Mehr als 300 gute Gründe, nach Hamburg zu kommen

Countdown zum 24. Kongress der DGI

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In 84 Tagen ist es so weit: Dann öffnen der 24. Kongress der DGI und die 1. ImplantExpo im Hamburger Congress Center ihre Pforten. Es gibt mehr als 300 gute Gründe, zum Kongress zu kommen: In über 100 Präsentationen vermitteln mehr als 100 renommierte Referenten praxisrelevantes neues Wissen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem spannenden Thema: Misserfolge erkennen und beherrschen. Und in der begleitenden ImplantExpo präsentieren über 100 Aussteller neue Trends und Entwicklungen.

„Wer wenig operiert, hat viele Komplikationen, wer viel operiert, hat wenig Komplikationen, nur wer gar nicht operiert, hat keine Komplikationen.“ Mit diesem alten Chirurgenspruch leiten DGI-Präsident Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Kassel, und Dr. Gerhard Iglhaut, Memmingen, der Präsident des 24. Kongresses der DGI, ihr Grußwort an die Teilnehmer ein.

In der Tat spielen Ausbildung und das regelmäßige Training erlernter Fähigkeiten auch in der Implantologie eine entscheidende Rolle, wenn es um Erfolg und Misserfolg geht. Wer die Implantologie gründlich gelernt hat und entsprechend viel implantiert, bekommt Erfahrung – und „die ist durch nichts zu ersetzen“, betont Dr. Iglhaut. Zur Erfahrung gehöre auch, einschätzen zu können, welche Risiken in welcher Behandlungssituation bestehen, so der Kongresspräsident. Gleichwohl gibt es auch Fehlschläge, die schicksalhaft und unvermeidlich sind. „Darum“, betont Terheyden, „ist Fehlschlag nicht automatisch gleichbedeutend mit Fehlbehandlung.“ Auch dies gelte es bei der Beurteilung von Komplikationen zu berücksichtigen.

Darum wurde das Programm des 24. DGI-Kongresses so zusammengestellt, dass renommierte Referenten Risiken und mögliche Ursachen von Fehlschlägen systematisch in allen Stadien einer Behandlung beleuchten und dabei vor allem Optionen aufzeigen, wie Misserfolge rechtzeitig erkannt und beherrscht werden können.

Entsprechend beginnt das Forum „Praxis und Wissenschaft“ am ersten Kongresstag mit der Sitzung „Fallstricke in der Planung.“ „Die modernen Planungsmethoden sind auf jeden Fall eine große Hilfe“, sagt Iglhaut. „Allerdings kann man sich auf die Technik nie hundertprozentig verlassen. Solche Hilfen nehmen nicht das gesamte Risiko, sondern senken es.“ Weiter geht es mit chirurgischen Komplikationen, etwa im Rahmen augmentativer Maßnahmen. Bei den präoperativen Frühkomplikationen ist beispielsweise die Prävention von Wunddehiszenzen ein Thema oder das Komplikationsmanagement bei aufwändigen Augmentationen. Antworten gibt es in der darauffolgenden Sitzung auch auf die Frage, was man beim Implantatverlust im Frontzahnbereich des Oberkiefers tun kann. Auch das Forum Wissenschaft widmet sich Fallstricken und Komplikationen: Welche Möglichkeiten bestehen für die implantologische Versorgung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises? Wie vorhersagbar ist der Erfolg im parodontal geschädigten Gebiss?

Am zweiten Kongresstag stehen prothetische und ästhetische Komplikationen im Mittelpunkt sowie periimplantäre Spätkomplikationen. Im Forum Implantatprothetik und Zahntechnik schlagen die Referenten einen Bogen von chirurgischen Problemen bis hin zu funktionellen Komplikationen und benennen beispielsweise auch Misserfolgsfaktoren wie Kommunikationsmangel, Planungsdefizit und Kompromissbereitschaft.

Hochkarätig besetzt sind die beliebten Tischdemonstrationen, deren Zahl bei dieser Tagung erhöht wurde. Das Themenspektrum reicht von der „Biologisch adäquaten Rekonstruktion des Alveolarfortsatzes mit anatomisch geformten Knochentransplantaten“ bis zur „Weichgewebeoptimierung bei So-fortimplantation“.

Was eine perfekte implantologische Assistenz ausmacht und worauf es bei der Kommunikation mit Patienten ankommt, vermitteln Experten im Forum Assistenz und Betreuung.

B. Ritzert, Pöcking


(Stand: 23.03.2011)

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