Bereits 1.000 Studierende und große Nachfrage

Prägraduale Ausbildung mit Anerkennung seitens der DGI

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Auf großes Interesse bei den Studierenden stößt einer aktuellen Erhebung zufolge das Angebot der DGI/Deutsche Gesellschaft für Implantologie, das schon während des Studiums in Elektiva vertiefte Wissen zu Implantaten, Implantationen und implantatprothetischen Versorgungen nach Prüfung mit einem Zertifikat zu bestätigen und die freiwilligen Kurse bei späterem Interesse an der Curriculumsteilnahme partiell anzuerkennen. In den ausgewerteten zurückliegenden fünf Jahren haben bereits rund 1.000 Studierende dieses Angebot angenommen. Offeriert werden solche Kurse von derzeit zehn Hochschulen, die mit der DGI kooperieren. Sie finden an Wochenenden in den Semesterferien statt und in unregelmäßigen Intervallen, je nach Hochschule auch über zwei Jahre verteilt. Vor wenigen Wochen gab es beispielsweise in Tübingen die Zertifikate für die dort erfolgreichen Absolventen: Dieser Kurs lief unter Leitung von Prof. Dr. Germán Gómez-Román (Pressesprecher der DGI) und widmete sich vor allem den Aspekten Indikationen/Kon-traindikationen, geschichtliche Entwicklung der Implantologie, Grundsätzliches zu Implantatsystemen, zu Materialien und Konstruktionsprinzipien und den unterschiedlichen Implantatoberflächen – und natürlich auch allgemeinen Informationen, die der Kommunikation mit den Patienten dienen. Ziel des deutlich auch praktisch ausgerichteten Angebots ist es, im späteren Berufsleben die Implantologie möglichst erfolgreich in den Praxisalltag integrieren zu können und vorbereitet zu sein auf die Erwartungen der Patienten und die Möglichkeiten, aber auch Limitierungen der modernen Implantologie.

Inzwischen überwiegend weibliche Teilnehmer

Die Teilnehmer am Tübinger DGI-Kurs waren mit einem Anteil von 55 % überwiegend weiblich – eine Entwicklung, wie sie auch andere beteiligte Hochschulen sehen. „Das deutliche Interesse der Zahnmedizinstudentinnen an Implantatchirurgie und Implantatprothetik macht deutlich, dass die Implantologie nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei den Studierenden als mittlerweile übliche Behandlungsalternative angekommen ist“, sagt Prof. Gómez-Román, „aber auch als anspruchsvolles Verfahren! Viele unserer Studierenden begegnen diesen Ansprüchen mit Respekt. Den sollen und müssen sie sich auch bewahren, zugleich sollen sie erleben, dass man den verantwortungsvollen Umgang mit Technik, Tools und Patienten lernen kann und sich damit schon deutlich mutiger fühlt, das Verfahren demnächst in der eigenen Praxis selbst anzubieten. Vertiefendes mit viel Hands-on steht im DGI-Curriculum zur Verfügung, das sich in den letzten Jahren mehr als zuvor auf die Bedürfnisse und Erwartungen der jungen Generation unter unseren Kolleginnen und Kollegen ausgerichtet hat.“ Prägraduale Kurse schließen ein nach wie vor bestehendes Defizit – vor allem für solche Studierende, die sich später implantologischen Verfahren widmen wollen: „An den meisten Hochschulen ist die Implantologie zwar bereits angekommen“, so Prof. Gómez-Román, „aber in sehr unterschiedlicher Intensität und Ausgestaltung.“ Es sei zwar ein Fortschritt, dass in OP-Famulaturen Implantate gesetzt würden: „Aber meist sind die Studierenden nur dabei und schauen den Operateuren zu – ein richtiger Implantologiekurs ist das dann natürlich nicht.“

Nach erfolgreich abgelegter Abschlussprüfung erhielten die Tübinger Absolventen bei strahlendem Sonnenschein im März ihre DGI-Zertifikate, die ihnen die Anerkennung der wissenschaftlichen Gesellschaft für ihren persönlichen Einsatz bestätigen – und einen zeitlichen sowie finanziellen Bonus bieten, wenn sie sich nach dem Studium für das DGI-Curriculum entscheiden: Von der Teilnahme an zwei Kurswochenenden sind sie freigestellt. Infos & Kontakt: info@dgi-fortbildung.de

Birgit Dohlus, Berlin


(Stand: 09.06.2015)

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