Horizontaler und periimplantärer Knochenabbau in freien und in gefäßgestielten Beckenkammtransplantaten

ZZI 03/1998, 143-50

Horizontaler und periimplantärer Knochenabbau in freien und in gefäßgestielten Beckenkammtransplantaten

Kovács A

Zusammenfassung:
Zum Vergleich des periimplantären Knochenabbaus wurden in avaskulär als Onlay in Oberoder Unterkiefer transplantierten Beckenkamm bei 8 Patienten 20 Implantate simultan sowie hei 9 Patienten in gefäßgestielte Beckenkammtransplantate zum Unterkieferkontinuitätsersatz 35 Implantate sekundär gesetzt. Es handelte sich um große mono- und bikortikospongiöse Knochenstücke. Verwendung fanden ausschließlich enossale Bone-Lock®-Implantate. Bei dem freien Transplantat blieben nach längstens 5 Jahren Beobachtung 75% Implantate in situ (im Unterkiefer 100%), beim gefäßgestielten 97,2%. Nach einem Jahr lag der horizontale Knochenabbau unfreien Beckenkamm bei 1,87 mm, beim gefäßgestielten bei 0,9 mm. Nach 2 Jahren endete die Resorption beim letzteren hei dem Wert von etwa 2 mm, es fanden sich periimplantär kaum Knochentaschen, sondern teilweise Appositionsphänomene, während bei dem freien Transplantat der Wert von 2,5 mm nach 2 Jahren auf 5 mm nach 5 Jahren anstieg und vertikaler periimplantärer Abbau von 1 bis 2 mm auftrat. Gefäßgestielter Beckenkamm ist annähernd formstabil unabhängig von der gewählten Suprakonstruktion, während freier Beckenkamm unter Belastung durch abnehmbare steg-, druckknopf- oder teleskopgestützte Voll- und Teilprothesen sowie Brücken stark resorbiert, so daß diese Suprakonstruktionen im Zusammenhang mit freien Osteoplastiken nicht empfohlen werden können.

 

Summary:
In a study comparing periimplant bone loss we inserted 20 implants in 8 patients simultaneously with the placement of non-vascularized iliac crest onlay grafts in the upper or lower jaw and 35 implants in 9 patients secondary to the placement of microsurgically vascularized iliac crest grafts to restore mandibular continuity. The grafts were large mono and bicortico-cancellous hone blocks and the implants used were exclusively endosseous BoneLock® implants. 75% of the implants inserted in free iliac grafts (100% in the mandible) were in place after up to 5 years, as opposed to 97.2% of those placed in pedicled grafts. After one year the free iliac crest grafts showed a horizontal bone loss of 1.87 mm, and the pedicled grafts of 0.9 mm. In the latter group the resorption stopped at about 2 mm after 2 years, and there were hardly any hone pockets around the implants, but rather some apposition. In the free grafts, on the other hand, bone resorption increased from 2.5 mm at 2 years to 5 mm at 5 years, and a vertical bone loss of 1 to 2 mm was seen around the implants. Irrespective of the type of prosthetic restoration selected, vascularized iliac crest grafts retain their original shape almost completely, whereas free grafts undergo severe resorption as a result of the loads created by removable complete and partial dentures with bar, ball or telescopic attachments or by bridges. Therefore these types of superstructures cannot be recommended for combination with free bone grafts.


(Stand: 01.03.1998)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2021

Im Fokus

  • Regeneratives Potenzial von Blutkonzentraten
  • Ridge Preservation im Seiten- und Frontzahnbereich
  • Die Chirurgie im digitalen Zeitalter

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen