Vergleich von gedeckt und ungedeckt einheilenden Ti02-gestrahlten Implantaten <br> Eine histologische tierexperimentelle Untersuchung

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ZZI 03/2001, 103-10

Vergleich von gedeckt und ungedeckt einheilenden Ti02-gestrahlten Implantaten


Eine histologische tierexperimentelle Untersuchung

R.-J. Kohal, J. Cassellas, D. K. Dennison, R. G. Caffesse

Zusammenfassung:
Es wurde eine histologische Untersuchung der knöchernen und weichgewebigen Einheilung von gedeckten und ungedeckten Ti02-gestrahlten zweiteiligen Implantaten durchgeführt. Bei drei Fox-Hunden wurden die Unterkieferprämolaren P1, P2, P3 und P4 extrahiert. Nach dreimonatiger Heilung wurden auf einer Seite des Unterkiefers zwei gedeckt einheilende Implantate (gedeckte Behandlungsgruppe), auf der kontralateralen Unterkieferseite zwei ungedeckt einheilende Implantate (ungedeckte Behandlungsgruppe) inseriert. Nach einer Einheilungszeit von weiteren drei Monaten wurden die gedeckten Implantate freigelegt und mit Distanzhülsen versehen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde auf beiden Unterkieferseiten jeweils ein drittes Implantat distal zu den schon vorhandenen Implantaten gesetzt. Diese zusätzlichen Implantate heilten ungedeckt ein (verzögert ungedeckte Behandlungsgruppe). Sechs Monate nach dem Setzen der ersten Implantate wurden Gewebsschnitte der verschiedenen Behandlungsgruppen hergestellt. Die Gewebsschnitte wurden histologisch und histometrisch ausgewertet. Bezüglich der osseointegration der verschiedenen Gruppen zeigte die gedeckte Behandlungsgruppe einen Implantat-Knochen-Kontakt von 58,3 %, die ungedeckte Behandlungsgruppe von 57,7 % und die verzögerte ungedeckte Behandlungsgruppe von 49,0% auf. Der Implantat Knochen Kontakt zwischen der gedeckten und verzögert ungedeckten Behandlungsgruppe war statistisch signifikant verschieden. Der Abstand von der Implantatschulter (IS) zum ersten Implantat-Knochen-Kontakt (l.IKK) in der gedeckten Gruppe betrug 0,70 mm, in der ungedeckten Gruppe 0,83 mm und 0,89 mm in der verzögert ungedeckten Gruppe (p = 0,61). Die vertikale Distanz zwischen dem Gingivarand (GR) und der apikalen Ausdehnung des Saumepithels (aSE) betrug in den verschiedenen Gruppen zwischen 1,26 mm und 1,67 mm (p = 0,44). Der Abstand vom aSE zum 1. IKK betrug 1,31 mm für die gedeckte Gruppe, 1,30 mm für die ungedeckte Gruppe und 1,90 mm für die verzögert ungedeckte Gruppe (p = 0,37). Aus den gewonnenen Ergebnissen kann geschlossen werden, dass das histologische Verhalten von gedeckt und ungedeckt einheilenden zweiteiligen Implantaten weitestgehend ähnlich ist.

Comparison of submerged and nonsubmerged Ti0z blasted Implants. A histological study in dogs.

Summary:
A histological study was conducted to evaluate the differences in the healing of submerged and nonsubmerged Ti02 blasted segmented implants. In three fox hound dogs, the mandibular premolars P1, P2, P3, and P4 were extracted. After three months of healing, two submerged implants (submerged treatment group) were placed on one side of the mandible, while two nonsubmerged implants (nonsubmerged treatment group) were placed on the other side of the mandible. After an additional healing period of three months, the submerged implants were exposed and a third implant was placed on each side of the mandible in a nonsubmerged way (late nonsubmerged treatment group). The animals were sacrificed six months after placement of the first implants and histologic and histometric analyses were performed. When the percentage of osseointegration was assessed in the different treatment groups, the submerged implants showed an implantto bone contact area of 58.3 %, the nonsubmerged implants a contact of 57.7 %, and the late nonsubmerged implants demonstrated an implant to bone contact area of 49.0 %. The difference between the submerged and late nonsubmerged groups was statistically significant. The distance from the implant shoulder (IS) to the first implant to bone (l . IKK) contact in the submerged implant group was 0.70 mm, in the nonsubmerged group 0.83 mm and 0.89 mm in the late nonsubmerged group (p = 0.61). The vertical distance between the gingival margin (GR) and the apical border of the junctional epithelium (aSE) varied from 1.26 mm to 1.67 mm in the different groups (p = 0.44). The distances from the aSE to 1. IKK were 1.31 mm for the submerged group, 1.30 mm for the nonsubmerged group and 1.90 mm for the late nonsubmerged group (p = 0.37). From these results it can be concluded that histologically the submerged or nonsubmerged segmented implants used in this experiment showed a similar behavior


(Stand: 01.03.2001)

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