Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten Klinik, Diagnostik und Therapie

K. Bork, W. Burgdorf, N. Hoede, Schattauer Verlag, Stuttgart 2008, 3., überarb. u. erw. Aufl., ISBN 978–3–7945–2486–0, 448 Seiten, 741 farb. Abb., 37 Tab., 249,00 €

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K. Bork, W. Burgdorf, N. Hoede, Schattauer Verlag, Stuttgart 2008, 3., überarb. u. erw. Aufl., ISBN 978–3–7945–2486–0, 448 Seiten,
741 farb. Abb., 37 Tab., 249,00 €

Im vorliegenden Atlas und Handbuch der Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten wenden sich die Autoren an Dermatologen, HNO-Ärzte und Zahnmediziner und sehen dieses Werk auch als eine wichtige Informationsquelle für Internisten und Allgemeinmediziner. Typische Erkrankungen der Mundschleimhaut sind von Symptomen abzugrenzen, die bei vielen Immunerkrankungen und auch verschiedenen Haupterkrankungen sich gerade im oralen und perioralen Bereich manifestieren. Dabei wird schon im Titel hervorgehoben, dass nicht nur die Klinik und Diagnostik beschrieben, sondern auch die dazugehörige Therapie aufgegriffen wird. Die dritte überarbeitete und erweiterte Auflage enthält nicht nur ein umfangreicheres Fotomaterial als zuvor, sondern soll auch den neueren wichtigsten Entwicklungen in Diagnostik und Therapie Rechnung tragen.

In 67 Kapiteln mit über 700 sehr guten Fotodokumentationen mit einem kleinen Literaturverzeichnis und einem ausführlichen Sachverzeichnis werden Symptome und Erkrankungen von Mund-, Schleimhaut- und Lippenbereichen dargestellt, die über die reinen Veränderungen der Mundschleimhaut und perioralen Region weit hinausgehen und auch pathologische Veränderungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich wie Abszesse, Zysten, Exostosen, symmetrische Symptome sowie Spaltbildungen und Gesichtsdeformitäten beinhalten. Dabei werden auch ausgesprochen seltene Erkrankungen dargestellt und mit eindrucksvollen Bilddokumenten verdeutlicht. Bei einigen Erkrankungen und Veränderungen wird auch auf die Histopathologie und die Differentialdiagnostik in übersichtlichen Tabellen eingegangen.

Dabei wird leider nicht immer konsequent die im Titel dargestellte Trias von Klinik, Diagnostik und Therapie eingehalten, die Therapie z. T. nicht erwähnt. Nicht erwähnt werden leider auch die neueren Nomenklaturen und Zuordnungen nach der WHO-Klassifikation z. B. die Definition der idiopathischen Leukoplakie und die histopathologische Einteilung und Zuordnung der verschiedenen Epulisformen. Die Bezeichnung „Epulis“ ist zwar in den deutschsprachigen Ländern immer noch weit verbreitet und macht auch als Darstellung einer näheren Beschreibung des klinischen Erscheinungsbildes Sinn, wird jedoch von Pathologen auch gleichzeitig immer mehr beschrieben nach den WHO-Definitionen, sodass eine Gegenüberstellung dieser beiden Begriffs- und Einteilungsformen Sinn machen würde. Auch die Bezeichnung „Lichen ruber planus“ für den Lichen und die lichenoiden Formen der Mundschleimhaut ist eine Bezeichnung, die heute im internationalen Schrifttum eigentlich nicht mehr gebräuchlich ist, sondern aufgrund ihrer Besonderheiten als „OLP – Oraler Lichen Planus“ bezeichnet wird. Die Darstellung der „Periapikalen Abszesse“ wäre besser mit „Odontogene Abszesse“ beschrieben worden, wobei sich jedoch das Wort „Odontogen“ dabei in Klammern befindet.

Neben diesen Einschränkungen überzeugt dieses Buch, dieser Atlas, aber durch seine ansonsten stringente und knappe Beschreibung der unterschiedlichsten Krankheitsbilder mit den wichtigsten Angaben, wobei insbesondere die Diagnostik mit einem solchen Buch als Vergleichsgrundlage erleichtert wird. Die gute Druck- und Fotoqualität tragen hierzu wesentlich bei, sodass dieses Buch sicherlich eine Bereicherung für die Praxisbibliothek von Dermatologen, HNO-Ärzten, Zahnmedizinern, Internisten und auch Allgemeinmedizinern ist. Im Studium ist dieses Buch insbesondere zur visuellen Information und als Nachschlagewerk in Ergänzung zur Vorlesung sicherlich ebenso gut geeignet.

G. Wahl, Bonn

(Dtsch Zahnärztl Z 2009;64:344)


(Stand: 27.04.2011)

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