Ist die transdentale Fixation ein erfolgreiches Behandlungsmittel zur Stabilisierung parodontal geschwächter Zähne? <br> Eine Nachuntersuchung von 75 Patienten

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ZZI 03/1998, 158-66

Ist die transdentale Fixation ein erfolgreiches Behandlungsmittel zur Stabilisierung parodontal geschwächter Zähne?

Eine Nachuntersuchung von 75 Patienten

Morneburg T, Hofmann M

Zusammenfassung:
77 parodontal geschwächte und gelockerte Zähne wurden mit dem ER-TDF®-System mit und ohne Wurzelspitzenresektion transdental fixiert. Nach einer durchschnittlichen Liegedauer von 3,8 Jahren (Maximum 9 Jahre) konnten noch 75 stabilisierte Zähne nachuntersucht werden. Davon befanden sich 70 in funktionsfähigem Zustand, 5 Zähne mußten zwischenzeitlich extrahiert werden. Zwei Zähne wurden auf Grund einer apikalen Parodontitis entfernt, einer wegen einer fortschreitenden marginalen Parodontitis und ein weiterer auf Grund von therapieresistenten apikalen Schmerzen. Durch erneutes Trauma ging ein Zahn verloren. Mit Hilfe der transdentalen Fixation nahm die Festigkeit der verbliebenen Pfeiler erheblich zu. So fiel der Periotestwert im Mittel von 25,8 vor der Stabilisierung auf 10,0 bei der Nachuntersuchung ab. Klinisch und rönigenologisch ergaben sich Hinweise für eine partielle Osseointegration der ER-TDF®-Stifte. Die Überlebensrate von 93% belegt, daß die transdentale Fixation bei gewissenhafter Indikationsstellung und Vorbehandlung eine erfolgreiche Methode zum Erhalt von parodontal geschädigten Zähnen ist.

 

Summary:
77 periodontally compromised teeth were pinfixated using the ER-TDF®-system with and without apicectomy. After a mean 3.8 years under risk (maximum 9 years), 75 fixated teeth could be examined. Seventy of them still were properly in place and five teeth had to he removed. Two of these five had to be extracted for apical inflammation, and a third extraction was due to marginal hone loss. A fourth patient displayed refractory apical pain without showing clinical and radiological signs of inflammation. A fifth tooth was lost by repeated trauma. The stability of the pin-fixated teeth increased considerably. The Periotest value, a parameter of tooth mobility, decreased significantly from a mean of 25.2 before fixation to a mean of 9.9 at follow-up. Certain clinical and radiological indications for partial osseointegration of ER-TDF®-pins were found. After careful patient selection the survival rate of 93% shows that pin-fixation is a successful method to preserve periodontically compromised teeth over a long period of time.


(Stand: 01.03.1998)

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