Sinusbodenaugmentation mit Unterkieferknochenblock und simultaner Implantation. Langzeitergebnisse und Literaturvergleich

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ZZI 03/2004, 144-8

Sinusbodenaugmentation mit Unterkieferknochenblock und simultaner Implantation. Langzeitergebnisse und Literaturvergleich

Hess P, Romanos GE, Nentwig GH

Zusammenfassung:
Seit 1993 wurden bei 93 Patienten 109 Sinusbodenaugmentationen mit kortikospongiösem Knochenspan und simultaner Insertion von 196 Implantaten (Ankylos, Dentsply-Friadent, Mannheim) durchgeführt. Als Spenderregion des Knochenspans diente der Kieferwinkel (72 %) oder die Kinnregion (28 %). Die Freilegung erfolgte durchschnittlich vier Monate nach der Implantation. Die mittlere Funktionsdauer lag bei 44,58 Monaten. Die klinischen und radiologischen Parameter wurden anhand eines standardisierten Protokolls erhoben.

Unter fortlaufender Kontrolle stehen 90 Patienten mit 190 Implantaten. Davon gingen sieben Implantate

(3,7 %) verloren. Drei weitere Implantate weisen einen vertikalen und/oder horizontalen Knochenabbau von mehr als vier Millimetern auf. Alle anderen Implantate waren bis zum letzten Kontrolltermin sowohl radiologisch als auch klinisch unauffällig. Der funktionell belastete Knochenspan zeigte radiologisch eine gute Konstanz.

Aufgrund dieser hohen Erfolgssicherheit (94,7 %) ist nach unserer Auffassung die Sinusbodenaugmentation mit einem kortikospongiösen Knochenblock aus dem Unterkiefer und simultaner Implantation dem zweizeitigem Sinuslift und/oder einer Knochenblockentnahme aus dem Beckenkamm als zuverlässige Alternative in der klinischen Praxis vorzuziehen.



Sinus floor augmentation with mandibular bone block and simultaneous implantation. Long term results and literature analysis

Summary:
Since 1993 109 sinus floor augmentations with mandibular bone blocks and simultaneous implant placement of 196 implants (Ankylos, Dentsply-Friadent, Germany) were accomplished with 93 patients. The graft material was harvested from the retromolar (72 %) or from the chin area (28 %). The second stage was performed approximately four months after insertion. The mean loading period was 44.58 months. The clinical and radiographic parameters were evaluated according to a standard protocol.

Ninety Patients with 190 Implants are under continuous control. Seven (3.7 %) of these implants were lost. Another three showed a vertical and/or horizontal bone defect of more than four millimeters. All other remaining implants showed no or minimal bone loss and no clinical signs of inflammation.

According to these results the sinus floor augmentation with corticocancellous bone block from the mandible and simultaneous implantation seems to be a very promising alternative to the two stage procedure as well as to the iliac crest graft for out-hospital patients.



(Stand: 01.03.2004)

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