Periimplantitis

S. Renvert, J.-L. Giovannoli, Quintessenz, Berlin 2013, ISBN 978-3-86867-191-9, Hardcover, 272 Seiten, 1.197 Abb., 168,00 Euro

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S. Renvert, J.-L. Giovannoli, Quintessenz, Berlin 2013, ISBN 978-3-86867-191-9, Hardcover, 272 Seiten, 1.197 Abb., 168,00 Euro

Das vorliegende Buch ist im Quintessenz Verlag erschienen und im mittleren Preissegment angesetzt (259 Seiten, 168,00 Euro). Die französische Originalausgabe aus dem Jahre 2012 wurde im gleichen Jahr ins Englische und 2014 nun auch ins Deutsche übersetzt. Die Autoren des Buches sind europäische Fachkollegen aus dem Bereich der Par-odontologie und insbesondere im Bereich der Periimplantitisforschung sehr aktiv und international anerkannt.

Die Autoren gliedern das Buch in 8 unterschiedliche Abschnitte, die alle Bereiche der Periimplantologie abdecken. Jedes Kapitel ist kurz und prägnant dargestellt. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre und eigene Konzepte werden anschaulich und klinisch orientiert dargestellt. Eine ausführliche Literaturquellenangabe ist jedem Kapitel angehängt. Jedes Kapitel beinhaltet zahlreiche Schemazeichnungen, histologische Schnitte und klinische Fotos in beeindruckender Qualität. Behandlungskonzepte werden anhand zahlreicher und ausgesprochen interessanter Kasuistiken step by step erklärt. Besondere Erwähnung sollte auch die didaktisch kluge Darstellung der big points am Ende jedes Kapitels finden.

Die Chronologie der Kapitel ist nachvollziehbar gegliedert. Das Buch beginnt mit der Ätiopathogenese. Hier werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen periimplantärem und parodontalem Gewebe dargestellt und auf die Mikroflora bei der periimplantären Infektion eingegangen. Im 2. Kapitel wird das Vorgehen bei der Diagnostik periimplantärer Erkrankungen umfassend dargestellt. Hervorzuheben sind die Schemazeichnungen zur periimplantären Defektmorphologie, die anschaulich und qualitativ hochwertig infektionsbedingte periimplantäre Knochendefekte klassifizieren. Die Prävalenz periimplantärer Infektionen und die frühe Periimplantitis werden in den nächsten 2 Kapiteln abgehandelt. Das 5. Kapitel stellt anhand der aktuellen 9Literatur sehr schön die Risikofaktoren für periimplantäre Infektionen dar. Präventive Strategien wie die präimplantologische Beseitigung aller Infektionen in der Mundhöhle werden besonders herausgehoben. Auch die in der Prävention so wichtige hygienefähige Gestaltung prothetischer Rekonstruktionen wird anhand klinischer Fälle untermalt. Zentrum dieses Lehrbuch ist sicherlich das nächste Kapitel, in dem die Therapie periimplantärer Infektionen dargestellt wird. Dieses Kapitel zeigt repräsentativ für das gesamte Lehrbuch die ausgewogene Mischung zwischen Wissenschaft und Klinik. Verschiedene therapeutische Strategien (nicht-chirurgisch wie chirurgisch) werden anhand klinischer Fotos anschaulich dargestellt. Im Anhang des Kapitels befinden sich Literaturreviews zu den verschiedenen Behandlungsverfahren, sodass der Leser auf einen Blick evidenzbasiert die einzelnen Behandlungsverfahren bewerten kann. Die folgenden Kapitel „Weichgewebssituation“ und „Erhaltungstherapie“ vervollständigen dieses Lehrbuch.

Fazit: Das vorliegende Lehrbuch „Periimplantitis“ ist eine Bereicherung für die häusliche Bibliothek. Egal ob Studierender, unerfahrener oder erfahrener Behandler, der Leser bekommt ein wunderschönes update über alle Facetten der Periimplantologie.

I. Staufenbiel, Hannover


(Stand: 10.06.2015)

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