Die Kammatrophie zahnloser Kiefer*<br> Auswertung von 104 Unter- und 96 Oberkiefern von Totenschädeln

ZZI 03/1993, 210-5

Die Kammatrophie zahnloser Kiefer*
Auswertung von 104 Unter- und 96 Oberkiefern von Totenschädeln

Eufinger H

Zusammenfassung:
Die „Klassifikation zahnloser Kiefer" von Cawood & Howell, die Form und Höhe der Alveolarfortsätze berücksichtigt, wird als Basis international vergleichbarer Forschung auf dem Gebiet der präprothetischen Chirurgie vorgeschlagen. Nachuntersuchungen zu dieser Klassifikation sind nicht durchgeführt worden, ebenso fehlen Hinweise für ihre objektive praktische Umsetzung.
Diese Auswertung von 104 Unter- und 96 Oberkiefern von zahnlosen Totenschädeln basiert auf Serienschnitten, die computertomographi-schen Schichten vergleichbar sind. Selbst auf der Basis dieser Serienschnitte ist eine eindeutige Handhabung der Klassifikation nicht möglich. Dennoch besteht ein statistisch (t-Test) signifikanter Unterschied in der absoluten Höhe zwischen den Klassen, die adäquate oder inadäquate Höhe zeigen sollen. Daher könnte eine zusätzliche metrische Einteilung der Kieferhöhe den verläßlichen Einsatz der Klassifikation unter Verwendung der Computertomographie ermöglichen. Es ist anzuzweifeln, ob die Berücksichtigung der Alveolarfortsatzform zu einer einfach umsetzbaren Klassifikation führen wird.

 

Summary:
Cawood and Howell's "classification of the edentulous jaws", which considers alveolar ridge shape and height, has been proposed as a basis for internationally comparable research on preprosthetic surgery. There are neither verifications of this Classification nor any guidelines for its objective implementation in practice. The evaluation of 104 mandibles and 96 maxillae of dried skulls is based on serial sections comparable to CT scans. Even on the basis of these serial sections an unequivocal use of this Classification is impossible. However, there is a significant difference in absolute height between the classes that are to indicate adequate or, respectively, inadequate ridge height. This difference was established by statistical evaluation using t-tests. An additional metric scale for alveolar ridge height might therefore render the use of this classification with the aid of CT dependable. It is to be doubted that the consideration of ridge shape will result in a classification that is easy to implement.


(Stand: 01.03.1993)

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