Erste Erfahrungen mit Resilienzteleskopen bei der prothetischen Versorgung enossaler Implantate*

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ZZI 03/1993, 188-93

Erste Erfahrungen mit Resilienzteleskopen bei der prothetischen Versorgung enossaler Implantate*

Heckmann S, Farmand M, Wahl G

Zusammenfassung:
Beim stark atrophierten Unterkiefer läßt sich die Prothesenfunktion durch interforaminal gesetzte enossale Implantate verbessern. Als Standardverfahren gilt dabei die Stegversorgung, bei der meist 4 Implantate als Block zusammengefaßt werden. Demgegenüber wird bei der Versorgung mit Resilienzteleskopen nach Hofmann auf eine primäre Verblockung der Implantate verzichtet. Die Teleskope sind derart konzipiert, daß während der Kaufunktion eine möglichst geringe horizontale Krafteinwirkung auf die Implantate trifft und die reduzierte okklusale Belastung in axialer Richtung erfolgt.Seit 1989 sind an unserer Klinik 20 Patienten auf diese Weise versorgt worden, von denen 13 zu einer Nachuntersuchung erschienen. Bei 6 von diesen war die Implantatsetzung zusammen mit einem autologen Knochenaugmentat erfolgt. In allen Fällen wurde eine wirksame Stabilisierung der Unterkieferprothese erreicht. Die bei der Nachuntersuchung erhobenen klinischen Befunde zeigten die uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit aller Implantate. Die Vorteile des Resilienzteleskopes gegenüber dem Steg werden diskutiert.

 

Summary:
In severely atrophic mandibles denture function can be enhanced by inserting endosseous implants in the interforaminal region. The standard procedure in such cases is a bar construction splinting usually four implants. In contrast to this, the resilient telescopic copings after Hof-mann avoid such primary splinting of the implants. These copings are constructed so as to minimize horizontal loads on the implants during mastication and to allow reduced occlusal loads in an axial direction. Since 1989 this method was used in 20 patients in our hospital, 13 of whom could be re-evaluated. In 6 of these patients an autogenous bone graft was inserted simultaneously with the implant. In all cases this procedure resulted in an effective stabilization of the mandibular restoration. The clinical parameters examined revealed unrestricted functioning of all implants. The advantages of the resilience telescopic copings over a bar construction are discussed.


(Stand: 01.03.1993)

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