Nachgefragt

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Am 21. April nahmen 20 Teilnehmer des Kurses ihr Zertifikat zur DVT-Fachkunde entgegen. Der Kurs befähigt die Absolventen juristisch dazu, eine rechtfertigende Indikation zur Anfertigung von DVT-Aufnahmen zu stellen. Leiter des Kurses war Prof. Dr. Ralf Schulze, Chef der Röntgenabteilung der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Universitätsmedizin Mainz und Erstautor der AWMF-Leitlinie „Dentale Volumentomographie“. Die Redaktion hat bei dem Teilnehmer Dr. Max Meindorfer, Landau, nachgefragt.

Warum wollten Sie die DVT-Fachkunde erwerben?

Meindorfer: Wir werden einerseits in der Praxis immer häufiger mit der Befundung von DVT-Aufnahmen konfrontiert. Dies gilt auch für Praxen, die über kein DVT-Gerät verfügen. Andererseits wird die rechtfertigende Indikation für die Anfertigung solcher Aufnahmen zunehmend auch kritisch betrachtet. Daher sind der versierte Umgang mit den Aufnahmen und die Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen für mich wichtig. Zunächst gilt es, die dreidimensionalen Strukturen zu verstehen und zu interpretieren. Dies haben wir im Kurs ebenso gelernt und geübt wie das Diagnostizieren anhand der Aufnahmen.

Welche Bedeutung hat die DVT-Diagnostik in Ihrer Praxis zurzeit?

Meindorfer: Die DVT-Diagnostik ist eine wesentliche Voraussetzung für das „Backward Planning“ in der Implantologie. Auch die Guided Surgery ist ohne die 3D-gestützte Diagnostik und Planung nicht möglich. Nicht zuletzt wird die DVT-Diagnostik zukünftig sicherlich auch in der Endodontie und in der Parodontologie an Bedeutung gewinnen.

Wie geht es nun weiter? Planen Sie die Anschaffung eines Geräts oder die gemeinsame Nutzung?

Meindorfer: Ich selbst habe in meiner allgemeinzahnärztlichen Praxis kein DVT-Gerät, jedoch die Möglichkeit, die Geräte von Kollegen zu nutzen. So profitiere ich in meiner noch jungen Praxis jetzt schon von den Möglichkeiten dieser Diagnostik. Es konsultieren mich auch Patienten, die bereits angefertigte 3D-Aufnahmen mitbringen. Und in beiden Fällen ist die Befähigung zur ordentlichen Diagnostik unabdingbar.

Barbara Ritzert, Pöcking

Foto: Sonia Mansour

 

 

 


(Stand: 04.07.2018)

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