Periimplantäre Mikroflora bestrahlter und nicht bestrahlter Tumorpatienten

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ZZI 03/1996, 164-8

Periimplantäre Mikroflora bestrahlter und nicht bestrahlter Tumorpatienten

Weischer T, von Recklinghausen G, Dermoumi H, Mohr C, Schettler D

Zusammenfassung:
Eine periimplantäre Entzündung birgt im bestrahlten Gebiet die Gefahr einer infizierten Osteoradio-nekroseentwicklung. Zur Bestimmung der mikro-biellen, periimplantären Flora wurden bei sieben oropharyngeal vorbestrahlten und acht nicht bestrahlten Tumorpatienten periimplantär Abstriche genommen, mikrobiologisch analysiert und mit den klinischen Befunden in Beziehung gesetzt. Bei sieben Patienten traten vermehrt und in erhöhter Keimzahl (> 1O4ZmI) Enterobacteriaceae und Sproßpilze auf. Trotz erhöhter Anzahl potentiell pathogener Erreger wurde nur bei zwei Patienten eine leichte periimplantäre Entzündung festgestellt. Ein signifikanter Unterschied der periimplantären, mikrobiellen Flora zwischen bestrahlten und nicht bestrahlten Patienten konnte nicht gefunden werden. Die sich hieraus ableitenden therapeutischen Konsequenzen werden diskutiert.

 

Summary:
In irradiated tissue microbial peri-implantitis implicates the development of an infectious osteoradionecrosis. To assess the peri-implant microflora, plaque samples were obtained from the gingival area of implants in seven irradiated and eight non-irradiated oral cancer patients. The plaque material was microbiologically analysed and related to clinical findings. In seven patients increased cell counts (> 10 VmI) of Gram-negative enteric rods and/or yeasts were detected. There was no significant difference in the peri-implant microbial flora between irradiated and non-irradiated patients. Despite the presence of high cell counts of potentially pathogenetic microorganisms at implants in seven patients, mild clinical signs of peri-implant inflammation were found in only two patients. The resulting therapeutic implications are described in the article.


(Stand: 01.03.1996)

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