Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2012

W. Pschyrembel , Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2011, ISBN 978–3–11–025166–1, 263. Auflage, gebunden, XXVII, 2.323 Seiten, 49,95 €

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W. Pschyrembel , Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2011, ISBN 978–3–11–025166–1,
263. Auflage, gebunden, XXVII, 2.323 Seiten, 49,95 €

„Der Pschyrembel“ ist ein Standardwerk, das sicherlich überall zu finden ist, wo das Thema Gesundheit eine Rolle spielt. Die Neuauflage im Jahr 2012 kommt jetzt in einem wuchtigen Umfang mit 2.323 Seiten als Hardcover daher. Die 263. Auflage belegt die traditionsreiche Stellung dieses besonderen Nachschlagewerks. Aber, wer benötigt heute noch ein Nachschlagewerk im Zeitalter von Wikipedia & Co.? Genau an dieser Stelle beginnt es interessant zu werden und „Der Pschyrembel“ kann seine Qualitäten offenbaren.

Gerade im Zeitalter der scheinbar unbegrenzten Verfügbarkeit von Information ist es schwierig, Wichtiges von Unwichtigem, sowie objektive und subjektive Informationen zu trennen. Über 220 namhafte Autoren haben sich die Mühe gemacht ihre Fachgebiete sinnvoll und objektiv darzulegen. Für die Zahnmedizin hat das namhafte Autorenteam ganze Arbeit geleistet. Für den Zahnarzt ist natürlich eher der Blick auf die Nachbardisziplinen von Interesse. Die stetige Weiterentwicklung dieses, seit über 100 Jahren verfügbaren Werkes, sorgt für die nötige Aktualität. In der vorliegenden Ausgabe findet sich eine Fülle von Farbbildern und Schemata, die die entsprechenden Begriffe auch für den Nichtfacharzt sinnvoll erläutern. Hilfreich ist die Gliederung mit Unterüberschriften (z. B. Epidemiologie, Ätiologie, Diagnose, Therapie), die zu einer übersichtlichen Struktur beiträgt. Erwähnenswert ist ebenso die Fülle der klinischen Bilder, farbigen Schemata und übersichtlichen Tabellen. So macht es einfach Spaß in diesem Riesenwerk zu „schmökern“. Anders, als beim Surfen im Netz, findet sich hier gesicherte, zitierbare Information zum Anfassen. Bedeutsam für die weitere Informationssuche oder beim Verfassen englischer Textartikel ist die Tatsache, dass sich neben jedem Suchwort die englischsprachige Übersetzung befindet. Damit findet man, ganz nebenbei, ein deutschenglisches Medizinlexikon. Der Verlag hat auch die Möglichkeit geschaffen eine Online-Version zu verwenden, die nach Registrierung, zusätzliche Abbildungen sowie Aktualisierungen in Suchfunktionen erhält. Etwas unverständlich ist die Tatsache, dass der Käufer für die Online-Version den vollen Preis wie für das klassische Buch bezahlen muss. Auch die entsprechende iPhone App wäre sicherlich der richtige Weg, wenn hier nicht eine analoge Preispolitik – wie für die Online-Version – zu finden wäre. Leider wurde damit verpasst, neue Medien sinnvoll zu integrieren und so die Zukunft aktiv zu gestalten. Zusammenfassend ist es dem Verlag wieder einmal gelungen, ein absolutes Spitzenwerk, das seinesgleichen sucht, auf den Markt zu bringen.

B. Al-Nawas, Mainz


(Stand: 19.09.2012)

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