Antimikrobielle Wirkung verschiedener chemischer Agenzien auf rauen Titanoberflächen<br> Eine In-vitro Studie

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ZZI 03/2004, 152-7

Antimikrobielle Wirkung verschiedener chemischer Agenzien auf rauen Titanoberflächen

Eine In-vitro Studie

Sennhenn-Kirchner S, Schliesing J, Jacobs HG, Mergeryan H

Zusammenfassung:
Eine Korrelation zwischen dem Auftreten periimplantärer Entzündungszeichen und der mikrobiellen Besiedlung der Implantatoberfläche insbesondere mit parodontopathogenen Keimen gilt als klinisch gesichert.

Die vorliegende Arbeit untersucht die antimikrobielle Wirkung verschiedener in der Zahnheilkunde gebräuchlicher chemischer Agenzien auf rauen Titanoberflächen.

Es wurden von sechs unterschiedlichen Mikroorganismen – für die Periimplantitis spezifische und unspezifische Spezies – Suspensionen in physiologischer Kochsalzlösung und künstlichem Speichel hergestellt. Diese wurden auf sandgestrahlte Titanplättchen sowie auf Implantatoberflächen (beschichtete ITI-Vollschraubenimplantate, Straumann) appliziert und über Zeiträume von 15 Sekunden bis fünf Minuten mit den verschiedenen zu testenden Substanzen behandelt. Während der Versuchsdurchführung waren die Implantate in speziell hergestellten, in Göttingen entwickelten Prüfkörpern inseriert, welche die periimplantäre Defektsituation simulierten.

Die bakteriologische Auswertung der Versuchsreihen ergab sowohl auf den Titanplättchen als auch auf den Implantaten relevante Keimreduktionen durch alle verwendeten Substanzen.

In den Prüfkörperversuchen wiesen Zitronensäure und Octenisept, die im Durchschnitt nach 15 bzw. 30 Sekunden eine Dekontamination von mehr als 99 % erzielten, das höchste antimikrobielle Potential auf.

Weitere Studien sind notwendig, die sich mit der biologischen Antwort auf die Applikation der Agenzien sowie mit möglichen Auswirkungen auf die Implantatoberfläche beschäftigen.



Antimicrobial effects of different chemical agents on rough titanium surfaces – an in-vitro study

Summary:
The purpose of this study was to evaluate the disinfection potential of different chemical agents availabel in every dental office. Rough surfaced titanium discs as well as plasma-flame-spray coated implants screwed in funnel-shaped metal testing divices for the simulation of periimplant defect situations were contaminated with suspensions of different bacteria. The different agents were applicated on the surfaces from fifteen seconds up to five minutes and the decontamination rate was evaluated by microbiological methods. Relevant reduction of the bacteria was gained by all substances but in different time. Citric acid and Octenisept showed the highest efficiacy. Further studies are requiered to investigate the biological response on the tested agents and the efficiacy of the substances on bacteria protected by biofilms.



(Stand: 01.03.2004)

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