Ernährungsgewohnheiten von zahnlosen Patienten mit implantat- oder schleimhautgetragenem Zahnersatz

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ZZI 03/1996, 158-63

Ernährungsgewohnheiten von zahnlosen Patienten mit implantat- oder schleimhautgetragenem Zahnersatz

Puschmann A, Haas R, Schneider B, Watzek G

Zusammenfassung:
Aufgabe dieser Untersuchung war es, einen für Patienten akzeptablen Ernährungsfragebogen zu entwickeln. Sekundäres Ziel war der Vergleich der damit erhobenen Daten zwischen Patienten mit implantatgetragenem Zahnersatz (Implantatträgern) und Patienten mit schleimhautgetragenem Zahnersatz (Prothesenträgern).

Es wurde 400 Patienten ein Fragebogen, bestehend aus einem allgemeinen Teil sowie einem 24-Stun-den-Ernährungsprotokoll, gesendet und die Daten des allgemeinen Teils von 104 Implantatträgern analysiert. Im zweiten Schritt erfolgte die Auswertung beider Teile und ein Gruppenvergleich für eine gematchte Implantatträger- und Prothesen-trägerpopulation (n = 54). Die Gesamtauswertung zeigte eine gute Patientencompliance und Verständlichkeit des Fragebogens. Der Gruppenvergleich des allgemeinen Teils ergab Unterschiede bezüglich Verzicht auf gewisse Speisen und Einnahme von weicherer, leichter kaubarer Nahrung zugunsten der Gruppe der Implantatträger. Gleichzeitig zeigte sich eine statistisch signifikant höhere Zufriedenheit der Implantatträger mit dem Implantat als der Prothesenträger mit der Prothese (p = 0,003). Die Auswertung des 24-Stun-den-Ernährungsprotokolls ergab eine mangelnde Selektivität des Meßinstruments, um Unterschiede auch bei kleinen Gruppen festzustellen.



 

Summary:
The primary objective of this survey was the development of a nutritional questionnaire with regard to patient compliance. The secondary objective was the comparison of the data collected from patients treated with implants and patients treated with over-dentures. In this study a questionnaire covering a general section as well as a 24-hour nutritional protocol was dispatched to 400 patients. General data collected for 104 patients treated with implants were anlasysed. In a second step a comparison of data of both the general section and of the 24-hour nutritional protocol from a matched implant wearer and denture wearer population was performed (n= 54). The analysis showed good results in terms of patient compliance and patient comprehension of questions. The comparator analysis of the general section showed differences relating to the avoidance of certain food and the intake of softer food in favour of patients treated with implants. Implant wearers were significantly more satisfied with their implants than denture weares with their dentures. The analysis of the 24-hour nutritional protocol showed that due to the lack of selectivity this instrument was not appropriate to detect differences in small populations.


(Stand: 01.03.1996)

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