Erfolgskriterien und Einflüsse der Suprastruktur auf die Prognose enossaler Implantate

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ZZI 03/1992, 188-92

Erfolgskriterien und Einflüsse der Suprastruktur auf die Prognose enossaler Implantate

 

Rammeisberg R, Pospiech R, Gernet W

Zusammenfassung:
53 Patienten mit insgesamt 120 enossalen Implantaten, die in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik mit einer implantatgestützten Supra-konstruktion versorgt wurden, konnten nach einer durchschnittlichen Liegedauer von 2,7 Jahren (maximal 5 Jahre) nachuntersucht werden. Verschiedene Erfolgskriterien zur Beurteilung des Einflusses der Suprastruktur auf die Implantatprognose wurden überprüft. Der Vergleich des klinisch bestimmten Attachmentverlustes mit dem radiologisch ermittelten Knochenabbau zeigte eine zufriedenstellende Übereinstimmung der mesialen und distalen Einzelmeßwerte. Die Lokalisation der größten Attachmentverluste zeigte, daß die ungünstige Situation am Implantat meist im röntgenologisch nicht zugänglichen vestibulären Implantatbereich lag. Der Attachmentverlust, für den positive Korrelationen zum Gingivaindex, dem Plaquein-dex sowie einer ungünstigen Implantatlokalisation bei Steggelenkprothesen ermittelt wurden, erwies sich als brauchbare Prüfgröße. Der Implantatverlust oder der Lockerungsgrad konnten nicht für eine statistische Beurteilung herangezogen werden, da alle totalen Mißerfolge bereits vor der prothetischen Versorgung eintraten und eine Lockerung des Implantats bei keinem der 120 untersuchten Implantate festgestellt wurde.

 

Summary:
53 patients with a total of 120 endosseous implants who were treated with an implant-supported suprastructure at the Munich University Hospital for Prosthodontics could be re-evaluated after a mean period of implantation of 2.7 years (maximum 5 years). Various success criteria used to determine the influence of the superstructure on implant prognosis were verified. The comparison of the clinical loss of attachment with the radiographic loss of marginal bone showed a satisfactory coincidence of the individual measurements mesially and distally. The localization of maximum attachment loss indicated that the unfavourable implant feature is usually situated at the radiographically inaccessible facial implant surface. The attachment loss, which was positively correlated with gingival index, plaque index as well as with unfavorable implant sites under bar joint dentures, proved to be a useful criterion. Implant loss or the degree of implant loosening could not be used as criteria in the Statistical analysis, because all complete failures already occurred before denture treatment and none of the 120 implants studied were loose.


(Stand: 01.03.1992)

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