Implantatgestützter doppelkronenverankerter Zahnersatz im zahnlosen Unterkiefer: Ergebnisse einer retrospektiven 8-Jahres-Studie

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E. Frisch1, P. Ratka-Krüger2, K. M. Lehmann3

Einführung: Für die Rehabilitation von Patienten mit zahnlosem Unterkiefer wurden verschiedene implantatgestützte Versorgungskonzepte vorgeschlagen und diskutiert. Es liegen bisher nur wenige Daten, insbesondere Langzeitdaten, über rein implantatgestützte Versorgungen mit doppelkronenverankertem Zahnersatz vor. Diese Studie liefert entsprechende Daten von Patienten, die im Durchschnitt über mehr als 8 Jahre im Rahmen einer unterstützenden postimplantologischen Therapie (UIT) betreut wurden.

Material und Methode: Zwischen 1992 und 2009 wurden 32 im Unterkiefer zahnlose Patienten mithilfe von Marburger Doppelkronen (Marburg Double Crown, MDC) auf 4 Implantaten mit Teilprothesen rehabilitiert. Für die retrospektive Evaluation von Überlebens- bzw. Erfolgsraten von Implantaten und Prothesen sowie von technischen und biologischen Komplikationen wurden ausschließlich Patienten inkludiert, die an einer professionellen UIT teilnahmen.

Ergebnisse und Diskussion: Die Einschlusskriterien erfüllten 27 Patienten (20 w, 7 m; mittleres Alter: 73,88 ± 10,44 Jahre) mit 108 Implantaten. Die mittlere Beobachtungszeit betrug 8,27 ± 4,75 Jahre. Zwei Implantate (1,85 %) gingen vor der prothetischen Versorgung verloren (kumulative Überlebensrate: 98,15 %) und 4 Implantate (3,74 %) bei 3 Patienten (11,11 %) zeigten eine Periimplantitis (kumulative Erfolgsrate 94,41 %). Bis zum Studienende musste keine Prothese erneuert werden (Prothesen-Überlebensrate 100 %) und 14 Prothesen (52 %) benötigten keine Reparatur. Kleinere technische Korrekturen (z.B. Abutmentlockerung, Schraubenlockerung, Kunststofffraktur oder Unterfütterung wurden mit einer Häufigkeit von 0,130 Behandlungen pro Patient und Jahr (B/P/J) nötig.

Schlussfolgerungen: Die begrenzten Aussagemöglichkeiten dieser Studie berücksichtigend, halten wir im zahnlosen Unterkiefer implantatgestützten und über MDCs verankerten Zahnersatz für eine sinnvolle Versorgungsform. Auch über längere Zeiträume sind keine erhöhten Risiken für periimplantäre Erkrankungen oder für einen erhöhten technischen Erhaltungsaufwand zu erwarten.

Schlüsselwörter: Implantate; zahnloser Kiefer; Doppelkronen; Teleskopkronen; Periimplantitis; technische Komplikationen

Zitierweise:

Frisch E, Ratka-Krüger P, Lehmann KM: Implantatgestützter doppelkronenverankerter Zahnersatz im zahnlosen Unterkiefer: Ergebnisse einer retrospektiven 8-Jahres-Studie. Z Zahnärztl Implantol 2014;30:113–127

DOI 10.3238/ZZI.2014.0113–0127

Einleitung

In den vergangenen Jahrzehnten haben zahnärztliche Implantate die Behandlungsoptionen für zahnlose Patienten erheblich erweitert und verbessert. Heute existieren verschiedene Therapiekonzepte zu implantatgestützten, festsitzenden wie auch herausnehmbaren Versorgungsformen. Während implantatgestützte Prothesen im zahnlosen Unterkiefer vorwiegend mit Steggelenken oder -geschieben, Kugelkopfankern, Magnetattachments, Doppelkronen oder Locator-Abutments verankert werden, fehlen für den zahnlosen Oberkiefer weitgehend vergleichbare Behandlungsrichtlinien [2, 37].

Doppelkronen als Verankerungselemente für implantatretinierten Zahnersatz wurden erst relativ spät und nur in geringer Anzahl eingesetzt, zunächst in Form von Konuskronen [4,17, 19, 27] und dann als Resilienzteleskope [15, 18]. Der Einsatz von Doppelkronen zur ossären Abstützung herausnehmbaren Zahnersatzes auf Implantaten wurde für zahnlose Unterkiefer ab Mitte der 1990er Jahre vorgeschlagen [11, 12]. Später wurden auch Konusverbindungen mit Primärkronen aus Vollkeramik und einer Verankerung durch in ein Tertiärgerüst eingeklebte Galvanokappen aus Feingold vorgestellt [40, 41]. Eine vorteilhafte Konstruktionsvariante für doppelkronenverankerten Zahnersatz stellt die Einstückguss-Sekundärtechnik (EST) dar. Dabei werden die Komponenten der Sekundärkonstruktion, also Gerüst und Sekundärkronen, in einem Arbeitsgang und aus einem Material (CoCrMo-Legierung) gegossen [9, 26]. Somit entfallen technisch schwächende Fügestellen zwischen den Sekundärkronen und den Prothesensätteln. Daher und aufgrund der gegenüber Edelmetalllegierungen etwa verdoppelten Elastizitätsmodule der CoCrMo-Legierungen [29] werden vergleichsweise grazile Konstruktionen bei geringerer Schichtstärke der Sekundärkronen erreichbar. Dies ermöglicht zudem im Oberkiefer gaumenfreie, doppelkronenverankerte Teilprothesen, in der Regel ohne Transversalband. Im Unterkiefer kann auf einen Sublingualbügel verzichtet werden. Die Abstützung und die Retention des Ersatzes erfolgen über Marburger Doppelkronen [45], wobei derartige Konstruktionen gute Langzeitergebnisse aufweisen [13, 14, 44].

Zu implantatgestütztem über Doppelkronen verankertem Zahnersatz konnten in 2 systematischen Literaturreviews [21, 39] lediglich 4 klinische Studien identifiziert werden. Dort werden für die Implantate Überlebensraten von 95–100 % über 3 bis 10 Jahre angegeben [8, 16, 24, 42]. Allerdings wurden überwiegend Prothesendesigns mit Resilienzteleskopen ohne direkte Implantatabstützung untersucht.

In der hier vorgelegten retrospektiven Studie werden Daten zu Überlebens- und Erfolgsraten sowie zu biologischen und technischen Komplikationen von rein implantatgestützten, durch MDCs retinierten Versorgungen im zahnlosen Unterkiefer nach über 8 Jahren dargestellt.

Material und Methode

Die Studie wurde in einer privaten Praxis mit Spezialisierung auf Implantatversorgungen durchgeführt (Implantologie-Zentrum Nordhessen, Hofgeismar). Sie basiert auf der Analyse primärer Patientendaten und evaluiert die klinischen Ergebnisse von mittels Marburger Doppelkronen auf 4 Implantaten abgestützten und retinierten Prothesen im zahnlosen Unterkiefer. Die Studie wurde von der Ethikkommission der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geprüft und genehmigt (Nr. 46/10).

In die Untersuchung wurden Patienten einbezogen, die im Zeitraum vom 01.01.1992 bis 31.12.2010, wie oben beschrieben, versorgt worden waren. Sie wurden nach schriftlicher Aufklärung um freiwillige Teilnahme gebeten. Grundvoraussetzung war, dass alle Patienten in der Untersuchungspraxis operativ und implantatprothetisch versorgt worden waren und an der praxisinternen unterstützenden postimplantologischen Therapie (UIT) teilgenommen hatten.

Vor Untersuchungsbeginn wurden die folgenden Einschlusskriterien festgelegt:

  • Insertion von 4 Implantaten im zahnlosen Unterkiefer zur Abstützung und Retention einer Teilprothese mittels MDCs
  • Mindestens einmal jährliche und regelmäßige Teilnahme an der UIT
  • Komplette Dokumentation aller biologischen bzw. technischen Komplikationen über die gesamte Beobachtungsdauer
  • Funktionsperiode des Zahnersatzes mindestens ein Jahr
  • Vorliegen der vollständigen anamnestischen Daten, z.B. Allgemeinerkankungen, Medikamenteneinnahme und Rauchverhalten

Folgende Ausschlusskriterien wurden festgelegt:

  • Versorgungen mit anderen Doppelkronenformen als MDCs
  • Regelmäßiger Nikotingenuss

Behandlungsablauf

Behandlungsplanung/Implantatpositionen

Es wurden pro Kieferseite je 2 Implantate zur ossären Abstützung des Zahnersatzes geplant. Da meist nur in der anterioren Kieferregion ein ausreichendes Knochenangebot vorhanden war, wurden in diesen Fällen beidseitig Implantatpositionen regio 2 und 4 angestrebt. Falls auch posterior Implantationen möglich waren, wurden zur quadrangulären Abstützung des Zahnersatzes beidseitig die Implantatpositionen regio 3 und 6 angestrebt.

Chirurgischer Behandlungsablauf

Das operative Vorgehen entsprach den Richtlinien der Hersteller. Die Eingriffe wurden antibiotisch abgedeckt (Amoxicillin 1000 mg peroral, 1 Std. präoperativ bis 1 Woche postoperativ). Wundkontrollen erfolgten nach 7 Tagen (Nahtentfernung) und nach 28 Tagen. Das Freilegen der Implantate mit Einsetzen der Gingivaformer geschah nach 3 bis 4 Monaten.

Prothetischer Behandlungsablauf

Nach Abformung mittels verschraubter Abformpfosten, eines individuellen Löffels und eines Polyäthermaterials (Impregum 3M Espe, Seefeld) wurden Meistermodelle mit Implantatanalogen und Gingivamaske hergestellt. Alle Doppelkronen wurden als MDCs mit Spielpassung und zusätzlichem Retentionselement (TK Snap, Si-tec GmbH, Gevelsberg) hergestellt [45]. Da zu Beginn des Beobachtungszeitraums die fachliche Akzeptanz für Primärkronen aus einer NEM-Legierung noch begrenzt war, wurde ein Teil der Patienten mit Primärkronen aus hochgoldhaltigen Legierungen versorgt. Der fehlenden oder unzureichenden Rotationssicherung älterer Implantatsysteme wurde durch Verblockung von 2 nebeneinanderstehenden Primärkronen Rechnung getragen. Alle Primärkronen wurden verschraubt [14]. Die Abbildungen 1 bis 4 zeigen exemplarisch einen typischen Patientenfall.

Unterstützende postimplantologische Therapie (UIT)

Nach Eingliederung der implantatprothetischen Rekonstruktionen erhielten die Patienten eine Hygieneunterweisung. Abschließend wurden sie in ein postimplantologisches Erhaltungsprogramm mit einem dreimonatigen Intervall aufgenommen. Compliance wurde bei mindestens einer Nachsorgesitzung pro Jahr definiert. Die Nachsorgesitzungen umfassten die Evaluation des Plaqueindex nach Quigley-Hein (QHI) [30], der Taschensondierungstiefen (PD) an 4 Messpunkten pro Implantat (mesio-bukkal, disto-bukkal, mesio-oral, disto-oral) und Blutung auf Sondierung (BOP) mittels einer Parodontalsonde (PCP 15, Hu-Friedy, Chicago, IL, USA). Die Remotivation und Reinstruktion zur häuslichen Plaquekontrolle waren auch Bestandteil der UIT. Abschließend erfolgte eine professionelle Reinigung der Primärkronen und von ggf. im Gegenkiefer vorhandenen Zähnen (Polierpaste und Gummikelch, FSI-Slimline-Instrumente, Fa. Dentsply De Trey GmbH, Konstanz).

Datenerfassung

Anhand der vorliegenden Patientendaten erfolgte ein Abgleich der Ein- und Ausschlusskriterien. Von den eingeschlossenen Patienten wurden auf der Basis der Patientenakten folgende Parameter dokumentiert: Alter bei Implantatsetzung und Abschlussuntersuchung, Geschlecht, Allgemeinerkrankungen und Medikation, Rauchgewohnheiten, Position der Implantate gemäß FDI, Implantatlänge, Anzahl der Implantate, bis zum Untersuchungszeitpunkt ggf. eingetretene Implantatverluste, Zeitpunkt der Zahnersatzeingliederung und Beobachtungsdauer.

Zusätzlich wurden alle prothetisch-technischen Behandlungen, z.B. Nachziehen gelockerter Schrauben, Austausch von Retentionselementen und Prothesenfrakturen bzw. -unterfütterungen notiert. Die Prothese-Erfolgsrate wurde definiert als Überleben der Prothese bis zur Abschlussuntersuchung ohne jede Nacharbeit oder Reparatur [31].

Im Rahmen der Abschlussuntersuchung wurden als biologische Parameter QHI, PD und BOP erfasst, zudem erfolgte eine klinische Beurteilung der periimplantären Gewebe (Suppuration, Hyperplasien).

Röntgenuntersuchung

Die Auswertung der postoperativen und aktuellen (routinemäßig im Rahmen der UIT gewonnenen) Röntgenbilder geschah durch einen erfahrenen Untersucher (EF). Zur Beurteilung der periimplantären knöchernen Strukturen wurden in der Regel in der Paralleltechnik angefertigte Zahnfilmaufnahmen verwendet. In den Fällen, in denen dies z.B. aufgrund eines Würgereizes nicht möglich war, wurden Orthopantomogramme angefertigt. Alle Röntgenauswertungen wurden mithilfe eines PC-Programms (Sidexis XG, Sirona Dental Systems) durchgeführt, das Vorgehen wurde 2013 beschrieben [13].

Diagnosestellung Periimplantäre Mukositis/
Periimplantitis

Jeder Befund eines positiven BOP an einem Implantat führte zur Diagnose ,Periimplantäre Mukositis‘ [10]. Da bisher keine definierten Endpunkte für die Diagnose ,Periimplantitis‘ existieren [20, 25, 28], mussten Ersatzendpunkte definiert werden. Eine Periimplantitis diagnostizierten wir dann, wenn bei positivem BOP und PD ? 5 mm (tiefster gemessener Wert am Implantat) mittels der anschließenden Röntgendiagnostik ein marginaler vertikaler Knochenabbau am Implantat von ? 3,5 mm gemessen wurde [14, 33].

Ergebnisse

Patienten

In der Zeit zwischen 1992 und 2010 wurden 32 Patienten mit zahnlosem Unterkiefer mithilfe implantatgestützter MDC-Versorgungen prothetisch rehabilitiert. Zwei Patienten waren verzogen, ein Patient hatten die Zahnarztpraxis gewechselt und 2 Patienten waren verstorben, somit standen 27 Patienten (7 männlich, 20 weiblich) für die Studie zur Verfügung. Zum Zeitpunkt der abschließenden Untersuchung waren die Patienten im Durchschnitt 74 ± 10 Jahre alt. Alle Patienten waren Nichtraucher, 5 Patienten (19 %) litten an Diabetes und 9 Patienten (33 %) an Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug 8,3 ± 4,8 Jahre (1,3–16,7 Jahre; Median 7,2 Jahre). Die relevanten Patientendaten sind in Tabelle 1 zusammengefasst

Implantate

Insgesamt wurden 108 Implantate inseriert. Präprothetisch gingen 2 Implantate verloren, von denen eines erfolgreich ersetzt wurde. Der zweite Patient wurde auf eigenen Wunsch auf den verbliebenen 3 Implantaten rekonstruiert. Postprothetisch ging während der Beobachtungszeit kein Implantat verloren (kumulative Überlebensrate: 98 %). Es fanden unterschiedliche Implantatsysteme Verwendung: 44 Ankylos-Implantate; 28 Brånemark-Implantate; 36 sonstige Implantate. Die genaue Verteilung der Implantattypen zeigt Tabelle 2. Die Implantate waren durchschnittlich 12,9 ± 2,2 mm lang (9,5–18 mm). Ein klinischer Fall mit intraoralen Ansichten nach 2 und nach 15 Jahren ist in den Abbildungen 5 und 6 dargestellt.

Prothesen

Im Gegenkiefer trugen 8 Patienten (30 %) eine Totalprothese und 19 Patienten (70 %) einen kombiniert festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatz. Kein Patient war im Gegenkiefer komplett festsitzend versorgt. Keine der implantatgestützten Prothesen musste im Beobachtungszeitraum erneuert werden. Somit betrug die Überlebenswahrscheinlichkeit der Prothesen nach durchschnittlich 8,3 Jahren 100 %.

Technische Komplikationen

Die insgesamt 29 Behandlungen infolge technischer Komplikationen verteilen sich auf 13 Patienten (48 %) bei einer mittleren Beobachtungsdauer von 9,33 Jahren. Die anderen 14 Patienten (52 %; 7,20 Jahre) benötigten im Beobachtungszeitraum keinerlei prothetische Nacharbeiten. Dies entspricht einer Prothesen-Erfolgsrate von 52 % sowie einer Gesamtinzidenz von 0,131 Behandlungen pro Patient und Jahr (B/P/J). Im gesamten Beobachtungszeitraum beobachteten wir keine Lockerung eines Abutments im Implantat. Während 21 Behandlungen (72 %) der Verbindungstechnologie des Zahnersatzes geschuldet waren, wurden 8 (28 %) Behandlungen rein prothesenbedingt nötig. Einen Überblick über die Verteilung der technischen Komplikationen bietet Tabelle 3.

Biologische Komplikationen/Implantathygiene

Der durchschnittliche QHI-Wert lag bei 0,6 ± 0,5. Zum Zeitpunkt der Abschlussuntersuchung wiesen 42 Implantate (39 %) bei 11 Patienten (41 %) einen positiven BOP-Befund auf und wurden entsprechend mit periimplantärer Mukositis diagnostiziert. Die mittlere Taschentiefe pro Implantat betrug 3,2 ± 0,8 mm (1,3–5,8 mm; Median 3 mm). Die größte an einem Implantat gemessene Taschentiefe betrug 3,6 ± 0,9 mm (2–7 mm; Median 3,5 mm). Es erfüllten 12 Implantate die Kriterien BOP+ und PD ? 5 mm. Von diesen mussten nach Röntgenauswertung 4 Implantate (4 %) bei 3 Patienten (11 %) mit ,Periimplantitis‘ klassifiziert werden. Die kumulative Implantaterfolgsrate betrug somit 94 % nach einer mittleren Beobachtungsdauer von 8,3 Jahren. Periimplantäre Weichgewebshyperplasien wurden nicht beobachtet. Daten zur periimplantären Weichgewebssituation sowie zu biologischen Komplikationen und Überlebensraten sind in Tabelle 4 zusammengestellt. Die Abbildungen 5a und 5b zeigen klinische Ansichten eines Patienten nach 2 bzw. 15 Jahren Tragedauer einer implantatgestützten Doppelkronenversorgung.

Diskussion

Ziel dieser Studie war die Vorstellung von Langzeitdaten zu implantatgestütztem, doppelkronenverankertem Zahnersatz im zahnlosen Unterkiefer bei Patienten unter unterstützender postimplantologischer Therapie (UIT) in einer privaten Praxis. Die Ergebnisse belegen eine hohe Überlebensdauer von Implantaten und Prothesen sowie eine vergleichsweise geringe Inzidenz an technischen und biologischen Komplikationen über eine mehr als 8-jährige Beobachtungszeit. Bei der Interpretation der Ergebnisse muss berücksichtigt werden, dass nur eine limitierte Anzahl von Patienten beobachtet werden konnte und dass nicht alle derart versorgten Patienten zur Auswertung zur Verfügung standen. Zudem existiert keine Kontrollgruppe mit einer festsitzenden oder einer andersartigen herausnehmbaren Versorgung.

Eines der untersuchten Implantatsysteme (Ankylos) weist einen sog. Platform-Switch auf, also eine horizontale Stufe zwischen Implantatschulter und Implantataufbau. Hinweise in der aktuellen Literatur [1] deuten darauf hin, dass diese Konfiguration periimplantären Knochenabbau reduzieren könnte. Darüber hinaus sind mögliche Einflüsse eines Platform-Switch sowie von verschiedenen Designs der Implantate oder der Implantataufbauten auf die Ausbildung der biologischen Breite oder periimplantärer Taschen nicht ausreichend untersucht.

Trotz dieser Einschränkungen repräsentiert diese Studie eine der ersten Untersuchungen über rein doppelkronengestützte Prothesen im zahnlosen Unterkiefer. Besonders wegen der vergleichsweise langen Beobachtungszeit von durchschnittlich über 8 Jahren kann sie einen Beitrag zur Beurteilung der klinischen Langzeitbewährung doppelkronengestützter Implantatversorgungen leisten. Hinzu kommt, dass die Daten nicht unter den Bedingungen einer Klinik, sondern unter den typischen Bedingungen einer privaten Praxis bei systematischer postimplantologischer Erhaltungstherapie gewonnen wurden.

Weischer und Mohr [42] untersuchten 24 Patienten nach operativer Entfernung maligner Tumoren im Unterkiefer-Mundbodenbereich mit 111 Implantaten in einer retrospektiven Studie über durchschnittlich 2,5 Jahre, von denen 8 Patienten länger als ein Jahr beobachtet werden konnten. Es wurden unterschiedliche Doppelkronenformen inkludiert. Die kumulative Überlebensrate der Implantate betrug 97 %. Aufgrund der operativen Rekonstruktionen von Hart- und Weichgeweben war die Messung der parodontalen Parameter nicht sinnvoll möglich. Die Häufigkeit technischer Komplikationen wird nicht vollständig angegeben.

Heckmann et al. [16] untersuchten Resilienzteleskope bei 23 Patienten mit 46 Implantaten im Unterkiefer über durchschnittlich 10,4 Jahre. Bei einer Überlebensrate von 100 % wurden niedrige Plaquewerte, sehr gute parodontale Parameter sowie eine Häufigkeit technischer Komplikationen von 0,08 B/P/J gefunden.

Krennmair et al. [24] verfolgten prospektiv 12 Patienten mit 24 Implantaten über 3 Jahre, auch hier wurden vorwiegend gingival getragene Prothesen mit Resilienzteleskopen im Vergleich mit Ball Attachments untersucht. Die Implantatüberlebensrate betrug 100 %. Es wurden ebenfalls niedrige Plaquewerte und sehr gute parodontale Parameter gefunden, Periimplantitisraten sind nicht angegeben. Technische Komplikationen traten bei den Resilienzteleskopen mit einer Häufigkeit von 0,72 B/P/J und bei den Ball Attachments von 1,59 B/P/J auf.

Eitner et al. [8] untersuchten retrospektiv Patienten mit zahnlosem Unterkiefer über 3,4 Jahre. Sie waren mit implantatgestütztem, doppelkronenverankertem Zahnersatz (58 Patienten, 154 Implantate) und mit stegretiniertem Zahnersatz (51 Patienten, 169 Implantate) versorgt. Bei den Doppelkronen handelte es sich vorwiegend um Resilienzteleskope. Beide Versorgungsformen zeigten ähnlich gute Ergebnisse bezüglich der Überlebensraten (95 % Doppelkronen; 93 % Stege). Periimplantitisraten sind nicht angegeben, aber bei den Parametern periimplantärer Knochenabbau und Sulcusfluid-Fließrate wurde eine deutliche Überlegenheit der Doppelkronen gegenüber Stegen festgestellt.

Aktuell untersuchten Krennmair et al. [22] in einem prospektiven Studiendesign 22 im Unterkiefer zahnlose Patienten (je 4 Implantate mit Resilienzteleskopen) und 23 Patienten (je 4 Implantate mit Steg) über 3 Jahre. Bei Plaque- und Zahnsteinindex zeigten sich die Doppelkronen als überlegen. Die Überlebens- und Erfolgsraten beider Gruppen wurden mit 100 % angegeben. Der prothetische Erhaltungsaufwand betrug 0,41 P/P/J bei der Steggruppe und 0,45 B/P/J bei der Doppelkronengruppe.

In einer weiteren prospektiven 5-Jahres-Studie verglichen Krennmair et al. [23] 2 Versorgungskonzepte für den zahnlosen Unterkiefer. Zwei interforaminale Implantate wurden bei 13 Patienten mit Kugelkopfankern und bei 12 Patienten mit Resilienzteleskopen versorgt. Es fanden sich Überlebensraten von 100 %, signifikante Unterschiede der periimplantären Parameter traten nicht auf. Allerdings differierte der prothetische Erhaltungsaufwand signifikant (1,3 B/P/J bei den Kugelkopfankern im Vergleich zu 0,9 B/P/J bei den Resilienzteleskopen).

In einer retrospektiven Arbeit präsentierten Romanos et al. [33] Ergebnisse eines Behandlungskonzepts zur Sofortbelastung von 4 Implantaten mittels präfabrizierter Doppelkronen für zahnlose Unterkiefer (122 Patienten, 488 Implantate, Beobachtungsdauer ~6,5 Jahre). Für die Implantate resultierten Überlebensraten von 98 %. Vier % der Implantate wiesen einen Knochenabbau von mehr als 2 mm auf, mit einer Erfolgsrate von 94 %. Daten zu biologischen oder technischen Problemen sind nicht angegeben.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass 2 Arbeiten [33, 42] Sondergruppen untersuchten (chirurgisch rekonstruierte Tumorpatienten bzw. Sofortbelastungsprotokoll). Drei Studien [8, 16, 24] untersuchten Resilienzteleskope ohne ossäre Abstützung. Nur eine prospektive Studie von Krennmair et al. [22], die einen 3-jährigen Beobachtungszeitraum abdeckt, bezog sich auf rein implantatgestützte Doppelkronen. Die Datenlage ist somit unzureichend, systematische Langzeitdaten zu rein implantatgestützten Versorgungen existieren bisher nicht.

Überlebensraten von Implantaten und Prothesen

In der vorliegenden Studie haben wir 27 Patienten mit 107 Implantaten über durchschnittlich 8,3 (Median: 7,2) Jahre verfolgt. Die kumulativen Überlebensraten von 98 % für Implantate und 100 % für Prothesen liegen im Bereich der Vergleichsstudien. In einer aktuellen Studie wird bei doppelkronenverankerten, implantatgestützten Prothesen für die Implantate eine 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von 85 % angegeben [32]. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass in vielen Studien präprothetische Implantatverluste nicht spezifiziert angegeben werden. In unserer Studie betrug die postprothetische Überlebensrate der Implantate 100 %.

Technische Komplikationen

Die Inzidenz technischer Komplikationen bei Zahnersatz muss differenziert betrachtet werden. Durch die Krafteinleitung beim Kauprozess werden alle Bauteile erheblichen Wechsellasten ausgesetzt, was über die Gebrauchszeit und die damit einhergehende permanente Steigerung der Gesamtwechsellasten zu Materialermüdung und in der Folge zu Ermüdungsbrüchen führen kann. Darüber hinaus können Unterfütterungen oder langfristig auch der Austausch von Zähnen notwendig werden. Naturgemäß werden in den ersten Jahren eines Zahnersatzes weniger Komplikationen zu erwarten sein als in den letzten Gebrauchsjahren. Daher sollte die Gesamtbeobachtungsdauer bei Interpretation und Vergleich der Ergebnisse berücksichtigt werden. Aus unserer Sicht sollten die technischen Komplikationen bei implantatgestütztem, herausnehmbarem Zahnersatz in 3 Untergruppen subsumiert werden:

  • Lockerung des Implantataufbaus im Implantat: Aus diesen Daten können Auswirkungen der unterschiedlichen Verbindungsgeometrien zwischen Implantat und Aufbau bei den verschiedenen Implantatsystemen und deren Beständigkeit gegen eingeleitete Wechsellasten abgeleitet werden.
  • Komplikationen der Verbindungstechnologie zwischen Implantataufbau und herausnehmbarem Anteil des Zahnersatzes (Schraubenlockerungen, Dezementierungen, Austausch oder Aktivierung retentiver Verankerungselemente etc.): Mithilfe dieser Daten können unterschiedliche Verbindungstechnologien verglichen werden.
  • Prothesenassoziierte Komplikationen (Frakturen oder Abnutzung von Verblendungen, Frakturen von Prothesensätteln, Austausch von Prothesenzähnen, Unterfütterungen etc.): Diese Daten können den Vergleich mit konventionellen Versorgungsformen erleichtern.

Die Gesamtanzahl von 29 Behandlungen technischer Komplikationen in unserer Studie entspricht einer Inzidenz von 0,130 B/P/J, was über dem von Heckmann et al. [16] für Resilienzteleskope angegebenen Wert von 0,08 liegt.

In einer prospektiven 3-Jahres-Studie, die im zahnlosen Unterkiefer Stegkonstruktionen mit Teleskopversorgungen auf je 4 Implantaten vergleicht, fanden Krennmair et al. [23] technische Komplikationen von 0,45 B/P/J für Stege und 0,41 B/P/J für Teleskope. In einer 5-Jahres-Studie über Ball Attachments wurde eine Komplikationsrate von 1,03 B/P/J gefunden [6], während für Locator-Attachments in einer 3-Jahres-Studie ein Wert von 0,34 B/P/J angegeben wird [38].

Biologische Komplikationen

Auch wenn Angaben über die Inzidenz von Periimplantitis in einigen bisher vorliegenden Studien weitgehend fehlen, wurden übereinstimmend eine geringe Plaqueakkumulation, relativ geringe Taschentiefen wie auch periimplantärer Knochenabbau festgestellt. Unsere Daten stützen diese Beobachtungen.

Für die Definition der periimplantären Mukositis haben wir mit dem Endpunkt BOP+ [10] ein sehr strenges Kriterium gewählt, das auch falsch-positive Diagnosen enthalten dürfte [28]. Die von uns gefundenen Raten für periimplantäre Mukositis von etwa 40 % stimmen mit Roos-Jansaker et al. [35] überein, die Inzidenzen von 39,6 % bis 52,3 % angaben.

Bezüglich der Inzidenz von Periimplantitis zeigen die bisher publizierten Daten große individuelle Variationen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass nach einem Zeitraum von 5 bis 10 Jahren Periimplantitis (bezogen auf die Implantatanzahl) in einer Größenordnung von 10 % und patientenbezogen von 20 % zu erwarten ist [28]. Die von uns gefundenen Werte von implantatbezogen 4 % und patientenbezogen 11 % liegen deutlich unter diesen Werten. Dies führen wir einerseits auf die sehr gute Zugänglichkeit für Maßnahmen der Implantathygiene bei Doppelkronen zurück. Die von uns gefundenen niedrigen Plaquewerte belegen, dass auch Patienten mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren in der Lage waren, adäquate Plaquekontrolle auszuüben. Als zweiter Faktor für die niedrigen Periimplantitis- und Implantatverlustraten ist zu berücksichtigen, dass nur Patienten in die Studie einbezogen wurden, die dauerhaft an einem systematischen Nachsorgeprogramm (UIT) teilnahmen. Dies stimmt mit verschiedenen Studien überein, die den positiven Einfluss regelmäßig wahrgenommener postimplantologischer Nachsorgeprogramme zeigen konnten [3, 7, 33, 43].

Einige Untersuchungen beschreiben eine Hyperplasie der periimplantären Weichgewebe als häufige Komplikation bei Patienten mit stegretinierten Prothesen [8, 23]. Die im Vergleich dazu deutlich einfachere Zugänglichkeit für Hygienemaßnahmen bei Doppelkronen dürfte das Risiko für Hyperplasien und auch für Periimplantitis verringern. Zwei Untersuchungen, die durch Stege retinierte mit durch Doppelkronen verankerten Prothesen verglichen, fanden bei den Stegen signifikant mehr Plaqueakkumulation und Hyperplasien [5, 36]. Unsere Resultate (keine Hyperplasien, geringe Periimplantitisinzidenz) unterstützen diese Ergebnisse.

Zusammenfassung

  • 1. Bei der Versorgung zahnloser Unterkiefer zeigen rein implantatgestützte und durch MDCs retinierte Prothesen gegenüber alternativen Versorgungsformen vergleichbare Implantat- und Prothesenüberlebensraten.
  • 2. Unter den Bedingungen einer UIT wiesen Nichtraucher mit MDC-retinierten Prothesen auf Implantaten im zahnlosen Unterkiefer relativ geringe Risiken für Periimplantitis und technische Komplikationen auf.
  • 3. Bisher existieren sehr wenige Daten zu rein implantatgestützten doppelkronenverankerten Prothesen. Weitere Untersuchungen mit größeren Fallzahlen, unterschiedlichen Doppelkronentechnologien und längeren Beobachtungsdauern sind wünschenswert.

Unter Berücksichtigung der Limitationen dieser Studie können rein implantatgestützte, durch Marburger Doppelkronen verankerte Prothesen zur Rehabilitation zahnloser Unterkiefer empfohlen werden. Bei Nichtrauchern mit UIT-Compliance sind vergleichsweise niedrige Raten biologischer und technischer Komplikationen zu erwarten.

Interessenkonflikt: Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt und keine Drittmittelförderung der Studie besteht.

Zitierweise:

Frisch E, Ratka-Krüger P, Lehmann KM: Implantatgestützter doppelkronenverankerter Zahnersatz im zahnlosen Unterkiefer: Ergebnisse einer retrospektiven 8-Jahres-Studie. Z Zahnärztl Implantol 2014;30:113–127

DOI 10.3238/ZZI.2014.0113–0127

Korrespondenzadresse

Dr. med. dent. Eberhard Frisch, M.Sc.

Markt 3, 34369 Hofgeismar

Tel.: +49 (0)5671 925029

Fax: +49 (0)5671 925027

dres.frisch@t-online.de

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Fussnoten

1 Implantologie-Zentrum Nordhessen, Hofgeismar

2 Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

3 Marburg


(Stand: 10.06.2015)

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