Zukunftsarbeit

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Haben Sie schon Zeit gefunden, im Vorprogramm der 7. Gemeinschaftstagung der drei deutschsprachigen implantologischen Fachgesellschaften DGI, ÖGI und SGI zu blättern, das Sie unlängst erhalten haben? Sollten Sie das noch nicht geschafft haben, macht Sie vielleicht unser kleiner Vorbericht in dieser ZZI neugierig. Die Tagung findet im vorweihnachtlichen Wien statt. Zusammen mit meinen Vorstandskollegen freue ich mich sehr, dass es den drei Gesellschaften gelungen ist, ein exzellentes und spannendes Programm zusammenzustellen. Dieses macht den Kongress in der österreichischen Hauptstadt zum Höhepunkt und Abschluss des implantologischen Fortbildungsjahres.

Die Tagung steht unter dem Motto „Gewusst. Gekonnt. Geheilt. Implantatmedizin als Wissenschaft, Handwerk und Heilkunst“. Sie bietet Foren für alle Berufsgruppen, die sich in der Implantologie engagieren. Wissenschaftler und Praktiker, Spezialisten und Allrounder, unsere Teamassistentinnen, Zahntechnikerinnen und Zahntechniker finden Foren, die sich an ihren beruflichen Schwerpunkten orientieren, und darüber hinaus viele Präsentationen, die für alle wichtig sind. Hinzu kommt ein zusätzliches Bonbon: Unser Kooperationspartner, die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie, hat ihre Jahrestagung ebenfalls in diesen Kongress integriert – wir werden viel Stoff für den kollegialen Austausch haben. Der Kongress zeigt, dass es möglich und richtig ist, nationale und fachliche Grenzen zu überwinden und sich gemeinsam der Herausforderung zu stellen, unser Fach weiterzuentwickeln.

Als größte wissenschaftliche implantologische Gesellschaft Europas fungiert die DGI hier als Motor. Es ist das Engagement unserer Mitglieder in Universitäten, Kliniken und Praxen, das uns in die Lage versetzt, auf der Basis der engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis als treibende Kraft die Implantologie nicht nur national, sondern auch international voranzubringen.

Deutlich wird dies daran, dass die DGI inzwischen mit vielen Schwestergesellschaften in anderen Ländern verbunden ist und mit diesen in einem regen Austausch steht. Dieser Austausch funktioniert nicht nur auf der wissenschaftlichen Ebene. Auch unsere Fortbildungskonzepte – vom Curriculum Implantologie über unsere Continuumkurse bis hin zum Masterstudiengang und zu unserer neuen e.Academy – stoßen auf großes Interesse und eröffnen interessante Möglichkeiten für Kooperationen. Diese Erfahrung hat sich gerade auch wieder auf der Internationalen Dental Schau (IDS) in Köln bestätigt.

Ein Resultat solcher Aktivitäten haben wir im vergangenen Jahr mit unserer japanischen Schwestergesellschaft JSOI, der größten implantologischen Gesellschaft weltweit, auf den Weg gebracht: ein hochrangiges, peer-reviewed Online-Journal, das International Journal of Implant Dentistry. Unser Pastpräsident Professor Hendrik Terheyden, Kassel, ist zusammen mit Professor Yoshinobu Maeda, Osaka, Herausgeber dieses Open-Access-Journals, dessen Leser vom kostenlosen Online-Zugriff auf aktuelles, internationales Wissen ohne Beschränkung profitieren. Inzwischen sind die ersten Beiträge erschienen. Mehr dazu finden Sie auch in dieser ZZI. Oder noch besser: Schauen Sie gleich rein unter www.journalimplantdent.com.

Dies zeigt: Die Zukunft in der wissenschaftlichen Kommunikation und Fortbildung in der Implantologie wird stark geprägt sein von den modernen digitalen Möglichkeiten, die nicht nur den Austausch über alle Grenzen hinweg erleichtern und beschleunigen, sondern auch den Wissenserwerb und das Lernen verändern. Die e.Academy – unser E-Learning-Programm – eröffnet unseren Mitgliedern eine solche neue Option, Wissen auf höchstem Niveau zu erwerben, ausgerichtet am persönlichen Lernrhythmus. Es bietet Inhalte für Einsteiger, die eine Qualifikation auf dem Gebiet der Implantologie anstreben, für Teilnehmer und Refresher unserer Fortbildungsangebote und natürlich auch für etablierte Implantologen, die ihr Wissen auf hohem Niveau aktuell halten und auffrischen wollen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich möchte Sie ganz herzlich einladen, sich auch weiterhin in die Zukunftsarbeit der DGI auf allen Ebenen einzubringen – ob in unseren regionalen Qualitätszirkeln, deren Zahl kontinuierlich steigt, in den Landesverbänden oder bei unseren bundesweiten oder internationalen Projekten. Denn diese Zukunftsarbeit ist Arbeit für Ihre und für unsere Zukunft in der Zahnmedizin – getreu der etwas anderen Lesart des Akronyms DGI: dynamisch, gestaltend und innovativ.

Ihr

Dr. Gerhard Iglhaut

Präsident der DGI


(Stand: 06.04.2016)

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