfelden geladen und die zukünftigen Herausforderungen analysiert und diskutiert. Im Rahmen von interaktiven Workshops organisierte der ÖGI-Vorstand zwei dynamische Tage, die als Ziel die Vernetzung von jungen „Implantologen“ haben. Das Hauptaugenmerk der Tagung galt der Nachwuchsförderung und der zukünftigen Tätigkeit der ÖGI. Provokante Fragestellungen und spannende Themen rund um die Implantologie und die Zukunft der implantologischen Aus- und Weiterbildung wurden auf nationaler Ebene zwischen Prothetikern, Kieferchirurgen, Parodontologen und Oralchirurgen erörtert. Das Treffen der ÖGI war dabei vor allem ein kräftiges Zeichen für das Zusammenrücken von jungen und „älteren“ wissenschaftlich aktiven Klinikern und Praktikern aus ganz Österreich. Vor allem das Aufeinandertreffen traditioneller implantologischer Gedankengänge und neuer, innovativer Ansätze hat sich als geeignet erwiesen, unseren implantologischen Horizont im Bereich der Aus-, Weiterbildung, zukünftiger Trends sowie Herausforderungen und Ansprüche an Patienten und Behandler zu erweitern. Zur Umsetzung neuer Ideen und zur Betreuung der Nachwuchsanliegen wurde in der Folge ein „Junior Delegierter“ als Vertreter im ÖGI-Vorstand bestellt.

Als Folgeprojekt der Nachwuchsveranstaltung 2011 in Saalfelden sollen 2013 bei einem weiteren Treffen unter ÖGI-Obhut junge Nachwuchswissenschaftler gemeinsam mit den maßgeblichen Repräsentanten aus Unternehmen und Industrie Gelegenheit bekommen, sich kennenzulernen und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren. Der Fokus der Veranstaltung soll auf der Vernetzung der jungen Kollegen untereinander und der Entwicklung neuer Ideen, Konzepte, Visionen und Projekte liegen. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden wiederum in einer Publikation aufbereitet und den Lesern der Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie (ZZI) präsentiert. Zukünftig wären gemeinsame Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V. (DGI), der Schweizerischen Gesellschaft für orale Implantologie (SGI) und der ÖGI in dieser Richtung denkbar und sinnvoll.

Die Förderung der Agenda „Nachwuchs“ sollte aber auch auf internationaler Basis institutionalisiert werden: In Anlehnung an das Junior Komitee der European Association for Osseointegration (EAO) erscheint eine deutschsprachige Nachwuchsorganisation im Sinne einer noch besseren Kommunikation und Vernetzung junger deutschsprachiger/europäischer Kliniker und Praktiker auf klinischer und wissenschaftlicher Ebene erstrebenswert bzw. zumindest hoffnungsvoll. Die Bewerbung interessierter junger Kollegen bei ihrer nationalen Gesellschaft und die Einrichtung eines Nachwuchs-Komitees könnten bereits in Bern ein Tagesordnungspunkt sein. Wir sehen derlei Aktivitäten zwischen unseren Ländern nicht als Konkurrenz zur EAO sondern als zusätzliches Forum, das jungen, engagierten Klinikern und Praktikern als Plattform dienen kann.

In diesem Sinne ist auch die kommende Gemeinschaftstagung „Back to the roots“ in Bern Symbol für die Kooperation unserer Gesellschaften. Bereits im Vorfeld wurde erfolgreich versucht, dieser Tagung bei der wissenschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Planung trotz der Größenunterschiede und der personellen Vielfalt der Gesellschaften einen „gemeinsamen“ Charakter zu verleihen. Die wirtschaftliche und wissenschaftliche Annäherung der Gesellschaften im Vorfeld von Bern 2012 und, so ist zu hoffen, für Wien 2015 ist sinnvoll, um eine schlagkräftige internationale Kooperation jenseits der Industrie zur Bewältigung der Herausforderungen an die Implantologie 2020 weiter zu entwickeln.

 

Ihr

 

Univ.-Prof. Dr. Martin Lorenzoni


(Stand: 22.06.2012)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2020

Im Fokus

  • Kippkonus-Abutment
  • Statine und Bisphosphonate
  • Teleskopierende Hypridbrücke

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen