Die Vermessung periimplantärer Knochendefekte auf Röntgenaufnahmen mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung <br> Eine Reliabilitätsstudie

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ZZI 03/1999, 133-8

Die Vermessung periimplantärer Knochendefekte auf Röntgenaufnahmen mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung

Eine Reliabilitätsstudie

G. Gomez-Roman, A. Schröer, I. Schäfer, K. Möws, A. Hilliges

Zusammenfassung:
Die Ausdehnung periimplantärer Knochendefekte stellt ein entscheidendes Kriterium, für die Prognose dentaler Implantate dar. Diese auf Röntgenbildern beobachtbaren „Knochendefekte" werden in den verschiedenen Arbeitsgruppen nach unterschiedlichen Vorschriften gemessen. Die Überprüfung einer aufgestellten Meßvorschrift auf Wiederholbarkeit der Messungen durch verschiedene Untersucher ist sinnvoll, wenn sie nachvollziehbar sein soll. Im Jahre 1996 wurde bereits eine Reliabilitätsuntersuchung der in Tübingen entwickelten und angewandten Meßvorschrift veröffentlicht [12]. Damals wurde der Knochenabbau visuell-metrisch vermessen. Ziel der vorliegenden Studie war es festzustellen, ob durch die Messung mit Hilfe digitaler Verfahren eine Verbesserung der Meßgenauigkeit gegenüber dem visuell-metrischen Verfahren zu erwarten ist. Von zwei diagnostisch geübten Untersuchern wurden Mundfilme und Panoramaschichtaufnahmen 50 dentaler Implantate vermessen. Sie führten unabhängig voneinander pro Implantat 8 Streckenmessungen durch. Die Ergebnisse zeigen, daß die Meßmethode unter digitalisierten Bedingungen korrekt befolgt werden kann. Die Messungen können als verläßlich angesehen werden, da sie bei beiden Untersuchern in mehr als 90% übereinstimmen. Hierbei konnte der Toleranzbereich, der beider visuell-metrischen Messung bei ± 1 mm lag, auf ± 0,5 mm reduziert werden.

 

Summary:
The extension of a periimplant bone defect is critical to the prognosis of the dental implant. Such radiographic "bone defects" are measured by several work groups according to different protocols. It is useful to have a measuring protocol verified in terms of measurement reproducibility by various investigators, if it is to be considered reliable. In 1996 a reliability study of the measuring protocol developed and used in Tübingen was published [121. Bone loss was measured with a visual metric method at that time. The purpose of this study is to find out, if measurements aided by digital image processing methods can be expected to achieve a higher degree of precision than the visual metric method. Intraoral and panoramic X-ray films of 50 dental implants were measured by two investigators with diagnostic experience. They separately measured 8 distances per implant. The results showed that the protocol can be correctly observed under digitalized conditions. The measurements can be regarded as being reliable, as there is over 90% agreement between the two investigators. The tolerance range could he reduced from ± 1 mm for the visual metric method to ± 0.5 mm for the digital method.


(Stand: 01.03.1999)

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